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Kommissionsware geliefert, Warenrueckfuehrung nicht moeglich, nun Sonderverkauf


01.12.2015 07:43 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich betreibe eine kleine Mode-Herstellungsbetrieb in Bali/Indonesien. Wir beliefern seit Beginn des Jahres Handelsvertreter mit Kommissionsware in Neuss und der Schweiz. Der Verkaufspartner in der Schweiz gestaltet es fuer uns sehr schwer. Wir haben Ware bis Mai 2015 geliefert. Eine erste kleine Abrechnung erfolgte Anfang Juni. Danach hoerte ich nichts mehr von dem Vertriebslager.
Da wir im September in Deutschland waren, wollte ich die Ware abholen. Leider gestaltete es sich aeusserst schwer. Bitte lesen Sie dazu eine email Konversation mit dem Vertriebspartner:


Zur Chronologie:

21.09. habe ich mitgeteilt, dass ich die Ware gern abholen moechte. Muss allerdings meinen engen Zeitplan koordinieren.
Frage eventuell freundliche Unterstuetzung die Ware nach Deutschland zu schicken. Ihrerseit abgeschlagen. Sie teilten
mir einen Verkauf von 5 Teile mit.

22.09. erneute Bitte um Mitteilung Lager und Verkauf

22.09. wir haben nach einer Terminverschiebung spontan entschieden in die Schweiz zu reisen. Wir haetten alles schnell und umkompliziert klaeren koennen. Leider mussten wir unser Vorhaben abbrechen, da Sie nicht im Lager sind.
Auskunft ueber 7 verkaufte Teile.

23.09. erneute Bitte um Mitteilung der geneuen Lager Bestaende und Verkauf.

24/25.09. keine Antwort, auch nicht auf unsere Anrufe. Spediteur wartete auf genaue Mitteilung der Mengen und was fuer Ware.
Wartete auf eine Desposition fuer die Rueckholung. Aktion erneut abgebrochen.

30.09. erhielten wir eine Antwort Mail.

02.10. forderten Sie uns auf die Ware abzuholen.

02.10. wir baten erneut um Mitteilung des Verkaufs, da Sie keine Abrechnung schickten. Lagerbestand wurde auch nicht mitgeteilt.

08.10. erneute Bitte von uns um Abrechnung und Lagerbestand.

12.10. teilen Sie uns den Lagerbestand mit. Allerdings keine Abrechnung.

20.10. erneute Bitte von uns um Verkaufsmitteilung. Von Ihnen kam keine Antwort dazu.


In dem Zeitraum vom 22.09. - 30.09. haben wir versucht die Ware abzuholen bzw. abholen zu
lassen. Durch Ihr Verhalten ist es gescheitert. Auch ein Spediteur braucht genaue Angaben zur
Warenabholung. Er hat dafuer zu unterschreiben.

Die Schweizer Post hat uns mitgeteilt, dass ein Postversand nach Indonesien kein Problem ist. Auch das Schweizer Zollamt
haben wir um Hilfe und Klaerung gebeten.
Ich freue mich auf Ihre Androhung der ungewoehnlichen Mittel.


Nach vielen eMails kam dann endlich eine Mail, dass 1 Packet per EMS Post Express verschickt wuerde.


Sehr geehrter Herr Jablonski,

Ihre Mustersendung- Ihre Rechnung vom 18.3.2015 erhalten am 13.4.2015 habe wir tatsächlich
mit EMS erhalten, diese werden wir Ihnen auch per EMS retour senden.

und nur so Alle anderen Lieferungen haben wir von AS Lola Moda Amsterdam ausgeliefert durch DPD erhalten
und nur so können wir die Ware wieder zu Ihnen zurück senden.

Wir hoffen gerne, dass Sie das begreifen und danken Ihnen im voraus bestens für Ihre Mitarbeit.
Die Ware ist bereit zum abholen.

Mit freundlichen Grüssen
Kurt Stolz

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Jedoch kam bislang keine Sendung. Gestern erhielt ich erneut eine eMail. der Lagerinhaber hat die Ware durch einen Postenhaendler schaetzen lassen. Er bot mir CHF 400. Drohte gleichzeitig mit der Berechnung von einem Lagerzins von CHF 400, falls wir nicht umgehend bestaetigen.

Da ich mich nicht streiten moechte, habe ich versucht einzulenken und stimmte zu. Habe eine Rechnung geschgrieben. Zusatz das Sonderverkauf nach Abstimmung mit dem Lager Inhaber. Er verwies darauf in der Rechnung keine Namen anzugeben,.
Ich fragte, wer ist der Geschaeftfuehrer. Leider kam darauf keine Antort.


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Ich gewinne immer mehr das Gefuehl, dass hier etwas nicht stimmt. Sehe mich aber nun gezwunden eine rechtliche Beratung und ggf einen Rechtsbeistand zu nehmen.

Was kann ich tun?

Viele Gruesse
Hans Jablonski

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst stellt sich die Frage, welches Recht in vorliegendem Fall anzuwenden ist. Sofern nämlich der Sitz des Unternehmens Bali/Indonesien ist und der Vertragspartner ein Schweizer Unternehmen, kommt deutsches Recht vermutlich nicht zur Andwendung. Entscheidend hierfür ist jedoch auch, was in den zugrundeliegenden Kommissionsverträgen festgehalten ist. Dies müssten hierfür eingesehen und näher geprüft werden.

Dass man Sie vorliegend aller Wahrscheinlichkeit übervorteilen will, liegt auf der Hand. Dies untermauert auch das Druckangebot des Lagerhalters, die Ware für rund CHF 400,00 einzubehalten. Und dies trotz unrechtmäßiger Rechnungserteilung.

Gleichwohl ist der vorliegende Sachverhalt aufgrund der vielen Beteiligten (verschiedene Spediteure, Lagerhalter etc.) und der unklaren Rechtsanwendung schwierig zu beurteilen. Darüber hinaus würde eine "saubere" rechtliche Klärung und Beurteilung erhebliche Kosten nach sich ziehen.

Die größte Erfolgsaussicht messe ich noch der Konsultierung eines schweizerischen Rechtsanwaltes zu, da lediglich hierdurch ein entsprechender Druck auf die Lageristen und Ihren Vertragspartner aufgebaut werden kann. Inwiefern die hierfür anfallenden Kosten im Verhältnis zu dem Warenwert steht, ist von Ihnen zu beurteilen.

Mir ist bewusst, dass dies sicherlich keine befriedigende Antwort auf Ihre aufgeworfenen Fragen darstellt. Gerne dürfen Sie jedoch für weitere Nachfragen die kostenlose Nachfragefunktion benutzen bzw. mich auch gerne direkt über meine E-Mail-Adresse kontaktieren. Ggf. kann ich Sie in Ihrem Anliegen sodann - unter der Klärung weiterer Sachverhaltsangaben - noch weiter unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
Rechtsanwalt
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