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Kindesvater auf Unterhalt verklagen

15.05.2008 20:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich habe zwei Kinder, 11 und 13 Jahre alt. Von dem Vater habe ich mich bereits vor der Geburt des 2. Kindes getrennt. Während der ganzen Jahre hat er lediglich von 2003 - 2006 Unterhalt gezahlt und zwar in Höhe des Unterhaltsvorschusses, den ich zuvor bekommen habe (328 Euro für beide Kinder). Im Herbst 2006 ist er zusammen mit seiner Frau wieder in seine brasilianische Heimat gezogen (er hat auch einen italienischen Pass, kann also ohne Probleme in Deutschland leben, seine Frau ist Brasilianerin), angeblich für immer. Tatsächlich kam er im Sommer 2007 wieder, und im September 2007 hat seine Frau hier ein Kind geboren. Davon habe ich erst Anfang diesen Jahres erfahren. Meine Kinder haben mittlerweile keinen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss mehr, und wir kommen finanziell so gerade über die Runden, mein Einkommen liegt so etwa in ALG II-Höhe. Im Februar bin ich zum Jugendamt gegangen und habe um die Errichtung eines Unterhaltstitels gebeten. Nun ist es Mai, und ich habe noch nichts wieder gehört. Eine telefonische Anfrage ergab lediglich die Antwort, ich solle mir nicht allzu viele Hoffnungen machen. Nun frage ich mich, ob es sinnvoll ist, zu einem Anwalt zu gehen und ob das überhaupt möglich ist, jetzt, wo das Jugendamt eingeschaltet ist. Ich weiß nicht, wieviel der Vater meiner Kinder verdient, vermute jedoch, dass er schwarz arbeitet, wie das früher auch der Fall war. Dem Jugendamt hat er wohl Unterlagen vorgelegt. Habe ich bzw ein Anwalt das Recht, diese Unterlagen einzusehen? Selbst wenn ich nur 200 Euro Unterhalt von ihm bekäme, gäbe uns das schon etwas Luft. Ich wohne übrigens in Heidelberg, der Kindesvater in Bielefeld, Kontakt besteht derzeit nicht. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich ein Anwalt findet, der mir kurz und knapp sagen kann, ob ich klagen sollte oder ob es eh keinen Sinn macht. Danke.

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage möchte ich im Rahmen einer Erstberatung aufgrund des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten.

Auch wenn das Jugendamt bereits eingeschaltet ist, gibt es die Möglichkeit, sich von einem Anwalt beraten und vertreten zu lassen. Soweit beim Jugendamt eine sog. Beistandschaft eingerichtet wurde, sollte diese jedoch zuvor beendet werden. Sie könnte dann jederzeit wieder neu begründet werden.

Sie haben grundsätzlich das Recht, vom Kindesvater Auskunft über sein Einkommen und sein Vermögen zu verlangen. In der Regel geschieht dies durch Vorlage der Lohnabrechnungen der letzten 12 Monate sowie des letzten Steuerbescheids. In der Regel zeigt sich auch das Jugendamt kooperativ und händigt die Unterlagen dem Anwalt aus.

Ohne konkrete Einkommenszahlen kann nicht beurteilt werden, ob sich eine Unterhaltsklage lohnt. Dies muss ein Anwalt vor Ort nach Auskunftserteilung durch den Kindesvater tun. Da Ihr Einkommen in etwa auf ALG-II-Höhe liegt, werden Sie wahrscheinlich staatliche Beratungshilfe bzw. Prozesskostenhilfe bekommen, so daß Sie kein allzu großes Kostenrisko tragen müssten.

Es dürfte sich daher in jedem Fall für Sie lohnen, daß Sie einen Anwalt an Ihrem Wohnort beauftragen. Sprechen Sie diesen bzgl. der Anwaltskosten auch gleich auf Beratungshilfe an.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Steinfelder
Rechtsanwalt

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