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Klopfgeräusche in Heizung


17.08.2006 17:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir bewohnen eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Leider klopft ständig am Morgen in unserem Schlafzimmer und im Kinderzimmer die Heizung, mal lauter, mal leiser, jedes Mal dauert es mehrere Minuten. Das Klopfen ist häufig so laut, dass wir davon aufwachen. Dabei ist es gleich, ob der Heizkörper an ist oder nicht. Ich habe sowohl die Hausverwaltung als auch den Verwaltungsbeirat darüber informiert. Die Heizungsfirma behauptet, dass das Klopfen durch einerseits Erneuerungen in der Heizungsanlage und andererseits durch Eigentümer selbst angebrachte Heizkörper verursacht wird. Die Heizungsrohre würden hierdurch schwingen und aneinander schlagen, so das es eben zu diesen Klopfgeräuschen kommt. Abhilfe würde nur das Aufstämmen des Boden bringen und eine anschließende Lagerung der Rohre auf Teflon. Dies ist für uns alles sehr unbefriedigend, da wir von der Vorbesitzerin nicht auf diesem Mangel hingewiesen worden sind und eine Abhilfe des Problems nicht in Sicht ist.

Kann ich verlangen, dass eine Andere Heizungsfirma die Heizungsanlage checkt und ggfs. die Anlage austauscht? Oder kann ich gegen die Hausverwaltung bzw. Hausgemeinschaft einen Schadensersatzanspruch geltend machen, wenn die Ursache tatsächlich nicht behoben werden kann? Als Mieter könnte ich ja auch eine Mietminderung vornehmen.
Sehr geehrter Fragesteller,

Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage summarisch wie folgt:


1. Die Rohre der Heizungsanlage gehören zum Gemeinschaftseigentum. Wenn sich hier einen Schaden oder Mangel zeigt, ist die Hausgemeinschaft verpflichtet, diesen beseitigen zu lassen. Zuvor muss die Ursache ermittelt werden. Dies ist offenbar in Ihrem Fall geschehen, da wohl auf Veranlassung der Verwaltung eine Heizungsfirma mit der Überprüfung beauftragt wurde.

Ich kann verstehen, dass die Auskunft dieser Firma für Sie unbefriedigend ist, weil die Beseitigung der Mängel mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden ist. Solange Sie aber keine begründeten Zweifel daran haben, dass diese Auskunft falsch ist, haben Sie auch keinen Anspruch darauf, dass eine andere Firma hier abermals tätig wird und dann gegebenenfalls einschreitet. Sie können aber verlangen, dass die als Ursache erkannten Zustände beseitigt werden – auf Kosten der Gemeinschaft.

Sie können auch eine fachgerechte Reparatur verlangen, wobei ein Austausch nur dann beansprucht werden kann, wenn dieser zwingend notwendig ist. Sofern die von der Heizungsfirma vorgeschlagene Art und Weise der Mängelbeseitigung ausreichend ist, haben Sie keine weiteren Ansprüche auf eine andere Art.


2. Schadenersatzansprüche können Sie gegen die Hausgemeinschaft nicht geltend machen, solange man sich dort nicht gegen eine vernünftige Reparatur wehrt. Solange Sie die Wohnung selbst bewohnen, haben Sie keinen Schaden. Anders wäre es nur dann, wenn Sie die Wohnung vermieten würden und Ihr Mieter dann eine Mietminderung vornimmt. Eine Reduzierung oder Zurückhaltung des Hausgeldes kommt hier ebenfalls nicht in Betracht.

Eine Lösung Ihres Problems ist nur so möglich, indem sich sich an die Hausverwaltung wenden und diese auffordern, alles Notwendige zur Beseitigung des Zustandes zu unternehmen.

Ob Sie gegebenenfalls Ansprüche gegen den Voreigentümer haben, richtet sich danach, ob dieser Ihnen den Mangel, wenn er ihn gekannt hat, arglistig verschwiegen hat.

Mit freundlichen Grüßen

R. Pössl
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