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Koniferenhöhe


26.11.2006 16:24 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Wir bewohnen eine Doppelhaushälfte (NRW), die auf der hinteren Seite in den Garten mit der Grenze zum Nachbargrundstück endet, der ebenfalls eine Doppelhaushälfte links von uns bewohnt. Das Grundstück des Nachbarn läuft über die gesamte Grenze unseres Grundstücks, wobei sein Haus weit links steht und sein Garten unbebaut ist. Wir haben unsere Grenze mit einem Jägerzaun (80 cm) eingefriedet. Zusätzlich hat unser Nachbar dahinter Koniferen gepflanzt, die wohl nur den Sinn haben, uns Licht und damit die Sicht in seinen Garten (und auf die landwirtschaftlichen Flächen dahinter) zu nehmen, da sein Gebäude von der Gartenseite sowieso nicht einsehbar ist. Dieser Teil seines Grundstücks (insgesamt ca. 2000 m²), wird von ihm nur sporadisch genutzt, da es am weitesten von seinem Gebäude entfernt ist und seine gärtnerische Gestaltung sich überwiegend auf den unmittelbar angrenzenden Bereich beschränkt. Wir empfinden die Bepflanzung daher als reine Schikane, da der Sichtschutz sich nicht auf schützenswerte Bereiche seines Grundstücks bezieht.
Die Koniferen sind jetzt ca. 1 m hoch und wir möchten erwirken, dass sie nicht höher wachsen dürfen, um – wie bisher – Licht und freie Sicht zu haben. Auf Befragen teilte er uns, bis 2 m Höhe sei erlaubt und das wolle er auch ausnutzen. Eine einvernehmliche Lösung wird mit diesem Nachbarn voraussichtlich nicht mehr möglich sein.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Das nordrhein-westfälische Nachbargesetz lässt die Pflanzung einer Hecke an der Grundstücksgrenze zu, wenn die Hecke einen Abstand von 50 cm zur Grundstücksgrenze einhält und nicht höher als zwei Meter ist. Wenn diese Bedingungen in Ihrem Fall der Koniferenhecke erfüllt sind, werden Sie gegen die Hecke folglich leider nichts unternehmen können. Der Gesetzeswortlaut ist eindeutig.

Ihnen bleibt nur nachzuprüfen, ob die Hecke, und zwar gemessen ab ihrer Seite, tatsächlich 50 cm Abstand hält. Außerdem besteht noch die Möglichkeit, dass im Bebauungsplan eine vom Gesetz abweichende Regelung getroffen wurde. Schauen Sie also auch im Bebauungsplan, sofern es einen gibt, nach, ob Sie dort eine für Sie positive Regelung finden.

Es tut mir Leid, dass ich Ihnen keine positive Antwort geben kann. Für eine Nachfrage stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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