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Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsentzug von Kindern

| 10.10.2014 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ist die Wiederaufnahme eines Ermittlungsverfahrens in diesem Fall möglich:

Zwischen 2011 und 2013 schlug mein Lebensgefährte meinen Sohn, beleidigte ihn und fesselte ihn.

Auch meine Tochter und mich hat er geschlagen und verletzt. Sie war zu dem Zeitpunkt gerade volljährig. Wir hatten ihn damals angezeigt
Es liegen auch Atteste einer Ärztin darüber vor.

Da ich nicht in der Lage war, mich von meinem Lebensgefährten zu trennen, nahm ich die Anzeige wieder zurück. Meiner Tochter drohte er, dass "etwas Schlimmes passieren würde", wenn die Verfahren gegen ihn ausgingen.
Bei einer Vernehmung durch die Polizei verharmloste sie die Angelegenheit. Doch tatsächlich fand alles so statt, wie sie es unmittelbar nach den Vorkommnissen aufgeschrieben hatte. Diese Aufzeichnungen lagen den Ermittlungsbehörden vor.

Weil wir nicht ausgesagt haben, wurde das Verfahren meines Wissens eingestellt.

Meine Familie und ich sind jetzt bereit, darüber zu sprechen. Auf welche Weise lässt sich das Ermittlungsverfahren wieder aufnehmen? Ist das überhaupt möglich? Was muss man unternehmen?
Aufgrund des Alters meines Sohnes möchte ich nicht, dass er ohne anwaltliche Unterstützung befragt wird.
Wie sollte man jedoch zunächst vorgehen - auch um Kosten zu sparen?

Sehr geehrte Ratsuchende,

sollte es damals zur Einstellung gekommen sein, bedeutet es, dass die Behörden unter Berücksichtigung der damals vorliegenden Beweismöglichkeiten nicht ausgereicht haben. Es wird aber auf die genaue Einstellung ankommen.

Wenn nun offenbar neue (richtigstellende) Beweise vorliegen, könnte ein neues Verfahren eingeleitet werden.

Die Verjährung ist nach Ihrer Schilderung noch nicht eingetreten.

Es muss also ein neuer Strafantrag gestellt werden. Alle neuen Beweise müssen vorgelegt werden.

Für den Sohn kann ein sogenannter Opferanwalt tätig werden. Hierfür kann Prozesskostenhilfe beantragt werden.

Sie sollten daher erneut eine Strafanzeige erstatten und nunmehr auch die neuen - richtigestellenden - Beweise anführen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2014 | 13:08

Ganz herzlichen Dank für Ihre hilfreiche Antwort, die ich positiv bewerten werde. Danke!
Eine Frage noch: Riskiert meine Tochter eine Strafe, da sie bei der Polizeivernehmung ausweichend antwortete und ihre schriftlichen Ausführungen dabei "verharmloste"? Ohnehin hat ihr der Polizeibeamte wohl damals nicht geglaubt, aber mir täte das sehr leid, denn dann wäre sie ja sozusagen doppelt gestraft.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2014 | 13:11

Sehr geehrte Ratsuchende,

nein, diese Gefahr besteht nicht. Ihrer Tochter kann keine Strafe angelastet werden.

Ich wünsche alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 10.10.2014 | 13:15

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 10.10.2014 5/5,0
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