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Klage gegen Norton-Antivirus


| 27.11.2017 08:06 |
Preis: 50,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir haben vermehrt Kunden, die sich beschweren, dass Norton-Internet-Security ungefragt ausführbare Dateien aus unserer Programminstallation löscht, obwohl diese Dateien ein Codesigning-Zertifikat enthalten und Norton gar keine Bedrohung in den Dateien an sich gefunden hatte, diese also im Prinzip unbegründet löscht.
Auf welcher Ebene wäre es am sinnvollsten dagegen zu klagen, eine Klage der Benutzer, die wir unterstützen würden, oder eine Klage von unserer Firma gegen Norton, oder ist von einer Klage aufgrund geringer Erfolgsaussichten abzuraten?
27.11.2017 | 09:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine gebündelte Klage von Ihnen als Anbieter der betroffenen Software dürfte hier der sinnvollere Weg sein. Denn zwischen den Benutzern der Antiviren-Software und Symantec bestehen vertragliche Nutzungsvereinbarungen, die einer erfolgreichen Klage entgegenstehen könnten (Haftungsausschluss etc.). Zudem sind Sie als Anbieter umfangreicher von der Löschung betroffen als ein einzelner Nutzer. Eine Klage durch den Nutzer könnte allerdings ggf. in Überlegung gezogen werden, wenn dadurch aufgrund dessen Wohnsitzes für Sie günstigeres nationales Recht Anwendung finden würde.

Ob eine solche Klage erfolgreich wäre, hängt in erster Linie davon ab, ob der Hersteller der Antiviren-Software die Dateien für schädigend oder zumindest unerwünscht halten durfte. Hierbei ist natürlich auch zu beachten, dass die hierfür genutzten Algorithmen nie ganz fehlerfrei arbeiten werden.
Vor einer Klage sollte zunächst, falls noch nicht geschehen, Symantec über das Problem informiert und gemeinsam eine Lösung gesucht werden. Zeigt sich das Unternehmen dennoch uneinsichtig, obwohl das Problem technisch in deren Software beseitigt werden könnte und Sie alles Notwendige bei der Programmierung Ihrer Software getan haben, um Fehleinschätzungen der Antivirensoftware zu vermeiden, erscheint eine Klage nicht aussichtslos. Aufgrund des komplexen Sachverhaltes sollte aber eine auf Softwarerecht spezialisierte, international tätige Kanzlei mit der konkreten Prüfung beauftragt werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 27.11.2017 | 10:45


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