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Klagemöglichkeit durch den Anteilseigner einer aufgelösten AG gegen Steuerberater der


16.01.2006 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Investor G war 100% Anteilseigner und Allein-Vorstand einer AG. Diese wurde im Jahr 2000 gegründet In den Jahren 2000 bis 2002 erwirtschaftete die AG Gewinne, im Jahr 2003 dann einen Verlust. Der Steuerberater vergaß in der Steuererklärung 2003, den Verlust des Jahres 2003 mit den Gewinnen des Jahres zurückzutragen, so daß für das Jahr 2002 keine Körperschaftssteuererstattung erfolgte.

Im Februar 2003 wurde ein Auflösungsbeschluß für die AG gestellt und die AG im Juli 2004 gelöscht.

Der Steuerbescheid der AG für das Jahr 2003 wurde im Juni 2004 zugestellt. Im August 2004 (nach Löschung der AG) prüfte der Ex-Vorstand und Ex-Anteilseigner der AG den Steuerbescheid 2003 und stellte den Fehler des Steuerberaters fest.

Der Steuerberater wurde im August 2004 (also nach der Löschung der Gesellschaft) auf den Fehler angesprochen und sicherte zu, den Schaden seiner Versicherung zu melden und für eine unbürokratische Regulierung (= Auszahlung der Schadenssumme an den Investor G) zu sorgen, ohne die Gesllschaft aufwändig wiederaufleben zu lassen. Investor G stimmte der Vorgehensweise zu. Mitte 2005 war der Schadensersatzvorgang abschließend bearbeitet und die Versicherung sagte dem Steuerberater die Übernahme der Schadenssumme zu.

Nun schrieb der Steuerberater dem Investor G, daß die Auszahlung der Schadenssumme erfolgen kann. Aber zuerst müßten noch Rechnungen der Steuerberatung (die interessanterweise fast identisch mit der Schadenssumme sind) bezahlt werden. Die Steuerberatergesellschaft hatte noch einen nicht mehr benötigten Jahresabschluß 2004 für die Gesellschaft V erstellt und hierfür erst im Jahr 2005 eine Rechnung gestellt, nachdem die Zusage der Schadensübernahme durch die Versicherung erfolgt ist.

Gibt es eine Möglichkeit für den Investor G, aufgrund der Aussagen des Steuerberaters hinsichtlich einer Schadensregulierung (die sich durch E-Mails belegen lassen) die Schadenssumme an sich auszahlen zu lassen, ohne die Rechnungen an die gelöschte Gesellschaft zu begleichen?

Die Steuerberatergesellschaft hat auch die persönliche Steuererklärung für den Investor G in den Jahren 1999 bis 2004 erstellt.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Viele Einzelheiten Ihrer Anfrage sollten Sie in einem Beratungsgespräch und mit den notwendigen Unterlagen mittels eines Anwaltes klären. Ich kann Ihnen nur Anhaltspunkte geben, was Sie beachten sollten:

Sie fragen danach, ob G (und nicht die AG) einen Auszahlungsanspruch hatte. Diese könnten, wenn überhaupt, nur aufgrund der Erklärung des StB möglich sein.

Zunächst müßte geprüft werden, welche Art der Érklärung der Steuerberater abgegeben hat. Ich gehe davon aus, daß dies eine Erklärung für die Gesellschaft war und nicht gegenüber dem Investor. Sie schreiben, daß er "zusicherte" die Schadensumme an den Investor G auszuzahlen. Hier müßte man den Wortlaut sehen. Handelte es sich um eine Anerkenntnis (zugunsten der AG oder zugusten des G?).

Ich gehe aufgrund Ihrer Beschreibung aber nicht davon aus, daß der Steuerberater sich gegenüber G persönlich verpflichtete bzw. dem G persönlich das Geld auszahlen wollte, sondern der AG. M.E. hat auch nur die AG einen Anspruch, den sie gelten machen muß.

Sollte die Erklärung für die AG gelten, dann müßte m.E. ernsthaft geprüft werden, ob die AG nicht wieder neu begründet werden muß. Dazu müßte die AG mittels Beschluß fortgesetzt werden (vgl. § 274 AktG).

Denn ohne AG kann auch nicht auf Auszahlung des Betrages geklagt werden.

Problematisch ist auch, daß der Steuerberater einen Steuererklärung erstellt hat. HIer frage ich mich primär, ob und durch wenn dieser Auftrag erteilt wurde (denn die AG existierte wohl nicht). Denn nur wenn nachgewiesen werden kann, daß die AG einen Auftrag erteilt hat, kann überhaupt ein Anspruch in Betracht kommen. Dann müßte die Rechnung auch der Höhe nach überprüft werden.

Interessant ist auch die Frage, ob die Rechnung auf die AG oder auf den Investor lautet. Die AG existiert derzeit ja nicht.

Der gesamte Ablauf des Falles, klingt äußerst abenteuerlich. Ich rate Ihnen daher dringend zu einem Anwaltsbesuch.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille



















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