Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Körperverletzung durch Nasenbruch während eines provozierten Streites begangen - rechtliches Vorgehe

22. Mai 2008 20:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo!

Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Kurz zum Sachverhalt: mein Freund hat sich vor ca. einem Jahr mit einem Mann verbal gestritten (im Grunde ging es sich um eine Kleinigkeit. Der Mann jedoch (Zahnarzt (was er auch in diesem Streit mehrfach erwähnte)),stand damals auf und forderte meinen Freund auf, mit hinauszugehen und die "Sache" draußen zu klären. Damals belies es mein Freund dabei und ging nach Hause.

Nun hat er diesen Mann (gestern) auf der Straße wieder getroffen. Ein Wort ergab das andere, man kam sich nahe und mein Freund hat schneller reagiert und ihn geschlagen.

Der Mann (die Nase ist gebrochen) ist ins Krankenhaus gefahren und mein Freund, um zu erfahren wie es ihm geht, hinterher. Dort wurde dann die Polizei gerufen, die alles aufgenommen hat (neben Personalien auch Alkohltest: mein Freund hatte einen Promillewert von 1.4). Es gibt keine Zeugen.

Nun meine Fragen:
- wie geht man jetzt am besten vor (einen Rechtsanwalt kontaktieren)?
- was kann mein Freund erwarten (er ist nicht vorbestraft, ist auch noch nie sonst polizeilich in Erscheinung getreten)
- welche Schadensersatzansprüche kann der Mann geltend machen?

DANKE FÜR DIE HILFE IM VORAUS
Viele Grüße

Sehr geehrte Ratsuchende,

so wie Sie den Fall schildern, hat sich Ihr Freund wegen Körperverletzung gem. § 223 StGB strafbar gemacht.

Bei dem Straftatbestand der Körperverletzung handelt es sich um ein Antragsdelikt. Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft die Straftat Ihres Freundes grundsätzlich nur verfolgt, wenn das Opfer einen Strafantrag stellt. Diese Stellung des Strafantrages ist nicht mit der Anzeigenerstattung identisch. Einen solchen Strafantrag kann man auch nachträglich wieder zurücknehmen. Dann verfolgt die Staatsanwaltschaft den Fall nur weiter, wenn Sie ein besonderes öffentliches Interesse bejaht.

Man sollte also versuchen, zunächst das Opfer dazu zu bewegen den Strafantrag zurückzunehmen. Gelingt das nicht, dann wird die Staatsanwaltschaft entweder Anklage erheben oder den Erlaß eines Strafbefehls beantragen. In dem von Ihnen geschilderten Fall wird vom Gericht sehr wahrscheinlich eine Geldstrafe verhängt, da Ihr Freund ja nicht vorbestraft ist.

Möglicherweise lässt sich die Staatsanwaltschaft aber auch dazu bewegen, das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage einzustellen. Dies hätte den Vorteil, dass Ihr Freund weiter nicht vorbestraft wäre. Die Chancen für eine solche Einstellung stehen nicht schlecht, da das Opfer an der Tat ja nicht unschuldig ist und den Streit ebenfalls provoziert hat.

Daher würde ich an Ihrer Stelle einen Anwalt beauftragen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Leyrer
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 22. Mai 2008 | 21:20

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Sie haben uns schon mal sehr weitergeholfen.

Zwei Fragen hätte ich aber noch. Wenn es nur bei der Anzeigenerstattung bleibt, was ist denn dann?
Und da der Mann ja nicht im Krankenhaus stationär behandelt worden ist, können auch keine Schadensersatzsansprüche geltend gemacht werden? Ist das richtig.

vielen Dank!

Beste Grüße

Ergänzung vom Anwalt 22. Mai 2008 | 22:25

Sehr geehrte Ratsuchende,

Falls es lediglich bei der Anzeige bleibt, wird die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren nur dann einleiten, falls Sie das besondere öffentliche Interesse bejaht. Ob dies der Fall ist, müsste mit der Staatsanwaltschaft geklärt werden.

Das Opfer kann zivilrechtlich Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen. Auch wenn keine stationäre Aufnahme erfolgte, so sind dennoch Arztkosten entstanden. Falls das Opfer Schmerzensgeld verlangt, wird dieses wohl zwischen tausend und zweitausend € betragen.

Ziel muß es in diesem Fall sein, diesen Betrag zu reduzieren.

Ich hoffe, dass ich alle Ihre Fragen beantworten konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Leyrer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 22. November 2022 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97471 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr gute Arbeit, die durch aktuelle Rechtssprechung fundiert wurde und klar verständlich formuliert war. TOP! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gut erklärt ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
zu überall 5 Sterne hätte ich mir Detailsinfos erhofft. ...
FRAGESTELLER