Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Körperverletzung durch Nachbarn

| 30.06.2010 08:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrter Frau / Herr Rechtsanwalt,


ich benötige Ihren Rat in folgender Sache:

Zusammenfassung:
Bei der Eskalation eines nachbarschaftlichen Streits hat mich der Nachbar mittels eines Sprungs über den Zaun so verletzt, dass ich ein Hämatom am Kopf erlitten habe sowie seither an starken Rückenschmerzen leide. Der Nachbar hat erst die Polizei gerufen, dann die Körperverletzung begangen.
Bei der Polizei, die nach 20 Minuten anrückte, habe ich die
Körperverletzung angegeben. Von der Polizei habe ich mittlerweile eine Einladung bekommen, um den genauen Sachverhalt des Strafbestandes "Körperverletzung" aufzunehmen.
Jetzt hätte ich gerne Ihren Rat, wie ich weiter vorgehen soll.



Details:
Mit den Nachbarn haben wir ein denkbar schlechtes Verhältnis.
Am 25.6. haben die Nachbarn abends gegrillt.
Um 21:45, als die Nachbarn mit Grillen schon lange fertig waren, hat das Feuer in ihrem Feuer-Erdloch noch so gequalmt hat, dass es in unserem Haus gerochen hat wie in einer Räucherkammer.
Ich habe mir angeschaut, was da so qualmt, und habe die Nachbarn um ihr Haus herum gehen sehen.
Auf meine (nicht sehr freundliche) Nachfrage, warum da so qualmen muss, bekam ich die Antwort "Hast Du ein Problem?".
Ich habe dann begonnen das kokelnde Feuer mit dem Gartenschlauch zu löschen (Feuerstelle liegt ca. 5 m von unserem Zaun entfernt).
Der Nachbar hat sofort die Polizei angerufen ("...der Nachbar randaliert total ..."), während die Nachbarin an den Zaun kam und mich beschimpft hat. Nachdem der Nachbar sein Telefonat mit der Polizei beendet hatte, ist er für mich unbemerkt wutentbrannt angerannt gekommen, und mit gestrecktem Bein über den Zaun auf mich zugesprungen. Bei seinem Sprung muss er wohl mit dem Bein oder dem Arm einen Pfosten abgerissen haben,
der mir auf den Kopf geknallt ist. Von der Wucht des Aufpralls bin ich zu Boden gegangen, dabei unkontrolliert gefallen - vermutlich durch eine kurze Bewusstlosigkeit. Er stand dann direkt über mir, während ich mich zusammenkauerte, da ich mir sicher war, dass er jetzt auf mich eintritt. Er hat mich noch kurz als "Schwächling" beschimpft und ist dann wieder über den Zaun zurück in sein Grundstück.

Der Polizei, die ca. 20 Minuten später eintraf, habe ich das Geschehen erzählt, und Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt.

Die Polizei hat noch einen Alkoholtest gemacht (0,34 Promille durch 1,5 Bier), sich die Tatstelle angeschaut und mich gefragt, ob es Zeugen gibt.
Meine Frau hat die Tat zwar nicht gesehen, aber meinen Schmerzschrei gehört.
Direkt nach der Tat hatte ich ein Hämatom am Kopf, mittelschwere
Kopfschmerzen sowie starke Rückenschmerzen (durch den unkontrollierten Sturz). Im April 2008 hatte ich einen Bandscheibenvorfall, der seit über einem Jahr beschwerdefrei abgeheilt ist (Bescheinigung vom Arzt aus 10/2009 vorhanden). Jetzt habe ich wieder Symptome eines Bandscheibenvorfalls (starke Rückenschmerzen, Ziehen in der linken Wade).
Tags darauf bin ich ins Krankenhaus zur Behandlung. Dort wurde mir ein Hämatom am Kopf attestiert.

Mein geplantes weiteres Vorgehen:
1. Bandscheibenvorfall im MR abklären lassen (kostet mich ca. 300 € - bin privat KKV versichert mit 2000 € Selbstbeteiligung).
2. Zur Anhörung der Polizei alleine (ohne meine Frau als Zeugin) gehen, da meine Frau diesen Vorfall zu sehr belastet.
3. Den Strafantrag stellen, aber alles weitere einem Rechtsanwalt zu übergeben, sodass ich nicht weiter mit der Sache belastet werde.
4. Über den Rechtsanwalt auch ein Schmerzensgeld einfordern.

