Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Klage wegen Verkauften Artikel bei Ebay ?!

05.02.2013 21:50 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Guten Abend,

Ich erkläre Ihnen KOMPLETT und Wahrheitsgemäß mein Problem.

Ich habe letztes Jahr auf Ebay Kleinanzeigen eine Nikon D90 mit Zubehör ( Objektiv + Stativ + 2 Speicherkarten + Gegenlichtblende) verkauft.

Diese Sachen hat mir ein Herr aus Berlin für 550 EUR abgekauft.
Der Herr hat mir denn Betrag auch Überwiesen.
Ich habe unter Zeugen via DHL die Kamera auch abgeschickt. Diese kam nach 2 Tagen auch an.
Darauf meinte der Käufer das die Gegenlicht Blende beim Versand kaputt gegangen sei. Ich konnte dieses nicht Bestätigen da mir der Käufer keine Fotos oder Ähnliche Beweise geschickt hat.
Danach war ein Schriftlicher Kontakt via Email auch beendet von beiden Seiten.
Nach 3 Wochen habe ich einen Brief erhalten von einer Rechtsanwältin.

Grund:
Ich habe Vergessen ihm das Stativ zu senden und die 2te Speicherkarte.
Dann sollte ich auch die Gegenlichtblende ersetzen und dem Käufer ein Teil seines Geldes als Schadensersatz zurück Schicken.
Ich habe dem Käufer ein Rücktritt Angebot angeboten vom Kaufvertrag.

Dieses lehnte er ab !!!!!!

Danach sagte ich Ok Ich schicke ihm das Stativ und die 2te Speicherkarte via DHL nach. Dieses habe ich unter Zeugen getan !!.
Nach über 1ner Woche kam das Paket zurück weil es der Käufer nicht von der Post abgeholt hat.
Darauf dachte ich mir Ok dann ist es nicht mehr mein Problem und kümmerte mich darum nicht weiter.


Das war Anscheind der Fehler.
Ich bekam ein Mahnschreiben vom Amtsgericht:

Ich legte Widerspruch ein:

Geschäftsnummer: xxxxxxxxxx

Amtsgericht xxxxxxxx


Sehr geehrtes Amtsgericht xxxxxxxxxx

Ich lege hiermit Widerspruch gegen den Mahnbescheid vom 07.01.2013.


Ich habe letztes Jahr eine Nikon D90 mit Zubehör (Stativ, 2x Original Akku von Nikon, Gegenlicht Blende sowie 2x Speicherkarten Verkauft)
Der Käufer xxxxxxxx kaufte diese Artikel bei mir.
Er Überwies den Betrag von 550 EUR vorab auf mein Bankkonto der Sparkasse xxxxxxx.
Ich Verschickte unter Zeugen die Kamera via DHL mit Sendungsnummer und Versicherten Versand an:
xxxxxxxx
xxxxxxxx
xxxxxxxx

Das Paket kam bei Herrn xxxxxxxx auch an.
Herr xxxxxxxxx meldete sich bei mir und Beschwerte sich bei mir das die Gegenlicht Blende beim Versand kaputt gegangen sei.
Nachweisen konnte er es anschreiend nicht.

Leider habe ich Vergessen das Stativ und die 2te Speicherkarte mit zu Versenden.
Herr xxxxxxxx beauftragte natürlich sofort seine Rechtsanwältin die mir auch einen Brief schickte.
Ich habe danach auf meine Kosten Stativ + Speicherkarte via DHL als Paket mit Sendungsnummer + Versicherten Versand verschickt.
Das Paket lag 8 Tage bei der Deutschen Post und wurde wegen NICHT ABHOLUNG zu mir zurück geschickt.
Herr xxxxxxxx meint seine Rechtsanwältin zu Beauftragen.
Das ist auch sein Gutes Recht.
Aber wenn ich Ihm auf meine Kosten die Sache nachschicke und er diese nicht abholt ist es nicht mein Problem.
Ich habe Herrn xxxxxxx einen Rücktritt vom Kaufvertrag angeboten. Diesen hat er abgelehnt.
So bald Herr xxxxxxx die 5,90 EUR Versandkosten Überweißt bin ich auch Bereit das Paket ein 2tes mal auf Reisen zu schicken.
Aber wegen Herrn xxxxxxx versagen nun einen Mahnbescheid auszustellen finde ich in keinster Weise korrekt.
Daher Reiche ich hiermit auch einen kompletten Widerspruch ein.



