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Konsequenzen: Wiederholter Ladendiebstahl


| 19.12.2004 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Hallo!

Ich bin vor 2 Wochen beim Ladendiebstahl bei P&C erwischt worden. Der Warenwert lag bei etwa 95€ - also wohl über der Geringwertigkeitsgrenze! Ich habe sofort gestanden und eine Gebühr von 50€ bezahlt. Ich bin 18 Jahre alt, vor etwa einem Jahr bin ich schon einmal bei einem Ladensiebstahl erwischt worden, allerdings lag der Wert damals nur bei ca. 10€. Das Verfahren wurde eingestellt und es gab keine weiteren Konsequenzen.
Nun habe ich einen Anhörungsbogen von der Polizei erhalten, der mich nach §242 StGB beschuldigt. Innerhalb der nächsten 14 Tage soll ich mich bei der örtlichen Polizeistelle vernehmen lassen, da ich noch nicht 21 bin. Darf ich das wirklich nicht selber machen? Es ist mir nämlich sehr peinlich, da mich hier jeder kennt.
Was können nun für Konsequenzen folgen? Da ich noch Schülerin bin, kann ich keine Geldstrafe bezahlen. Müssen meine Eltern von der Sache erfahren? Wird der Fall in meinem Führungszeugnis oder in der Schufaakte vermerkt?
Habe ich überhaupt eine Chance auf Einstellung des Verfahrens, unter den Umständen, dass es schon der 2. Diebstahl ist und dass der Wert fast 100€ beträgt?
Ich kann nur sagen, dass es mir unendlich leid tut und ich wirklich nicht weiß wie mir das ein zweites mal passieren konnte - ich schäme mich so!

Ich danke schon im vorraus vielmals und hoffe auf eine schnelle Antwort!
Vielen Dank und herzliche Grüße...

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Sehr geehrte Damen und Herren,

1. Zunächst wird man prüfen müssen, ob man bei Ihnen Jugendstrafrecht oder Erwachsenenstrafrecht anwendet.

Das Jugendstrafrecht unterscheidet zwischen Jugendlichen und Heranwachsenden. Ein Täter der zwischen 18 - 21 ist, wird als Heranwachsender bezeichnet. Bei Heranwachsenden kann sowohl Erwachsenenstrafrecht als auch Jugenstrafrecht angewandt werden. Bei Ihnen wendet man wohl Jugendstrafrecht an. Hier ist dann das sog. Jugendgerichtsgesetz (kurz: JGG) zu beachten.

2. Sie werden nicht mit einer einfachen Einstellung wegen Geringfügigkeit davon kommen, sondern es wird wohl eine Auflage (z.B. Sozialstunden, u.U. eine Geldstrafe) auf Sie zukommen.

3. Ihre Tat wird in das sog. Erziehungsregister eingetragen.
In das Erziehungsregister (§§ 59 ff. BZRG) werden alle Entscheidungen eingetragen, die nach dem JGG getroffen worden sind.

4. Die Schufaakte hat nichts mit Ihrem Fall zu tun.

5. Da Sie volljährig sind, ist es nicht zwingend, daß Ihre Eltern davon erfahren müssen. Sie könen auch alleine zur Polizei gehen. Dort sollten Sie alles zugeben und Reue zeigen, d.h. es muß Ihnen wirklich leid tun (und man muß es Ihnen auch ansehen).

Ich hoffe Ihnen mit der Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2004 | 21:03

Vielen vielen Dank für die schnelle Antwort!
Hat mir sehr geholfen - Damit bin ich ein wenig beruhigt... Es tut mir wirklich aufrichtig leid was ich getan habe!

Glauben Sie, dass es zu einer Verhandlung vor Gericht kommt? Müsste ich mir dann einen Anwalt nehmen?
Gelte ich damit als vorbestraft oder werden zukünftige Arbeitgeber davon erahren? Wie lange dauert es ungefähr bis die Sache verhandelt wird?

Ich hoffe Sie können mir dieses noch beantworten!

Herzliche Grüße und nochmals tausend Dank!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2004 | 22:45

Sie gelten m.E. nicht als vorbestraft.
Da die Rechtslage eindeutig ist, werden Sie nicht unbedingt einen Anwalt benötigen.
Die Angelegenheit wird relativ schnell verhandelt werden; dies hängt aber vom Gericht ab.

Bewertung des Fragestellers |


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