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Klausel 'Name und Handlung sind frei erfunden'


| 29.12.2008 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht



Angenommen, ich schreibe unter einem Pseudonym einen Roman nach einem wirklichen Ereignis, von dem ich aber nicht beweisen kann, dass es sich so zugetragen hat. Die Namen aller beteiligten Personen und die Orte der Handlung ändere ich ab und erwähne das auch am Beginn des Buches, aber lasse den üblichen Passus weg "Die Handlung und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig".

Welche rechtlichen Folgen könnte das für mich haben?
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

für die rechtlichen Folgen ist es ohne Belang, ob Sie einen Roman unter Ihrem Namen oder unter einem Pseudonym veröffentlichen. Es kommen Ansprüche der betroffenen Personen wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten in Betracht, die die Veröffentlichung und Verbreitung des Werkes gefährden können. Daneben können den Betroffenen Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche erwachsen, wenn Ihre Erzählung in deren Persönlichkeitsrechte eingreift, namentlich wenn sie sich als eine herabsetzende Schmähschrift begreifen lässt. Ob dies der Fall ist, kann naturgemäß ohne Kenntnis des fertigen Werkes und der tatsächlichen Geschichte nicht beurteilt werden.

Der wohl berühmteste Fall einer Verhinderung einer Buchveröffentlichung in Deutschland unter der Geltung des Grundgesetzes - mit dem sich selbst das Bundesverfassungsgericht beschäftigte - war der Roman "Mephisto – Roman einer Karriere" von Klaus Mann („Mephisto-Entscheidung“ des Bundesverfassungsgerichts vom 24. Februar 1971 [BVerfGE 30, 173]), die zu einer Verhinderung der Publikation des Romans führte.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort eine erste Orientierung ermöglicht zu haben. Andernfalls nutzen Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion.

Ergänzung vom Anwalt 29.12.2008 | 16:22

P. S.

Ob Sie die Klausel: "Die Handlung und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig" verwenden, ist rechtlich ohne Belang.
Bewertung des Fragestellers 31.12.2008 | 20:50


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