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Kindesunterhalt/Zwangsvollstreckung/Pfändung


| 06.12.2007 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit März 2007 volljährig, bin aber noch Schülerin der 13. Klasse. Mein Vater zahlt seit März keinen Unterhalt mehr,
obwohl ich einen Titel habe, der nicht mit meinem 18. Geburtstag endet.
Jahrelang hat mein Vater gar nicht gezahlt. Seit dem Titel, der im Mai 2005 festgesetzt wurde, zahlte er bis Februar 2007 ordnungsgemäß monatlich 92,00 Euro.
Da er seit März die Zahlungen eingestellt hat, auf meine Briefe nicht reagiert hat, habe ich nun im Oktober 2007 beim Amtsgericht eine Zwangsvollstreckung beantragt. Gestern erhielt ich nun ein Schreiben des Gerichtsvollziehers, in dem er mir mitteilte, das er mehrmals beim Haus meines Vaters war, ihn aber nie angetroffen hat und er auch auf ein Schreiben von ihm nicht reagiert hat. Damit ist die Sache erledigt und ich muss jetzt 20,00 Euro für den Gerichtsvollzieher zahlen.
Eine eidesstattliche Versicherung, die ich mit beantragt hatte, hatte mein Vater wohl schon vor Festsetzung des Titels im Mai 2005, im März 2005 geleistet.
Bedeutet das jetzt für mich, dass ich keine Möglichkeit habe, an den Unterhalt zu kommen. Da ich selbst noch kein Einkommen habe und meine Mutter auch nur ein kleines Einkommen hat, bin ich auf das Geld angewiesen. Vielleicht können Sie mir auch mitteilen, welche Möglichkeiten ich noch habe (evt. Lohn-/Gehaltspfändung?)und was konkret die eidesstattliche Versicherung für mich bedeutet. Und ob es normal ist, das ein Gerichtsvollzieher seinen Auftrag beendet, wenn er den Schuldner mehrmals nicht angetroffen hat. Es ist doch klar, dass Gerichtsvollzieher nicht mit offenen Armen empfangen werden.
Vielen Dank im Voraus
Anna

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Mit der eidesstattlichen Versicherung musste Ihr Vater auch alle seine Vermögensverhältnisse offen legen und ein sogenanntes Vermögensverzeichnis ausfüllen. Sie können sich eine Abschrift dieses Vermögensverzeichnisses erteilen lassen. Dies kostet allerdings auch 15 Euro. Dann sehen Sie wohin eventuell noch vollstreckt werden kann.
Gegenüber minderjährigen Kindern und privilegiert volljährigen Kindern besteht auch die Verpflichtung das Vermögen zu verwerten. Sie könnten z. Bsp. auch eine Zwangshypothek in Wohneigentum eintragen lassen.

Sollten Sie den Arbeitgeber Ihres Vaters kennen, können Sie auch gleich eine Lohnpfändung beantragen. Das gleiche gilt für eine Kontopfändung, wenn Ihnen die Bankverbindung bekannt ist.

Eine Sachpfändung durch den Gerichtsvollzieher ist selten effektiv. Ein Auftrag umfasst leider auch nicht unendlich viele Besuche.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen behilflich sein. Gerne können Sie noch die kostenlose Nachfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2007 | 13:11

Sehr geehrte Frau Reeder,

besten Dank für Ihre ausführliche Antwort. Sie haben mir schon sehr weitergeholfen.
Hier noch einige kurze Nachfragen:
1.Wo beantrage ich die Abschrift des Vermögensverzeichnisses?
2.Finde ich in dieser Abschrift eventuell auch die
Bankverbindung?
3.Wie lange hat die eidesstattliche Versicherung Gültigkeit?
4.Wo beantrage ich eine Lohn-/Gehaltspfändung bzw. Kontopfändung?
5.Ist eine Konto- bzw. Lohn-/Gehaltspfändung ohne anwaltliche
Vertretung möglich und zu empfehlen?

Ich hoffe das es nicht zu viele Nachfragen sind.
Mit freundlichen Grüßen
Anna

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2007 | 15:28

1. bei dem Amtsgericht bei dem Ihr Vater die eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Das ist das Amtsgericht über deren Gerichtsvollszieherverteilerstelle Sie wahrscheinlich auch den Gerichtsvollzieher beauftragt haben.
2. In dem Vermögensverzeichnis finden Sie auch alle Bankverbindungen. Aber natürlich können die Konten auch bereits gepfändet und dann gekündigt sein.
3. Die eidesstattliche Versicherung hat drei Jahre Gültigkeit.
4. Konto und Lohnpfändung müssen Sie mit einem Antrag auf Pfändungs -und Überweisungsbeschluss beantragen. Ich schicke Ihnen ein Formular per mail.
5. Es besteht keine Anwaltspflicht. Wenn eine Vollstreckung scheitert, dann bleiben Sie auch auf den Anwaltskosten sitzen.

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"Sehr geehrte Frau Reeder, herzlichen Dank für Ihre hilfreiche Beantwortung meiner Fragen. Vielen Dank auch für den link per e-mail. Das war wirklich sehr, sehr nett von Ihnen. Für relativ wenig Geld habe ich von Ihnen viele sehr hilfreiche Informationen erhalten. Sie haben meine Hauptfrage wie auch meine Nachfrage sehr klar und verständlich beantwortet. BESTEN DANK FÜR IHRE MÜHE! "
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