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Kleinbetrieb-kann Familienmitglied Lohnfrei aushelfen?

| 08.06.2013 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Ich bin seit längerem wegen einer psychischen Erkrankung arbeitsunfähig und kann in meinem Beruf deswegen absolut derzeit nicht arbeiten. ( posttraumale Belastungsstörung) In unserem Familienbetrieb, in welchem ich sonst nicht arbeite, helfe ich seitdem stundenweise aus. So lenke ich mich etwas ab und dass ist auch so mit meiner behandelnden Ärztin abgesprochen. Es ist so eine Art " Beschäftigungstherapie". Ich mache diese Arbeit praktisch " ehrenamtlich" und erhalte dafür keinen Lohn etc. Meine Frage nun. Darf ich dort aushelfen? Muss ich mich irgendwo dazu aber " anmelden" Oder was muss dabei der Firmeninhaber beachten?

08.06.2013 | 19:47

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Gegen die Mitarbeit im Familienbetrieb ohne Entlohnung ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Eine Anmeldung ist diesbezüglich nicht erforderlich.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 08.06.2013 | 20:39

Also habe ich Ihre Antwort so zu verstehen, dass weder ich mich noch die Firmeninhaberin irgendwo anmelden muss? Also bei keiner Krankenkasse, Versicherung, Berufsgenossenschaft,Finanzamt etc? Und wenn ich dort aushelfe trotz Krankschreibung, dass aber ausdrücklich mit meiner Ärztin besprochen und genehmigt ist, habe ich auch nichts zu befürchten?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.06.2013 | 11:59

Die Frage der Sozialversicherungspflicht bei Familienangehörigen ist nach den gleichen Kriterien zu beantworten, wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch.

Ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis besteht und somit Sozialversicherungspflicht , wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

Der Angehörige ist in den Betrieb des Arbeitgebers wie eine fremde Arbeitskraft eingegliedert und übt die Beschäftigung tatsächlich aus.

Der Angehörige unterliegt dem Weisungsrecht des Arbeitgebers, wenn auch in abgeschwächter Form.

Der Angehörige wird anstelle einer fremden Arbeitskraft beschäftigt.

Es wird ein regelmäßiges Entgelt gezahlt, das der Arbeitsleistung angemessen ist (d. h. tariflichen oder ortsüblichen Regelungen entspricht).

Von dem Arbeitsentgelt wird regelmäßig Lohnsteuer entrichtet.

Das Arbeitsentgelt wird als Betriebsausgabe gebucht.


Bei familienhafte Mitarbeit, die ohne Entlohnung erfolgt und dem Erwerb des Familienunterhalts dient, besteht keine Sozialversicherungspflicht.

Um ganz sicher zu gehen, kann insoweit vom „ Arbeitgeber" bei der Krankenkasse eine Statusfeststellung eingeleitet werden, die dadurch erfolgt, dass der Arbeitgeber das Beschäftigungsverhältnis anmeldet. Die Krankenkasse übersendet alsdann einen Fragebogen, mit dem der individuelle Arbeitnehmerstatus geklärt wird, also ob es sich um ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis oder eine familiäre Mitarbeit handelt.

Ihre weitere Frage, dass, wenn Sie dort aushelfen, nichts zu befürchten haben trotz Krankschreibung, ist mir nicht recht verständlich. Falls Sie, was ich aus der Frage eigentlich entnehmen kann, noch in einem Arbeitsverhältnis stehen und lediglich krankgeschrieben sind, müssen Sie natürlich berücksichtigen, dass Ihr Arbeitgeber die Tätigkeit im Familienbetrieb ins Auge fasst und prüfen lässt, ob diese Tätigkeit mit Ihrer Erkrankung in Einklang gebracht werden kann oder nicht.Inwieweit ein ärztliches Rat insoweit hilfreich ist, kommt auf die einzelnen Umstände, konkret auf die geleisteten Dienste im Familienbetrieb, an.

Gegebenfalls sollten Sie mich Morgen im Büro: 0211 3559080 anrufen zur Klärung der Sach-und Rechtslage, was ich Ihnen hiermit anbiete.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.06.2013 | 16:48

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