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Kleinunternehmen , Überbrückungsgeld


| 07.07.2005 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo ,

ich habe seit 2 Jahren einen 400 Euro Job auf Basis geringfügiger Beschäftigung und ich habe vom Arbeitsamt nach dem ich fast ein Jahr arbeitslos war , vom 22.11.04 bis 22 11.05 einen Existenzgründerzuschuß erhalten der jetzt ausgelaufen ist .
Mein Geschäft ( Ich montiere Garagen und Hoftorantriebe ) läuft aber noch mehr als mäßig . Mit den Einahmen die ich habe kann ich noch nicht mal die Sozialversicherung bezahlen .
Ich erwarte erst zum 1. November diesen Jahres eine Verbesserung wenn ich in den Gelben Seiten drin stehe .

Um diese Zeit zu überbrücken sehe ich im Moment diese 2 Möglichkeiten :

 Ich melde mein Gewerbe ab , um mich bei meiner Frau mitsozialversichern zu können, und melde das Gewerbe zum 1. November wieder an , aber als Kleingewerbe da ich auch dann wahrscheinlich höchstens 800 Euro Gewinn /mon machen werde .
Oder aber
 Ich versuche meinen Arbeitgeber bei dem ich meine geringfügige Beschäftigung ausübe davon zu überzeugen das er meinen 400 Euro Job in einen Job umwandelt , der, der neuen Gleitzonenregelung entspricht , so das ich dann über den Gleitzonen Job sozialversichert wäre um dann mein Gewerbe auf Kleingewerbebasis weiterführen zu können .

Was können Sie mir raten ?
Kommt eine dieser beiden Maßnahmen für mich in Betracht, um die für mich im Moment sehr hohen Sozialversicherung etwas zu reduzieren ?

Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen .

Mit freundlichen Grüßen

EJ
Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst möchte ich auf einige Punkte hinweisen, die vielleicht im Rahmen der Nachfragemöglichkeit geklärt werden könnten.

Als Überschrift Ihrer Frage haben Sie den Begriff Überbrückungsgeld genannt. Im Sachverhalt teilen Sie mit, dass Sie von Nov.2004 bis Nov.2005 einen Existenzgründerzuschuss erhalten, der jetzt aber auslaufe, obwohl dieser doch nach Ihren Angaben für ein Jahr bewilligt worden ist.

Ich gehe zunächst davon aus, dass Sie Überbrückungsgeld erhalten habe, was nach 6 Monaten ausläuft, so wie Sie es auch mitteilen. Nur in diesem Fall ist ja der Zeitraum bis November zu überbrücken.

Sie können natürlich Ihr Gewerbe abmelden und sich über Ihre Ehefrau versichern.

Das könnte aber für die weitere Entwicklung Ihres Geschäftes von Nachteil sein, wenn Sie der Auffassung sind, dass eine positive Entwicklung zu erwarten ist. Dann ist es sicher nicht sinnvoll das Gewerbe abzumelden und wieder neu anzumelden.

Da ich das Einkommen Ihrer Frau nicht kenne, weise ich zumindest auf die Möglichkiet der Beantragung von ALG II hin, wenn Sie Ihr Gewerbe abmelden. Sie wären dann bei Bewilligung versichert. Ob die Bewilligung aber in Betracht kommt, kann ich ohne weitere Angaben des Einkommens Ihrer Frau, Wohnkosten etc. nicht beurteilen.

Das Einkommen aus Ihrer Beschäftigung wird dabei natürlich auch zum Teil angerechnet.

Sie können natürlich auch Ihren Arbeitgeber dazu bewegen ein Arbeitsentgelt im Bereich der Gleitzone zu zahlen. Dann wären Sie zumindest sozialversichert. Sie müssen dabei aber aufpassen, dass Sie mit sonstigen Einkünften den Rahmen der 799,00 EUR nicht überschreiten.

Sollten Sie wie im Text ein Existenzgründerzuschuss erhalten haben möchte ich noch folgende Ausführungen machen.

Eine andere Möglichkeit ist die, die Verlängerung des Existenzgründerzuschusses zu erreichen. Natürlich müssen Sie dabei erneut die Voraussetzungen darlegen. Dieses könnte in Ihrem Fall vielleicht schwierig werden, wenn Sie auführen, dass die Einnahmen sehr gering sind. Sollte es aber gelingen, eine positive wirtschaftliche Entwicklung darzulegen, von der Sie ausgehen, könnte auch eine Verlängerung in Betracht kommen.

Grundsätzlich ist die kostengünstigste Variante die Versicherung über Ihre Frau oder die Bewilligung von ALG II. Ob dieses wirtschaftlich sinnvoll für das Fortkommen Ihres Gewerbes ist, wenn Sie dieses jetzt abmelden, wage ich zu bezweifeln. Offensichtlich sind Sie im Begriff diesen Betrieb aufzubauen und dann wäre es nicht sinnvoll diesen jetzt wieder abzumelden.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2005 | 21:12

Sehr geehrte Frau True-Bohle ,

vielen Dank für die schnelle , ausführliche und plausible Rückantwort . Ja mit dem Datum hatte ich mich vertan .Danke für den Hinweis .
Ich habe natürlich auch wenig Lust alles hinzuschmeißen , nachdem ich schon soviel angekurbelt habe . Ich denke jetzt , das es für mich die einfachste Lösung wäre , meinen Arbeitgeber dazu bewegen ein Arbeitsentgelt im Bereich der Gleitzone zu zahlen. Zumindest knapp über den 400 Euro .
Können Sie mir das mit den sonstigen Einkünften die den Rahmen der 799,00 EUR nicht überschreiten , dürfen nochmal genauer erklären .

 Was dürfte ich noch zusätzlich verdienen, wenn ich einen Gleitzonen Vertrag aushandeln könnte wo ich dann ca. 400 Euro netto herausbekäme und was dürfte ich dazuverdienen wenn ich 600 Euro netto herausbekäme ?

 Und den Gewinn denn ich aus meiner selbsständigen Tätigkeit zusätzlich erwirtschafte und der sehr unterschiedlich sein kann , kann mann da den Jahresgewinn geteilt durch 12 Monate nehmen oder darf der erlaubte monatliche Gewinn nicht überschritten werden .

Auf Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen
EJ

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.07.2005 | 16:46

Das Brutto (darauf zielt die Grenze) darf nicht mehr als 800,00 EUR betragen. Das gilt auch für mehrere zusammengerechnete Einkünfte.

Eine Umrechnung Netto - Brutto ist mir in diesem Forum nicht möglich, zumal schon alle entsprechenden Angaben hierzu fehlen. Ich darf Sie hierzu bitten, sich ggfs. mit einem Steuerberater in Verbindung zu setzen.


Der Gewinn wird auf den Monat umgerechnet, also Jahresgewinn:12.


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