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Kindesunterhaltsforderung nach Kindesentführung

11.02.2020 21:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


22:29

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Februar 2017 wurde mein damals 7-jähriger Sohn durch die Kindsmutter von Deutschland nach Peru entführt. In Peru läuft derzeit noch ein Gerichtsverfahren nach dem Haager Abkommen, welches aber nur schleppend vorangeht. Die Aussichten für eine Kindesrückführung sind nach nun 3 Jahren sicher eher schlecht. Kindsmutter und Sohn leben derzeit in Peru.

Nach der Kindesentführung beantragte ich das alleinige Sorgerecht beim Familiengericht Konstanz. Der Antrag wurde abgelehnt und auch das OLG in zweiter Instanz wies meinen Antrag ab.

Es besteht gemeinsames Sorgerecht in Deutschland. Wir waren nicht verheiratet.

Heute bekam ich von einer deutschen Anwaltskanzlei die Aufforderung zur Offenlegung meines Einkommens und die Aufforderung den Mindestunterhalt von 424 Euro zu bezahlen. Beides innerhalb 14 Tagen. Beiliegend eine Kopie der Vollmacht für die Kanzlei, von der Kindsmutter unterschrieben.

Meine Fragen:
1. Bin ich unterhaltspflichtig?
2. Wenn ja, ist die Mindestforderung von 424 Euro berechtigt, oder muss der Unterhalt den
peruanischen Lebensunterhaltskosten angepasst werden?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Lochmüller

11.02.2020 | 22:16

Antwort

von


(292)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 1612a BGB sind Sie als Vater für das Kind unterhaltspflichtig.

Ein Wegfall der Unterhaltspflicht wegen des Fehlverhaltens kommt nicht in Betracht. Denn die Kindesmutter hat sich falsch verhalten und nicht das Kind. Gläubiger des Unterhaltsanspruches ist jedoch nicht die Mutter sondern das Kind. Dieses soll nicht für das Fehlverhalten der Mutter bestraft werden.

Eine Anpassung der Unterhaltshöhe an die Lebenshaltungskosten im Ausland ist beim Mindestunterhalt nach § 1612a BGB nicht vorgesehen.

Zu klären wäre noch, an wen das Kindergeld ausgezahlt wird. Normalerweise wird dieses an den Elternteil ausgezahlt, bei dem sich das Kind aufhält. Dann müsste die Hälfte des Kindergeldes von den 424 Euro abgezogen werden. Wird das Kindergeld wegen des Auslandaufenthaltes nicht an die Kindesmutter ausgezahlt, bleibt es tatsächlich bei den 424,00 Euro.

Eine Verringerung des Betrages kommt nur dann in Betracht,wenn Ihr eigenes Einkommen so niedrig wäre, dass Ihnen nach Abzug des Unterhalts weniger als der Selbstbehalt bleibt. Dann müsste eine Mangelfallberechnung durchgeführt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 11.02.2020 | 22:26

Sehr geehrter Herr Müller,
Bleibt es bei dem Unterhalt von 424 Euro, wenn das Kindergeld an mich ausbezahlt wird, oder bleibt es auch dabei, wenn gar kein Kindergeld bezahlt wird? Dies ist nämlich der Fall, da kein Anspruch mehr besteht.

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.02.2020 | 22:29

Sehr geehrter Fragesteller,

es bleibt bei den 424 Euro, wenn kein Kindergeld ausgezahlt wird.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(292)

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13407 Berlin
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