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Kollege filmt Kolleginnen bei deren Ausübung ihres Amtes

21.07.2019 01:44 |
Preis: 50,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Ein zu betreuender Mensch warf sich auf die Strasse und schlug wiederholt seinen Kopf auf den Strassenboden. Eine Betreuerin versuchte ihn über das Gespräch und auch über Ablenkung davon abzubringen. Das gelang ihr nicht. Das Gegenteilige trat ein. Je mehr sie versuchte, mit ihm in Kontakt zu kommen desdo mehr schlug er seinen Kopf auf die Steine. Eine andere Kollegin kam zu Hilfe und versuchte ihm gut zuzureden, doch er reagierte nicht darauf. Um ihn vor weiteren Verletzungen zu schützen hoben sie ihn gemeinsam vom Boden auf, nahmen ihn in ihrer Mitte und brachten ihn in die Gruppe zurück. Ein Kollege fotografierte den letzten Teil dieses Geschehen und meinte, das die beiden Kolleginnen übergriffig dem Betreuten gegenüber geworden seien und die Fotos sollten als Beweiss dafür dienen. Nun meine Frage: Ist mit seinem Verhalten schon der Strafbestand Mobbing gegen über den beiden Kolleginnen, erfüllt?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Einen Straftatbestand Mobbing gibt es insoweit nicht.

Der Definition zufolge bedeutet Mobbing die ständige und sich wiederholende Schikane eines anderen Menschen, zumeist durch eine Gruppe. Der Betroffene wird hierbei regelrecht gequält und systematisch seelisch gekränkt. Dies geschieht typischer­weise am Arbeitsplatz, in der Schule oder auch im Sportverein. Als passive Variante findet Mobbing oftmals auch in Form der strikten Kontaktverweigerung und Ausgrenzungstatt.

Ein derartiges Verhalten vermag ich aus dem Sachverhalt nicht zu erkennen.

ABER hier könnte der Tatbestand der Verleumdung vorliegen mit Bezug auf Mobbing als Intention.

§ 187 StGB Verleumdung

"Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Durch die bewusste Wiedergabe und Verbreitung falscher Tatsachen wäre hier der Tatbestand m.E. erfüllt.

Die Kollegen sollten sich daher gegenüber dem Arbeitgeber zur Wehr setzen. Im Übrigen sind Fotos lediglich Momentaufnahmen und stehen für sich noch nicht für die Echtheit ohne Würdigung der ungegilmten Gesamtumstände.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Sascha Lembcke

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