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Kompetenzen eines Testamentsvollstreckers in einer Erbengemeinschaft

14.05.2012 22:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Kann ein Testamentsvollstrecker, der selbst Erbe in einer Erbengemeinschaft ist, ein an die Erben der Erbengemeinschaft zu gleichen Teilen vererbtes Grundstück ohne Wissen und Zustimmung aller im Grundbuch eingetragenen Miterben verkaufen? Falls er das tut: In welcher Frist müssen Miterben, die damit nicht einverstanden sind, widersprechen? Was ist die Rechtsfolge? Wird das Rechtsgeschäft dann rückabgewickelt? Kann der Testamentsvollstrecker dafür zivil- oder strafrechtlich belangt werden?

Wie ist das bei einem Verkauf mobiler Gegenstände aus der Erbmasse? Geht das ohne Zustimmung der Miterben?

Muss der Testamentsvollstrecker die von ihm getätigten Rechtsgeschäfte durch Vorlage z.B. eines Kaufvertrages gegenüber den Miterben belegen? Falls ja: Immer und automatisch oder nur auf Nachfrage?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Der Testamentsvollstrecker muss den Nachlaß ordnungsgemäß verwalten. Der Testamentsvollstrecker ist zudem an Verwaltungsordnungen des Erblassers gebunden. Hierzu müsste etwas in der Verfügung von Todes wegen enthalten sein, was der TV darf und was nicht. Grundsätzlich hat der TV ein Verfügungsrecht gemäß § 2205 S. 1 BGB, darf also auch im Rahmen seines Ermessens über Grundstücke verfügen. Voraussetzung ist aber, dass das Grundstück der Testamentsvollstreckung unterliegt und diese muss im Grundbuch vermerkt sein, § 52 GBO. Er darf "allerdings sodann das Grundstück nicht verschleudern", sondern muss den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit einhalten.
Prinzipiell darf der TV auch "mobile" Gegenstände veräußern, ohne die Zustimmung der Miterben.
Nach § 666 BGB haben Sie ein Auskunftsanspruch gegenüber dem Testamentsvollstrecker, also muss er Ihnen auch den Kaufvertrag vorlegen. Im Übrigen hat er auch die Pflicht zur Rechnungslegung. Sie müssen die Auskunft allerdings verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

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