Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kleinunternehmerregelung, Grenze überschritten

12.02.2019 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Hallo,

ich habe im Jahr 2013 ein Gewerbe angemeldet und bis 2018 maximal jährlich 6000 € Umsatz gemacht.
Da es nur ein kleiner Nebenverdienst neben dem Studium sein sollte, habe ich die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen.

2013: 1200 €
2014: 1400 €
2015: 2000 €
2016: 4000 €
2017: 5900 €
2018: 24000 €

Die zahlen sind grob dargestellt.
Im Jahr 2018 ist meine Auftragslage gestiegen, (Endstadium des Studiums)

Ein Mitarbeiter des Finanzamtes teilte mir heute mit ich müsse für 2018 rückwirkend Umsatzsteuer nachzahlen.

Ich war etwas verdutzt, da ich davon ausgegangen bin, dass ich wenn ich in 2018 unter 50000€ Umsatz bleibe und im Vorjahr unter 17500 € war, (was ja der Fall ist) in 2018 die Kleinunternehmerregelung immer noch für mich gilt. (§ 19 UStG )

Dass ich ab 2019 keinen Kleinunternehmer-Status mehr habe ist klar.

Aber für 2018 habe ich auch keine Mehrwerts-Steuer auf meinen Rechnungen ausgewiesen, da ich ja in 2017 unter der Grenze von 17500 € geblieben bin und nicht abzusehen war, dass sich der Umsatz erhöht.

Der Mitarbeiter wirkte auf mich auch nicht so recht kompetent und fand trotz längerem Suchen auch den zuständigen Paragraphen nicht. Er meinte einfach, das ist so.

Kann ich die Angaben des Mitarbeiters des Finanzamtes ignorieren?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.„Ich war etwas verdutzt, da ich davon ausgegangen bin, dass ich wenn ich in 2018 unter 50000€ Umsatz bleibe und im Vorjahr unter 17500 € war, (was ja der Fall ist) in 2018 die Kleinunternehmerregelung immer noch für mich gilt. (§ 19 UStG )".
Das stimmt SO nicht. Denn zusätzlich muss dazu kommen, dass Sie aufgrund einer seriösen Einschätzung zu Beginn des Jahres 2018 keinen Umsatz von mehr als 50.000 erwarten durften. Daher müssen Sie dem FA vortragen:
„Ich habe die Steuerbefreiung für Kleinunternehmer im 2018 nicht verloren, weil laut meiner Einschätzung zu Beginn des Jahres eindeutig vorhersehbar war, dass ich den Grenzwert von 50.000 EUR nicht überschreiten werde. Ich habe keine große Aufträge gehabt oder erwartet, ich habe lediglich …% mehr Zeit investieren können …"
2. „Dass ich ab 2019 keinen Kleinunternehmer-Status mehr habe ist klar".
Tipp: Es geht jedoch auch anders. Steht bereits zu Jahresbeginn fest, dass nach Überschreitung der 17.500-Euro-Grenze diese Grenze vorerst nicht mehr überschritten wird, kann beim Finanzamt ein Antrag gestellt werden, der die Kleinunternehmer ausnahmsweise weiterhin erlaubt (§ 148 AO in Verbindung mit BFH-Urteil v. 18.10.2007, Az. VB 164/06).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 12.02.2019 | 13:20

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort

'Daher müssen Sie dem FA vortragen:
„Ich habe die Steuerbefreiung für Kleinunternehmer im 2018 nicht verloren, weil laut meiner Einschätzung zu Beginn des Jahres eindeutig vorhersehbar war, dass ich den Grenzwert von 50.000 EUR nicht überschreiten werde. Ich habe keine große Aufträge gehabt oder erwartet, ich habe lediglich …% mehr Zeit investieren können …"'

Kann ich das dem Finanzamt jetzt noch vortragen (evtl mit der Steuererklärung) oder hätte ich das schon in 2018 machen müssen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.02.2019 | 13:33

... gerne,
ja, Sie können jetzt vortragen.
Freundliche Grüße aus München
Zelinskij

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90193 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Anfrage wurde kurz und präzise zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super, danke für die schnelle und ausführliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell, kurz, prägnant, verständlich --> binz gänzlich zufrieden ...
FRAGESTELLER