Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Körperverletzung / Schmerzensgeld

| 05.07.2015 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Schmerzensgeld wegen Körperverletzung

Eine etwas heikle Sache, da es um Ansteckung von Feigwarzen geht.

Sachverhalt - Ende 2013 ist mir etwas blumenkohlartiges am Gaumenzäpchen gewachsen. Ich habe es nur dadurch gemerkt, weil ich immer würgen musste und beim Nachsehen dieses Gewächs seh, das auf der Zunge auflag und dadurch das Zäpchen gereizt hat ( Würgegefühl)

Bei einem HNO- Arzt Termin, hat er es entfernt und eingeschickt .
Er meinte ich solle einen Termin in einer Woche vereinbaren, da wäre das Ergebniss da.

Es war erst nach 8 Tagen da, aber immerhin erfuhr ich telefonisch, dass es nicht bösartig war.
Beim nächsten Termin sagte mir der Arzt, es wäre etwas entzündliches gewesen, aber nicht bösartig. ( Hatte seit Wochen eine Nebenhöhlenentzündung)

Mir vielen bei meinem Sexpartner im Intimbereich 3 Erhebungen auf, die ebenfalls eine blumenkohlartige Struktur hatten.

Das ging mir nicht aus dem Kopf, also fragte ich ende vom Hahr bei ihm nach.
Er meinte das wäre harmlos, nicht ansteckend und er hätte schon mal solche Erhebungen gehabt, die damals vereißt worden sind.

Im laufe der Zeit, wurden wir ein Paar und im Januar 2015 sagte ich er soll sich mal um diese Erhebungen kümmern, da sie großflächiger wurden.
Im Februar wurde klar, dass es Feigwarzen sind ( HPV) und übertragber ( Schmierinfektion).
Er wusste es aber nicht, dass es übertragbar ist, da der Arzt ihm damals bei der Vereisung nichts davon gesagt hat.
Da meinte ich noch locker, dass ich wohl zu den Personen gehöre, die keine entwickeln.

Anfang Juni haben wir uns getrennt und mir ging alles nochmal durch den Kopf - unter anderem auch, dass ich mir damals nicht die Diagnose vom Labor geben lassen habe.
Ich habe bei ihm nachgefragt, ob er wirklich nichts von der Ansteckung wusste und ich dafür einen Beleg brauche. Z.B. ein Besuch bei seinem damaligen Arzt, dass er keine Gewebeprobe eingeschickt hat.
Hat er nie darauf reagiert und den Kontakt abgebrochen, als ich darauf beharrt habe.

Nun war ich am 1 Juli bei HNO- Arzt und habe mir eine Kopie von der Analyse geben lassen.
Leider war mein Verdacht richtig - dieses Gewächs damals an meinem Gaumenzäpchen waren Feigwarzen ( was sehr selten vorkommt)

Durch Schriftverkehr kann ich belegen, dass wir Ende 2013 ein Gespräch wegen den Warzen hatten und er es als harmlos dagestellt hat.
Ebenfalls kann ich schriftlich belegen, dass wir Intimverkehr vorher hatten.
Das Ergebniss, dass die Klinik im Februar Feigwarzen bei ihm festgestellt hat und sie übertragbar sind - WhatsApp Verlauf

Meine Fragen nun hierzu:

- Kann ich Schmerzensgeld geltend machen?

- Wenn ich eine Anzeige wegen Körperverletzung mache, wird sie evtl. eingestellt, ist also eine Privatklage sinnvoller?

- Muss ein Arzt auch bei einer Privatklage die Ärzliche Schweigepflicht auflösen?

Mir ist es vor allem wichtig, ob er vorher schon von der Ansteckung gewußt hat und billigend in Kauf genommen hat mich anzustecken.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Anspruch auf Schmerzensgeld ist gegeben. Allerdings haben Sie ein BeweisProblem. Der Arzt wird sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht berufen. Nur der Patient kann ihn davon entbinden, was er kaum machen wird. Die Staatsanwaltschaft wird die Sache eher einstellen und verweist Sie auf Privatklageweg. Man kannjedoch versuchen und hoffen dass der Ex als Wiedergutmachung ohne Anerkennung der Rechtpflicht einen x Betrag zahlt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 05.07.2015 | 20:09

Sehr geehrte Liubov Zelinskij-Zunik,

ich dachte der Privatklageweg / Schmerzensgeldklage ist einem verwehrt, wenn eine Anzeige eingestellt wird?

Er hat mir selbst geschrieben,dass seine Warzen ansteckend sind und die in der Hautklinik gesagt haben, dass ich mich dahingehend untersuchen lassen soll. Genügt das nicht als Beweis?

Mit freundlichen Grüßen T.M.W.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.07.2015 | 20:26

Sehr geehrte Fragestellerin,
gerne beantworte ich Ihre Nachfragen:
1. ich dachte der Privatklageweg / Schmerzensgeldklage ist einem verwehrt, wenn eine Anzeige eingestellt wird?


Nein, Sie können die Strafanzeige erstatten und den Strafantrag stellen. Die StA nimmt die Ermittlungen auf. Sie kann dann Sie auf Privatklageweg verweisen. Dann können Sie eine Privatklage erheben.
㤠376 StPO
[Anklageerhebung bei Privatklagedelikten]

Die öffentliche Klage wird wegen der in § 374 bezeichneten Straftaten von der Staatsanwaltschaft nur dann erhoben, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt."

Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren
(RiStBV)
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_01011977_420821R5902002.htm
Link muss in Browser kopiert werden
„87
Verweisung auf die Privatklage

(1) Die Entscheidung über die Verweisung auf den Privatklageweg trifft der Staatsanwalt. Besteht nach Ansicht der Behörden oder der Beamten des Polizeidienstes kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, so legen sie die Anzeige ohne weitere Ermittlungen dem Staatsanwalt vor.

(2) Kann dem Verletzten nicht zugemutet werden, die Privatklage zu erheben, weil er die Straftat nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten aufklären könnte, so soll der Staatsanwalt die erforderlichen Ermittlungen anstellen, bevor er den Verletzten auf die Privatklage verweist, z.B. bei Beleidigung durch namenlose Schriftstücke. Dies gilt aber nicht für unbedeutende Verfehlungen."

2. Er hat mir selbst geschrieben,dass seine Warzen ansteckend sind und die in der Hautklinik gesagt haben, dass ich mich dahingehend untersuchen lassen soll. Genügt das nicht als Beweis?

Wenn er das nicht bestreitet schon. Er kann aber das bestreiten und sagen, dass hat er nicht geschrieben.

Ich würde mit der Strafanzeige anfangen und seine Reaktion testen. Man kann evtl. vorher versuchen, ihn schriftlich zur Zahlung aufzufordern und eine Strafanzeige in Aussicht stellen. Eine Körperverletzung ist eindeutig gegeben.

Freundliche Grüße aus München
Zelinskij

Bewertung des Fragestellers 05.07.2015 | 22:58

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die Beratung, sie ringt mich weiter."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 05.07.2015 4,6/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70047 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle und fundierte Antwort bei einem komplexen Thema. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER