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Können wir die Zweitwohnung wie bisher mit der Doppelten Haushaltsführung steuerlich geltend machen?


| 25.10.2007 22:34 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Folgender Sachverhalt:
Wir haben für meine Frau eine Zweitwohnung am Arbeitsort, die vom FA anerkannt und über die "Doppelte Haushaltsführung" seit zwei Jahren geltend gemacht wird.
Nun haben unsere 2 Kinder die Schule gewechselt, da die in unserem Bundesland eingeführten Leistungs- & Begabtenklassen nur an einer Schule im Landkreis angeboten werden. Diese Schule befindet sich am Arbeitsort meiner Frau. Um den Kinder die lange Fahrzeit zur ersparen wohnen sie so mit in der Zweitwohnung (im Grunde wie im Internat). Unsere Hauptwohnung (Eigenheim/Bauernhof auf dem Dorf) ist weiterhin der Lebensmittelpunkt, da hier weiterhin die Familie zusammen wohnt und lebt (außerhalb der Schulzeiten) und auch der größte Teil der Freizeit verbracht wird.
Können wir so die Zweitwohnung wie bisher mit der Doppelten Haushaltsführung steuerlich geltend machen?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Entscheidend für die steuerliche Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung ist die berufliche Veranlassung der Aufsplittung des einheitlichen Familienhaushalts auf zwei Haushalte. Ist die berufliche Veranlassung weiterhin gegeben, ist es unerheblich, dass mit dem auswärtigen Schulbesuch Ihrer Kinder nunmehr ein weiterer, privater Grund für das Führen des Zweithaushalts hinzutritt. Voraussetzung ist allerdings, dass sich, wie von Ihnen beschrieben, Ihr gemeinsamer Lebensmittelpunkt nach wie vor in der Hauptwohnung befindet und nicht an den Beschäftigungsort Ihrer Ehefrau verlagert wird (vgl. Niedersächsisches FG vom 14.3.1997, EFG 1997 S. 951).

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2007 | 17:55

Sehr geehrter Herr Schroers,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Können wir, wenn ein privater Grund für das Führen des Zweithaushaltes hinzu kommt, die Kosten in voller Höhe absetzen oder ist eine Aufteilung der Kosten in beruflich und privat bedingte nötig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2007 | 20:18

Sehr geehrter Fragesteller,

gemäß R 43 Abs. 2 Satz 3 LStR 2005 steht auch die Mitnahme des nicht berufstätigen Ehegatten an den Beschäftigungsort der beruflichen Veranlassung einer doppelten Haushaltsführung nicht entgegen. Das Zusammenleben mit dem Ehegatten in der Zweitwohnung ist für die Anerkennung der doppelten Haushaltsführung dann so lange unschädlich, wie die Zweitwohnung nicht zum neuen Lebensmittelpunkt wird. Es ist mir keine Entscheidung der Finanzgerichtsbarkeit bekannt, nach der in solchen Fällen eine Aufteilung der Kosten in einen beruflich und einen privat veranlassten Anteil vorzunehmen ist. Nichts anderes kann gelten, wenn nicht der Ehegatte, sondern die Kinder des Steuerpflichtigen die Zweitwohnung mitbenutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Achim Schroers

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