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Kűndigung der Berufsausbildung

01.11.2018 11:16 |
Preis: 49,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Berufsausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsgesetz können in der Probezeit jederzeit ohne Angabe von Gründen schriftlich gekündigt werden.

Ausbildende Betriebe müssen über geeignete Ausbilder nach der Ausbilder-Eignungsverordnung 2009 verfügen.

Ich habe gestern meine Kűndigung erhalten. Es wurde innerhalb der Probezeit gekűndigt. Allerdings wurde auch meine Ausbildern gekűndigt. Natűrlich haben die mir keinen Grund genannt weshalb ich gekűndigt wurde. Ich frag mich halt nur ob die mich gekűndigt haben weil die Ausbilderin gekűndigt wurde und halt sonst keiner da ist der ein Ausbilderschein hat
01.11.2018 | 13:06

Antwort

von


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Bertha-von-Suttner-Straße 9
37085 Göttingen
Tel: 0551 707280
Web: http://rkm-goettingen.de/gero-geisslreiter-verwaltungsrecht
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Berufsausbildungsverhältnis beginnt mit der Probezeit, die mindestens einen Monat muss und höchstens vier Monate betragen darf (§ 20 des Berufsbildungsgesetzes - BBiG). Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden (§ 22 Abs. 1 BBiG). Kündigungsgründe müssen von Gesetzes wegen bei einer Kündigung in der Probezeit nicht angegeben werden. Die Schriftform ist einzuhalten.

In dem Betrieb dürfen Sie nur ausgebildet werden, wenn es dort einen Ausbilder mit "Ausbilderschein" gibt (d.h., die Person muss die Voraussetzungen der Ausbilder-Eignungsverordnung - AusbEignV 2009 erfüllen). Dazu heißt es in § 28 Abs. 1 und 2 BBiG:

§ 28 Eignung von Ausbildenden und Ausbildern oder Ausbilderinnen
(1) Auszubildende darf nur einstellen, wer persönlich geeignet ist. Auszubildende darf nur ausbilden, wer persönlich und fachlich geeignet ist.
(2) Wer fachlich nicht geeignet ist oder wer nicht selbst ausbildet, darf Auszubildende nur dann einstellen, wenn er persönlich und fachlich geeignete Ausbilder oder Ausbilderinnen bestellt, die die Ausbildungsinhalte in der Ausbildungsstätte unmittelbar, verantwortlich und in wesentlichem Umfang vermitteln.

Damit ist es Ihrem Ausbildungsbetrieb b.a.w. verboten, Sie auszubilden, wenn es keinen fachlich geeigneten Ausbilder mehr gibt.

Offensichtlich möchte Ihr Ausbildungsbetrieb hier keine Übergangslösungen suchen, was ja auch objektiv nicht ganz einfach ist. Ich empfehle Ihnen, schnellstens Kontakt aufzunehmen mit der zuständigen Handwerkskammer bzw. Industrie- und Handelskammer, um Lösungen zu suchen, wie Sie die Ausbildung fortsetzen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter

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