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Kindesunterhaltsberechnung ab 18


04.03.2006 16:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Tochter ist vor einigen Monaten 18 Jahre alt geworden. Ich habe an die Mutter, meine getrennt lebende Frau, bisher regelmäßig den vor etwa 3 Jahren bei unserer Trennung durch das Jugendamt festgelegten Kindesunterhaltsbetrag überwiesen. Unser gemeinsames Einfamilienhaus überschrieb ich damals im Zuge unserer Trennung an meine Frau . Sie zahlt dafür noch ca. 5 Jahre ein Darlehen zurück. Meine Tochter lebt bei ihr. Meine Frau hat einen neuen Lebensgefährten, der bei ihr wohnt, aber nicht im Grundbuch für das Haus eingetragen ist.
Ich möchte nun meine Tochter darum bitten, den Kindesunterhaltsbetrag vom Jugendamt neu berechnen zu lassen, da ja ab den 18 Lebensjahr beide Elternteile aufkommenspflichtig sind.
Meine Frau und ich sind etwa gleichverdienend.
Meine Frage ist: theoretisch müsste der neue Lebensgefährte ja Miete an meine Frau zahlen. Wird diese Mieteinnahme bei der Berechnung ihres Kinderunterhaltsanteils berücksichtigt, d.h. ihr Einkommensanteil zur Berechnung erhöht?
Wenn sie sagt, er zahlt keine Miete an sie, kann man dann von einer eheähnlichen Gemeinschaft sprechen und wird in diesem Fall ihr Anteil aufgrund des höheren Nettoeinkommens beider erhöht?
Ich möchte mich im voraus für die Beantwortung bedanken.

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Sehr geehrter Ratsuchender, nein, (fiktive) Mieteinkünfte des Lebenspartners muss sich Ihre Frau nicht anrechnen lassen. Allerdings erhöht sich das EInkommen IHrer Frau durch den vollen Mietwert des Hauses, dem Einkommen Ihrer Frau wird also der Betrag zugerechnet, den man für die Vermietung des Hauses tatsächlich erzielen könnte.
Ich gehe davon aus, dass Sie bei der Trennung Gütertrennung vereinbart haben, nachdem Sie Ihrer Frau das Haus überschrieben haben. Ihre Frau ist dann berechtigt, lediglich die Zinszahlungen einkommensmindernd geltend zu machen, da der Tilgungsanteil lediglich das Vermögen Ihrer Frau mehrt.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben, wenn Sie ncoh Fragen haben, können Sie sich gerne an mich wenden.

MFG S. Schneider (Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2006 | 19:52

Sehr geehrte Frau Schneider,
zuerst einmal vielen Dank für Ihre kurzfristige und klare Antwort.
Eines möchte ich Sie aber bitten, mir noch zu erklären.
Meines Wissens nach wird der zu zahlende Kindesunterhaltsbetrag ab 18 ermittelt, indem mit der Summe der jeweiligen Nettoeinkommen beider Elternteile in die Düsseldorfer Tabelle gegangen wird. Der von Ihnen erwähnte Betrag für den Mietwert des Hauses, der meiner Frau hinzugerechnet wird, wird dieser bevor man in die Tabelle geht, um den Unterhaltsbetrag zu ermitteln, hinzugerechnet? Das würde ja bedeuten, dass der Kindesunterhaltsbetrag ebenfalls höher ausfallen würde, wenn man die nächste Einkommensstufe der Tabelle erreicht.
Oder wird dieser Mietbetrag lediglich nach dem bereits durch die Nettoeinkommen ermittelten Kindesunterhalt meiner Frau prozentual angerechnet?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.03.2006 | 18:50

Sehr geehrter Ratsuchender,
ja, der Mietwert wird dem Einkommen Ihrer Frau hinzugerechnet und dann die beiden Elterneinkommen addiert. das so ermittelte Elterneinkommen dient als Grundlage für die Kindesunterhaltsberechnung. (Bsp: Sie und Ihre Frau verdienen bereinigt jeder € 2.000,00, der Mietwert des Hauses beträgt €800,00. Das Elterneinkommen ist dann mit € 4.800,00 anzusetzen. Ihre Frau ist an der Unterhaltszahlung zu 58,33 % zu beteiligen)

Wenn Sie noch Fragen haben, können SIe mich gerne anmailen.

MFG S. Schneider
Rechtsanwältin)

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