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Klage auf Schadensersatz nach geplatztem Immobilienkauf sinnvoll?

24.06.2015 13:04 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Mein Kompagnon und ich waren seit langem an einer Gewerbeimmobilie interessiert. Diese stammt aus einer Insolvenz und wurde lange angeboten. Eigentlich viel zu groß für unseren Betrieb, aber trotzdem interessant. Vor einigen Wochen stand der erste Zwangsversteigerungstermin an. Am Morgen dieses Tages meldete sich ein Bekannter und fragt, ob wir gemeinsam daran gehen sollten. Für uns zunächst attraktiv, da er genau die Flächen nutzen wollte, für die wir keine Verwendung hatte. Per "Handschlag" haben wir uns darauf geeinigt, die Sache gemeinsam anzugehen.
Die Versteigerung fand statt, da aber kein sinnvolles Gebot abgegeben wurde, kam es nicht zum Verkauf. Mit unserem neuen "Geschäftspartner" haben wir danach besprochen, gemeinsam zu versuchen, das Objekt zu kaufen. Leichtsinnigerweise haben wir ihm dabei die Führung überlassen.
Wir haben es zu dritt noch einmal besichtigt. Ich habe ihm einen Vertragsentwurf zur Gründung einer Grundstücks-GBR gemailt. Er hat per Mail zugesagt, diesen zu prüfen, was aber nie geschehen ist. Zu dritt haben wir mehrfach zusammen gesessen und das Vorhaben besprochen. Das insgesamt geringe Interesse an diesem Objekt hätte uns gute Chancen eingeräumt.
Jetzt stellt sich heraus, dass er das Gelände hinter unserem Rücken selbst gekauft hat.
Außer dem starken Gefühl, kräftig in den Allerwertesten getreten worden zu sein, haben wir zunächst keinen wirklichen Verlust erlitten.
Geplant war jedoch, mit den zu erwartenden Mieteinnahmen aus dem Objekt von monatlich 3-4 Tsd € langfristig einen Gewinn zu erzielen und damit einen wesentlichen Beitrag zu unserer Versorgung zu leisten.
Außer meinem Kompagnon, mir und eben diesem "Partner" war niemand direkt an den Gesprächen beteiligt. Einige Personen können evtl. bezeugen, dass wir zu dritt das Objekt besichtigt haben oder gemeinsam Interesse daran hatten, mehr jedoch nicht.
Schriftlich gibt es lediglich die Mail mit dem Vertragsentwurf und seine Antwort, dass er diesen prüfen wird. Darin sind keine Zeiträume angegeben.
Wenn eine realistische Chance besteht, dass wir den entgangenen Gewinn geltend machen können, würden wir das gerne erstreiten.
Wenn die Aussichten eher vage sind, haken wir es unter Lebenserfahrung ab.
Ich würde jetzt gerne wissen, ob ein Rechtstreit hier sinnvoll erscheint.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu Ihrer Anfrage wie folgt Stellung:

Leider sehe ich nach Ihrer Schilderung keine Erfolgsaussichten dafür, den "Geschäftspartner" auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen.

Zwar kennt das deutsche Recht sehr wohl Regressansprüche für Schäden, welche im dem angedachten Vertragspartner im vorvertraglichen Bereich zugefügt werden. In Ihrem Fall jedoch wird es kaum möglich sein, einen solchen Schaden zu eruieren. Allein die Möglichkeit, dass dann, wenn alles wie geplant gelaufen wäre, Mieteinnahmen in entsprechender Höhe hätten möglicherweise erzielt werden können, reicht bei weitem nicht.

Auch sonst haben Sie kaum etwas dafür in der Hand, zu beweisen, dass von dem "Geschäftspartner" rechtsverbindliche Zusagen getroffen wurden, auf welche Sie vertrauen konnten.

Sie werden in dieser Sache nur gutes Geld dem Schlechten hinterherwerfen. Ich kann nur abraten.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

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