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Koffer erst nach Rückflug erhalten

| 24.04.2014 20:23 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Wir haben Flüge bei KLM gebucht und sind für drei Wochen in die USA geflogen. Der Koffer von unserem Sohn ( mit sämtlicher Kleidung) ist dort nicht angekommen. Nach einer Woche wurden wir telefonisch informiert, dass der Koffer wieder am Abflugort gefunden wurde. Wir haben um eine Zustellung gebeten und eine feste Anschrift angeben. Durch einen Mitarbeiterfehler wurde der Koffer vor Ort aber erneut zum Abflughafen geschickt. Wieder haben wir um eine Zustellung in die USA gebeten. Dies ist diesmal erst gar nicht erfolgt. Wir haben noch mehrmals telefoniert und um Zustellung gebeten und uns dann 1Woche vor Abflug dafür entschieden, dass der Koffer an unsere Heimatadresse geschickt werden soll. Nichts ist passiert. Schlussendlich habe ich den Koffer nach Ankunft am Heimatflughafen suchen lassen und bin nach 1,5 h fündig geworden. Welchen Schadenersatz können wir nun von der Airline einfordern? Die zusätzlichen Ausgaben vor Ort betrugen ca 300 Euro ( Kleidung, neuer Koffer). Kann ich mir auch einen Teil des Ticketpreises erstatten lassen?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die gestellte Frage. Ihre Verärgerung ist gut nachvollziehbar, aber wenig überraschend: KLM/AirFrance machen nämlich bei mir einen Grossteil der Verfahren aus. Aus irgendeinem Grund ist diese Airline besonders anfällig.

Wenn ein Koffer verspätet oder erst nach dem Urlaub ausgeliefert wird, besteht ein Anspruch auf Schadensersatz / Entschädigung nach dem Montrealer Übereinkommen (MÜ).

Die meisten Airlines erstatten zudem die „angemessenen" Ausgaben zur Beschaffung von Ersatzkleidung und Toilettenartikeln – im Gegensatz zu der Zuverlässigkeit von KLM/AirFrance geschieht die Abwicklung überraschend unkompliziert-die Höchstgrenze zieht das Gesetz mit 1200 Euro Schadenersatz.Ich kann Ihnen von hier daher raten, möglichst den Höchstbetrag anzusetzen, möglicherweise sind eben deutlich höhere Werte als "nur" 300 Euro zu erzielen.

Voraussetzung für den Anspruch ist die ordnungsgemäße und unverzügliche Verlustanzeige, die nach ihren Angaben jedoch erfolgt ist. Wer nämlich nicht sofort zum Reklamationsschalter am Flughafen geht, muss die Gepäckverspätung innerhalb von 21 Tagen anderweitig schriftlich oder in Textform geltend machen, sonst entfällt der Anspruch auf Schadensersatz ganz.


Den Ticketpreis können Sie nicht mindern. Jedoch schlage ich vor, selbst oder mit anwaltlicher Hilfe einen Schadenersatzanspruch geltend zu machen. Dabei wird man bei der Höhe den Wertzuwachs berücksichtigen, andererseits die Ausgaben als notwenig erachten müssen. In der Regel machen die Airlines ein Angebot zur Kompensation:es ist daher unschädlich, zunächst einen höheren Betrag anzusetzen. Bei einer dreiwöchigen Reise wird dieser Betrag deutlich höher anzusetzen sein, als bei einem "Wochenendtrip". In dem Schreiben an die KLM, bei der ich ggf. gerne helfe, wären sämtliche Umstände, Telefonkosten, Quittungen, Zeitaufwand, Ärger usw. illustrativ aufzuführen. Ich kann mir vorstellen, dort bis 1000 Euro anzusetzen, mindestens jedoch 600 Euro. Dies entspricht der Hälfte des Höchstbetrages und erscheint in Ihrem Fall nicht unangemessen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.Für eine Beauftragung können Sie mich einfach und direkt kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 26.04.2014 | 01:13

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