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Klage erwidern oder nicht? Zivilrecht

26.02.2019 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Versäumnisurteil

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin nun maximal irritiert. Ich hatte einen Mahnbescheid bekommen von einer Bank über da. 9050€. Diesem habe ich widersprochen -nur wegen- den "Doppelkosten" gem. RVG für Inkasso + Rechtsanwalt in gleicher Sache.

Es dauerte 6 Monate, nun liegt der Fall vorm Landgericht. Selbst vertreten kann ich mich leider nicht. Die Rechtsanwaltsbgebühren sind laut Schreiben nun -nicht- mehr ersichtlich.

Jetzt hätte ich ja keinen Grund mehr die Klage zu erwidern, jedoch bin ich nun in der misslichen Lage Gerichtsgebühren und im Nachgang nun doch die gegnerischen Anwaltsgebühren zu zahlen. Eigene Anwaltskosten würden sich nun auf ca. 1300 +- belaufen. Mir erscheint das Prozessrisiko nun zu hoch? Einzig und Alleine auf die wucherähnlichen Zinsen zu berufen (14 % lt Kreditkartenvertrag) macht auch keinen Sinn denke ich. Einen Anwalt zu bezahlen und mit einem Vergleich rauszugehen erhöht ja nur alles von 9000€ auf xy mehr. Zu verlieren erhöht gleich um 3000.

Nun hat das Gericht 2 Wochen Aufschub gegeben, weil sie noch ein paar Angaben des gegnerischen Anwalts benötigen bezüglich Zinsen und unklare Angaben des Klageschreibens (kann Schreiben vom Gericht bei Bedarf zukommen lassen).

Also gut für mich. Alles in allem aber schlecht für mich. Ist es nicht besser zu "verlieren" ohne Anwalt und mit Zeitablauf, um nicht noch mehr Geld zu verlieren?

Das Klageschreiben des RA war ja taktisch gut gewählt, blendet es nämlich die RA-Kosten aus und erwähnt -nur- die ca. 600 Euro Inkassokosten Sie haben mich also "bekommen" mit einem Vorteil.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da uns die Klage nicht vorliegt, können wir die Erfolgsaussichten nicht prüfen. Wenn es Ihnen jedoch nur um die Anwaltskosten geht, so sind diese in der Regel als Nebenforderung in der Klage unter 2. aufgeführt.

Wenn Sie sich aber nicht verteidigen wollen, so ist das Günstigste, ein Versäumnisurteil ergehen zu lassen, also nichts zu tun. Dann reduzieren sich Gerichts- und Anwaltskosten.

Dazu ist aber nur zu raten, wenn Sie wirklich keine Chance haben.

Ggf. sollten Sie sonst die Klage anwaltlich prüfen lassen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 26.02.2019 | 23:05

Danke für die schnelle Antwort. Im Kern ist die Forderung berechtigt. Mir ging es nur darum,dass zuerst ein Inkassobüro und dann ein RA für die selbe Sache den gleichen Betrag forderten ca600 Euro. In der Klageschrift aber nur noch von Inkassokosten die Rede ist.

Interessante Taktik. Ich kann ja nur noch verlieren. Prozessökonomisch weiß ich nicht ob es Sinn macht wegen 600 Euro 3000 im schlimmsten Falle zu verlieren. Also ohne Aussicht auf Gewinn würde ich einfach nichtstun.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.02.2019 | 19:28

Ich verstehe Ihre Wut über die Kosten. Es wäre besser gewesen, außergerichtlich den unstreitigen Teil zu erledigen/Zahlen, dann wären es nur die Kosten gewesen. Mir scheint, dass das Gericht dem Kläger wohl den Hinweis erteilt hat, dass nur einmal die gebühren gefordert werden können - das erfolgt meist im Rahmen eines richterlichen Hinweises.

Falls Sie das also mal haben: immer das unstreitige zahlen!

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