Mit freundlichen Grüßen

xxxxxxxxxx


So nun kam heute per Post ein Brief von der Rechtsanwältin.

Ich zitiere:

Sehr geehrter Herr xxxxxxxx

nach Mitteilung des Amtsgerichts xxxxxx haben Sie gegen den Mahnbescheid meines Mandanten Widerspruch eingelegt.
Vor Einlegung einer entsprechenden Klage gegen Sie gebe ich Ihnen letztmalig Gelegenheit, die Angelegenheit außergerichtlich zu bereinigen.
Sie hatten in ihrem Widerspruch behauptet,das zunächst vergessene Stativ und die 2.te Speicherkarte an meinen Mandanten versandt zu haben - mein Mandant habe das Paket jedoch nicht abgeholt. Mein Mandant bestreitet ausdrücklich eine solche Mitteilung von der Post erhalten zu haben. Ich darf daher insoweit um Zusendung der entsprechenden Sendungsnummer etc. bis spätestens 16.02.2013 bitten.
Andernfalls fordere ich Sie letztmalig auf, die entsprechende Lieferung incl Gegenlichtblende - wahlweise Zahlung des Schadensersatzanspruchsin Höhe von EUR 90,00 - zzgl der im Mahnbescheid genannten Kosten von insgesamt EURO 86,13, insgesamt EUR 176,13 innerhalb vorgenannter Frist vorzunehmen.

Andernfalls werden wir kurzfristig Klage gegen Sie erheben.

Mit freundlichen Grüßen

xxxxxxxxxxxxxxxxx


_____________

So nun habe ich den Versand Beleg nicht mehr wo die Sendung Nummer drauf steht.
Auch auf dem Stativ selber habe ich sie nicht mehr drauf.
Daher Frage ich Sie was man am Besten tun könnte.

Mit Freundlichen Grüßen




Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Sollten Sie in der Auktion nichts abweichendes vereinbart haben, dann gilt für den Versendungskauf § 447 BGB . Wenn Sie nachweisen können, dass Sie die Sache zur Post gebracht haben, dann trägt das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung beim Transport der Käufer. Falls die Gegenlicht Blende einen Schaden hat, dann sind Sie dafür nur verantwortlich wenn Sie ein Verschulden trifft, wie etwa eine unzureichende Verpackung. Ansonsten trägt der Verkäufer das Risiko. Ich sehe hier keinen Anspruch des Käufers, anhand Ihrer Angaben. Etwas anderes gilt für die 2. Karte und das Stativ. Hier hatte der Käufer einen Anspruch auf Nacherfüllung, weil Sie diese Teile nicht geliefert hatten.

Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Sie darüber aber erst durch das erste Anwaltsschreiben informiert worden. Wenn nicht der Käufer Sie vorher zur Nachsendung aufgefordert hat, sehe ich keine Grundlage für die Erstattung der Anwaltskosten. Diese wären nur als Verzugsschaden zu ersetzen, wenn vorher der Käufer Nacherfüllung verlangt hätte.

Sie haben die Karte und das Stativ zur Post gebracht. Wenn Sie das beweisen können, dann haben Sie bereits das Notwendige getan, was geschuldet war. Die Kosten des Mahnbescheides müssen Sie nicht tragen. Den Widerspruch hätten Sie nicht begründen müssen, weil das Gericht im Mahnverfahren die Gründe nicht prüft. Die Anwältin kann zwar den Versandbeleg fordern, wenn Sie auf andere Weise das Versenden nachweisen können, reicht auch das.

Auf Basis Ihrer Angaben würde ich Ihnen nicht zur Zahlung raten. Sie sollten bei Bedarf auch anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Kompromiss wäre es, wenn Sie sich bereiterklären, das Paket ein 2. Mal zu versenden. Sollte doch Klage erhoben werden, sollten Sie einen Anwalt beauftragen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89332 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, mit der Rückfrage waren alle meine Fragen vollständig beantwortet. Gut verständlich und sehr freundlich. ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
Die erste Antwort war sehr kurz, die Rückantwort dann super ausführlich. Es klang kompetent und versetzt mich in die Lage, meine Rechte selbst zu einschätzen zu können. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die Antwort. Ich fand diese ausführlich und klar verständlich für einen Laien. Gerne werde ich wieder auf Sie zukommen. ...
FRAGESTELLER