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Könnte ich ein gegen mich gerichtetes Testament anfechten?


| 18.06.2007 19:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

vor einigen Jahren gab mir meine 85 jährige, kranke Mutter
ihre Hausschlüssel um bei ihr nachsehen zu können. Meine
Mutter lebt mit meinem Halbbruder in einem Einfamilienhaus
zusammen und hat das Nießbrauchrecht. Die regelmäßigen wöch-
entlichen Besuche wurden auch vom Bruder akzeptiert.
Vor drei Wochen rief meine Mutter bei meiner Frau an und forderte
die Schlüssel mit der Begründung zurück,sie habe Angst vor mir,
ich wolle ihr etwas Böses antun und sie würde mich enterben.
Diese Woche wollte ich die schlüssel zurückbringen und stellte
fest daß die Schlösser ausgetauscht wurden.
Nun meine Frage: Wie soll ich mich verhalten,könnte ich ein gegen
mich gerichtetes Testament wegen Motivirrtums anfechten.

Mit freundlichen Grüßen
18.06.2007 | 20:03

Antwort

von


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82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Der Testierende – also Ihre Mutter- ist zunächst frei zu entscheiden, wem sie etwas vererben will.

2.Wenn sie sich entscheidet, an Ihrer Stelle eine andere Person als Erben einzusetzen, erhalten Sie als ihr Sohn den Pflichtteil, was der Hälfte des gesetzlichen Erbteils entspricht.

3.Sollte Ihre Mutter Anhaltspunkte dafür haben, dass Sie ihr tatsächlich „nach dem Leben trachten“, kann sie Ihnen auch den Pflichtteil entziehen. Jedoch müssen hierfür stichhaltige Beweise vorliegen, § 2333 BGB.

4.Zu Lebzeiten können Sie dieses Testament nicht anfechten. Das wäre nach dem Ableben möglich. Jedoch müssen Sie dann nachweisen, dass das Testament unter Täuschung eines Dritten zustande gekommen ist. Ein „Motivirrtum“, den es tatsächlich im Gesetz gibt, reicht dafür nicht aus.

5.Sie sollten versuchen, gemeinsam mit einer neutralen Dritten Person gemeinsam mit Ihrer Mutter zu klären, was eigentlich vorgefallen ist. Vielleicht hat sie etwas mißverstanden und sich so in ihrem Ärger über Sie zu einer Änderung des Testaments hinreißen lassen. Auch sollte abgeklärt werden, dass es Ihrer Mutter geistig und körperlich gut geht und nicht aufgrund von Altersdemenz oder ähnlichem von Ihrer Seite gehandelt werden soll.

Gerne beraten wir Sie in dieser Angelegenheit oder empfehlen Ihnen einen in Mediation tätigen Kollegen, der Sie bei Gesprächen unterstützen kann.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

info@anwaeltin-heussen.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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