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Kondenswasserschaden im Fertighaus


| 02.07.2007 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Letztes Jahr (2006) sind wir in unser Fertighaus (Holzständerbauweise) mit ausbaufähigem Dachgeschoss (dieses ist ungedämmt/ Rohbauzustand) eingezogen (23.10.2006). Die Baufertigmeldung des Architekten ist erfolgt. Dabei haben wir über den Winter das Dachgeschoss ungedämmt gelassen. Dadurch sind durch kondensierende Luftfeuchte aus dem Haus unsere beiden Türen im Dachgeschoss (vom gedämmten Treppenhaus zu den 2 Räumen im Dach) beschädigt worden (Wert mit Einbau etwa € 900,-).
Beim Verkaufsgespräch mit dem Hausverkäufer wurde uns gesagt, dass ein Dachgeschoss im Rohbauzustand auch über längere Zeit kein Problem sei (leider nur mündlich). Im Vertrag steht nichts dazu. Auch vom Haushersteller selbst sind wir erst nach Anzeige des Schadens (per 16.12.2006) darauf hingewiesen worden, dass eine Dämmung zu erfolgen hat. Der Hersteller sieht bei sich kein Verschulden (durch falsche Kaufberatung oder mangelnden Hinweis, dass Dämmung vor dem Winter angebracht werden muss). Hat ein Vorgehen mit Rechtsmitteln gegen den Haushersteller Erfolgsaussichten? Wie ist Ihre Einschätzung dazu? Wenn ja, welche Rechtsgrundlagen greifen hier?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Sie könnten möglicherweise einen Anspruch gegen den Architekten haben.
Allerdings müssten Sie im Rahmen der kostenlosen Nachfrage vortragen, welche Leistungen vom Architekten zu erbringen gewesen sind.

Grundsätzlich müssen Sie als Bauherr insbesondere über Art und Umfang möglicher Folgen einer unterlassenen Dämmung so ausdrücklich und nachhaltig informiert und aufgeklärt werden, dass Ihnen die Tragweite einer unterlassenen Dämmung des Dachgeschosses klar wird.

Hinsichtlich eines Schadensersatzanspruchs gegen den Hausverkäufer müssten Sie darlegen und beweisen, dass Sie falsch beraten worden sind (hier: unterlassener Hinweis auf Dämmung des Dachgeschosses und die möglichen Folgen bei Nichtbefolgung).

Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie bei dem Verkaufsgespräch beim Verkäufer nachgefragt haben, ob eine Dämmung erforderlich ist.
Da Sie nicht alleine gewesen sind, könnte die beim Verkaufsgespräch neben Ihnen anwesende Person als Zeugin auftreten.

Abschließend empfehle ich die Mandatierung eines Kollegen vor Ort, um Rechtsverlusten vorzubeugen und um Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 02.07.2007 | 13:13

Sehr geehrter Herr Roth,
vielen Dank für Ihre Antwort!
Der Architekt wurde von der Hausbaufirma beauftragt. Welche Leistungen im einzelnen vereinbart waren, ist mir nicht bekannt.
Der Hausverkäufer ist mittlerweile nicht mehr für die betreffende Firma tätig.
Ich würde gern die Hausbaufirma direkt in Regress nehmen. Mich würde außerdem wirklich noch interessieren, auf welche Rechtsgrundlage sich Ihre Aussage bezieht:"Grundsätzlich müssen Sie als Bauherr insbesondere über Art und Umfang möglicher Folgen einer unterlassenen Dämmung so ausdrücklich und nachhaltig informiert und aufgeklärt werden, dass Ihnen die Tragweite einer unterlassenen Dämmung des Dachgeschosses klar wird." Denn das ist denke ich der Hebel, an dem angesetzt werden kann. Diese Aufklärung ist definitiv nicht erfolgt. (Eventuell das Versäumnis des Bauleiters oder eben der Hausfirma.)
Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.07.2007 | 13:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag und der Konktretisierung des Sachverhaltes.

Das Unternehmen hätte Sie im Zuge des Verkaufsgesprächs über die Notwendigkeit der Dämmung aufklären müssen.
Diese Verpflichtung ergibt sich direkt aus dem mit Ihnen geschlossenen Vertrag und stellt eine Verletzung des mit Ihnen begründeten Schuldverhältnisses dar.
Die unterlassene Aufklärung ist auch ursächlich für den eingetretenen Schaden, so dass Sie nunmehr einen Anwalt mit der Duchsetzung Ihrer Ansprüche beautragen sollten.


Mit freundlichen Grüßen
aus Hamburg
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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