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Körperverletzung an einem 14-jährigen


06.08.2006 00:54 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte RAe,

hiermit bitte ich Sie mir bei meiner Frage weiterzuhelfen.

Heute Abend gegen 19:00 Uhr ereignete sich folgender Vorfall.
Mein 11-jähriger Sohn kam heulend (richtig histerisch) außer sich nach Hause und schrie, daß er von mehreren jugendlichen geschlagen wurde und sie wären gerade dabei meinen anderen Sohn, der 1 Jahr älter ist, zusammenzuschlagen. Daraufhin eilte ich zu dem Tatort, der ca. 25 Meter von meinem Haus entfert ist. Als ich am Tatort ankam, konnte ich schon von weiten die versammelte Gruppe um meinen Sohn sehen. Als mein Sohn mich angerannt sah, schrie er mir entgegen:" Papa, hilf mir bitte, sie schlagen mich." Ich habe mich in die Menge gestürzt, dabei bin ich ausgeruscht und habe einen der Jungs mit dem Fuß an seinem rechten Bein erwischt, was nicht meine Absicht war. Ich wollte die Jungs nur auseinanderbringen.

Sofort danach habe ich mich bei dem Jungen entschuldigt, und habe ihm gesagt, daß es nicht meine Absicht war ihn zu treffen.
Er antwortete, es sei nicht so schlimm, dann sind wir (ich, meine Söhne und der betroffene Junge) wieder auf den Heimweg aufgebrochen. Die Mutter des Jungen kam uns schon entgegen, und schrie ohne größeres Nachfragen " Ich zeige dich an." Alle Erklärungsversuche meinerseits sind gescheitert. Auch später als die Polizei da war, wollte ich mit ihr reden, aber sie ließ es nicht zu. Der Notarzt war auch da, als er wieder weggefahren ist, ist die Mutter mit dem Kind ins Krankenhaus gefahren.

Nun bin ich wegen Körperverletzung angezeigt. Das Schlimme daran ist, daß ich vor ca. 6 Monaten bei einem Autounfall einen Motorradfahrer angefahren habe, auch hier wurde ich wegen Körperverletzung angezeigt und zu 600 Euro Strafe verurteilt.

Meine Fragen:
1. Was habe ich jetzt als "Wiederholungstäter" zu erwarten?
2. Wie kann ich mich gegen die derzeitige Anzeige währen, unter Berücksichtigung der Tatsache, daß es nicht absichtig war. Ich, Vater von 2 Kindern würde niemals ein Kind schlagen.

Vielen Dank für Ihre Hilfestellung im Voraus!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Vor dem Hintergrund Ihrer Sachverhaltsschilderung kann ich nicht erkennen, dass Sie sich einer Körperverletzung nach § 223 StGB schuldig gemacht haben, da in subjektiver Hinsicht der Vorsatz der Tatbegehung nicht vorliegt.

Somit verbleibt allenfalls eine fahrlässige Körperverletzung, die nach § 229 StGB strafbar ist, wenn durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht wird.

Fahrlässig handelt, wer den Tatbestand eines Strafgesetzes infolge ungewollter Verletzung einer Sorgfaltspflicht verwirklicht und dies pflichtwidrig nicht erkennt oder dies zwar für möglich hält, aber pflichtwidrig darauf vertraut, dass der Erfolg nicht eintreten werde.

Das Dazwischentreten in die versammelte Menge/Gruppe stellt bereits keine Pflichtwidrigkeit, da Sie - aufgrund der Informationen durch Ihren anderen Sohn - Ihrem Sohn helfen wollten.
Darüber hinaus war für Sie nicht voraussehbar, dass Sie ausrutschen und einen in der Nähe befindlichen Jugendlichen am Bein treffen.

Infolge Ihrer Situationsbeschreibung haben Sie sich nach meiner Einschätzung nicht strafbar gemacht.
Gleichwohl müssen Sie die Ermittlungen abwarten, da Sie davon ausgehen müssen, dass die Polizei an der Schlägerei beteiligte Jugendliche als Zeugen vernehmen wird.

Für den Fall, dass die Zeugenaussagen mit Ihrer Einlassung nicht korrespondieren, sollten Sie sich durch einen Strafverteidiger vertreten lassen, um eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sache gegeben habe und verbleibe


mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -
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