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Klage erhalten - Miete

| 16.07.2013 10:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hallo,

ich hatte eine mündliche Vereinbarung mit meinen Vater, das ich ihm meinen monatlichen Mietanteil auf sein Konto überweisen soll. Jedoch habe ich diese bei seinem Auszug (ohne Begründung) für den letzten Monat nicht gezahlt.

Nun hat dieser nach einem halben Jahr Klage gegen mich eingereicht und fordert diesen Betrag + Zinsen und seine entstandenen Anwaltskosten, die er selber nicht zahlen kann.

Wie kann ich nun auf die Klage reagieren? Einerseits möchte ich diese Erwidern, da ich nicht einsehe für seine Kosten die er selber verursacht hat indem er mehrmals unnötigerweise zum Anwalt gelaufen ist zu bezahlen. Andrerseits besteht die Gefahr das ich den Prozess verliere und dennoch die Kosten tragen muss, wobei ich ihn eigtl. nicht mal vor Gericht sehen will.

Besteht die Möglichkeit die Klage fallen zu lassen? Als Beweismittel für diese mündl. Mietvereinbarung wurden "MEINE" Kontoauszüge verwendet (wobei ich nicht weiß wie er diese erhalten hat).

Einsatz editiert am 16.07.2013 10:15:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt.

Nach Ihren Angaben hat Ihr Vater einen Anspruch auf die Miete. Soweit Sie sich in Verzug befinden, haben Sie auch die Kosten der außergerichtlichen Vertretung (Rechtsanwalt) zu tragen.

Es besteht die Möglichkeit, dass Sie die rückständige Miete zahlen und die Klage anerkennen (§ 307 ZPO) oder Sie reagieren überhaupt nicht, dann ergeht ein Versäumnisurteil (§ 331 ZPO).

In Betracht kommt auch ein sofortiges Anerkenntnis (§ 93 ZPO). Haben Sie durch Ihr Verhalten nicht zur Klage Veranlassung gegeben, wären die Kosten des Prozesses nicht von Ihnen zu tragen.

Natürlich könnte der Kläger, bei einer Zahlung durch Sie, die Klage auch zurücknehmen.

Im Falle der Verteidigung muss geprüft werden, ob die Vorlage von Kontoauszügen für den Beweis eines Mietvertrages und die Höhe der Miete ausreicht.

Sie sollten einem Kollegen vor Ort mit der Vertretung beauftragen, damit alle Umstände rechtlich aufgeklärt werden können.
Eine "grundlose" Beauftragung eines Anwalts sehe ich nach Ihrer Schilderung nicht, da Sie eine vereinbarte Zahlung grundlos nicht geleistet haben.

Möglicherweise gibt es ja auch Forderungen Ihrerseits, mit denen aufgerechnet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.07.2013 | 17:18

Hallo,

wenn ich die Klage anerkenne, bedeutet dies ich muss allen Forderungen nachkommen? Sprich Anwaltskosten + die "säumige" Mietzahlung zahlen, sowie Prozesskosten?

Können diese Umstände auch zu treffen bei einem Versäumnisurteil sprich das ich die Kosten übernehmen muss? Oder wie wird die Klage vor Gericht behandelt ohne mündl. Verhandlung oder Schriftwechsel? Bzw. welche Kosten kommen auf mich zu wenn ich nicht darauf reagiere?

Zur sofortigen Anerkenntnis: Die Prozesskosten wären vom Kläger zu tragen, aber die Forderungen, sowie u.a Anwaltskosten trägt der Beklagte oder entscheidet sich dies dann?


Außerdem empfinde die Beauftragung eines Anwalts schon "grundlos", wenn der Kläger ohne schriftliche oder mündliche Mitteilung angibt zu welchem Datum er auszieht, weshalb ich die Zahlung eingestellt habe. Außerdem hat sich dann direkt der Anwalt gemeldet ich solle einfach Geld auf ein Fremdgeldkonto überweisen, wobei nicht angegeben war für welchen Verwendungszweck. Daher bin ich der Forderung nicht nachgekommen. Zudem ist mir nicht bewusst, wie der Kläger an meine Kontoauszüge "das Beweismittel" gekommen ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.07.2013 | 18:04

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfragen übersteigen Ihren Einsatz.
Ich werde mich daher kurt fassen.

Sowohl bei Anerkenntis als auch bei Säumnis haben Sie die Kosten zu tragen. Diese sind aber bei diesen zwei Möglichkeiten unterschiedlich hoch.

Die Kosten hängen vom Streitwert ab.

Bei einem sofortigen ANerkenntnis hat die Kosten des Prozesses der Kläger zu tragen. Ob die Voraussetzungen vorliegen, kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Befinden Sie sich in Verzug, ist ein "sofortiges" Anerkenntnis in der Regel nicht mehr möglich.

Wegen der Anwaltskosten muss genau geprüft werden, welche berechtigt sind. Bei Mietzahlungen kommt der Mieter regelmäßig mit Verstreichenlassen des Zahlungstermins in Verzug.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.07.2013 | 00:51

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Stellungnahme vom Anwalt:
Offensichtlich will der Fragesteller per Ferndiagnose seinen Rechtsstreit geführt haben.
Die Fragen wurden beantwortet, auch die Nachfragen im Rahmen des Einsatzes.
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