Fragen:
1. Sehen Sie das Vorgehen so als richtig an?
2. Können Sie mir andere oder weitere Schritte empfehlen?
3. Was kann mich die Angelegenheit kosten (Anwaltsgebühr etc.)?
4. Welches Strafmass schätzen Sie für den Nachbarn ein?

30.06.2010 | 08:54

Antwort

von


(562)
Mädewalder Weg 34
12621 Berlin
Tel: 030.56702204
Web: http://www.RafBB.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr geplantes Vorgehen ist grundsätzlich als richtig anzusehen. Sie könnten alternativ zum "abklären" der Verletzungen auch ein medizinisches Gutachten über die Verletzungen und die Kausalität der Verletzungen durch den Sturz und den Schlag mit dem Pfosten anfertigen lassen. Welche Kosten dadurch entstehen, sollten Sie vorher mit dem Gutachter klären.

Hinsichtlich der Kosten eines Rechtsanwalts ist zu unterscheiden zwischen der Vertretung im strafrechtlichen und im zivilrechtlichen Verfahren gegen Ihren Nachbarn.

Bei einem angenommenen Schmerzensgeld in Höhe von EUR 7.500 in Anlehnung an ein Urteil des OLG Saarbrücken vom 25.01.2005
AZ: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20U%2072/04" target="_blank" class="djo_link" title="4 U 72/04 (2 zugeordnete Entscheidungen)">4 U 72/04</a>-15/05 belaufen sich die Kosten eines von Ihnen beauftragten Rechtsanwalts für die außergerichtliche Vertretung und die Vertretung in der in der ersten Instanz auf ca. EUR 1.600 zzgl. ca. EUR 500 Gerichtskosten. In Falle des vollständigen Obsiegens hat Ihr Nachbar Ihnen alle Schäden die Ihnen durch den Unfall entstanden sind zu ersetzen. Dazu gehören neben Ihren Rechtsanwaltsgebühren idR auch die Kosten für ein medizinisches Gutachten, sodass Sie selbst keine Kosten zu tragen hätten.

Für die Vertretung im strafrechtlichen Verfahren gegen Ihren Nachbarn fallen Kosten zwischen EUR 400 und EUR 800 an, je nachdem in welchem Stadium das Verfahren gegen Ihren Nachbarn endet. Ein Teil der Kosten kann durch den Nachbarn ersetzt werden müssen.

Bei Ihrem Nachbarn handelt es sich nach Ihrer Schilderung um eine Körperverletzung.

Eine (einfache) Körperverletzung wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft; § 223 StGB: Körperverletzung .
Eine gefährliche Körperverletzung wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft; § 224 StGB: Gefährliche Körperverletzung . Die Gefährlichkeit könnte dadurch verwirklicht worden sein, dass die Körperverletzung mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs, mittels eines hinterlistigen Überfalls oder mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung erfolgte.
Fahrlässige Körperverletzung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft § 229 StGB: Fahrlässige Körperverletzung .

Welche Art der Körperverletzung bei Ihrem Nachbarn in Betracht kommt bzw. von der Statsanwaltschaft bewiesen werden kann, kann ohne Kenntnis der genauen Umstände seriös nicht beurteilt werden. Zu welcher Strafe Ihr Nachbar letztendlich verurteilt werden wird, kann daher nicht abschließend eingeschätzt werden, da dabei auch persönliche Umstände des Nachbarn, wie zum Beispiel Vorstrafen, Beachtung finden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.


Bewertung des Fragestellers 30.06.2010 | 10:35

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Bin sehr zufrieden!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Ingo Bordasch »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.06.2010
5/5,0

Bin sehr zufrieden!


ANTWORT VON

(562)

Mädewalder Weg 34
12621 Berlin
Tel: 030.56702204
Web: http://www.RafBB.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Familienrecht