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Kindesunterhalt zahlen trotz Familie und erhalt von Krankengeld?


| 06.08.2005 19:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Guten Abend,

ich habe folgende Frage:

Ich bin das zweite mal verheiratet und habe mit meiner zweiten Frau auch ein gemeinsames Kind. Unsere gemeinsame Tochter ist 5 Monate alt.

Ich beziehe zur Zeit Krankengeld von täglich 46,67 Euro, welches ich auch noch einige Monate erhalten werde. Meine jetzige Frau bekommt zusammen 333 Euro Kindergeld (für ihren Sohn aus erster Ehe und für unsere gemeinsame Tochter) und 300 Euro Erziehungsgeld.

Kann ich den Unterhalt für meine 2 Söhne aus erster Ehe reduzieren lassen? Oder kann meine geschiedene Frau vorübergehend (solange ich Krankengeld bekomme) Unterhaltsvorschuss beantragenß

Meine Kinder aus erster Ehe sind 7 und 9 Jahre alt.
Einen Ehegattenunterhalt für meine erste Frau muss ich nicht bezahlen, da sie voll berufstätig ist.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Bedanke mich im voraus...

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst liegen Sie auch mit dem Erhalt des Krankengeldes noch oberhalb der Selbstbehaltsgrenze nach Düsseldorfer Tabelle. Der Selbstbehalt beträgt danach für nicht Erwerbstätige 770,- € und für Erwerbstätige 890,- €.

Danach sind Sie Ihren sämtlichen minderjährigen Kindern, je nach Altersstufe anteilig zum Unterhalt verpflichtet.

Sollte sich durch den Bezug von Krankengeld, Ihr Einkommen jedoch wesentlich verringert haben und diese Verringerung auch noch einen gewissen Zeitraum anhalten, könnte sich der monatliche Unterhalt, welchen Sie schulden, verringern. Dies insbesondere, da Sie momentan erkrankt sind und weitere Verdienstmöglichkeiten wohl nicht bestehen.

Wie die Reduzierung erfolgt, hängt davon ab, auf welcher Grundlage Sie den Unterhalt zahlen. Im Falle eines gerichtlichen Titels oder einer Jugendamtsurkunde, müsste dieser Titel wiederum gerichtlich abgeändert werden, falls die Ex-Ehefrau nicht freiwillig bereit ist, einer Unterhaltsreduzierung zuzustimmen.

Sollte die bisherige Zahlung ohne entsprechenden Titel erfolgt sein, können Sie den monatlichen Unterhalt auch selbsttätig reduzieren.

Eine Berechnung kann jedoch von hier aus auf Grundlage Ihrer Schilderung nicht erfolgen.

Soweit Sie nicht mehr zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet sein sollten, kann die Exfrau Unterhaltsvorschuss beantragen. Allerdings wird das Jugendamt diese Zahlungen später gegen Sie geltend machen, soweit Sie während der betreffenden Zeiträume leistungsfähig gewesen sind.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2005 | 20:34

Hallo,

ich bedanke mich für Ihre schnelle Antwort.

Meine geschiedene Frau und ich haben uns bei der Scheidung darauf geeinigt, dass ich immer den Mindestunterhalt zahlen soll. Dies habe ich bis heute gemacht. Ich bekomme zur Zeit meist so 1300 Euro von der Krankenkasse. Außerdem weiß ich nicht, wie das mit meiner jetzigen Frau, meiner Tochter und meinem Stiefsohn ist. Ich muss für die drei ja auch mit aufkommen. (Für meinen Stiefsohn erhält meine jetzige Frau zurzeit keinen Unterhalt, da der Vater des Kindes Arbeitslosengeld II bezieht.) Und da meine Fixkosten (Miete, Strom, Versicherung, Ganztagschule und Essen für meinen Stiefsohn) schon ca. 1100 Euro betragen, weiß ich nicht mehr wie ich alles noch bewältigen soll. Mein Stiefsohn geht zur Ganztagsschule, da meine jetzige Frau im Oktober ihr Studium wieder aufnimmt. Sie hat nur pausiert, wegen der Geburt unserer Tochter. Bevor ich Krankengeld erhalten habe, war ich voll berufstätig.

Es ist nicht so, dass ich mich vor meiner Zahlung drücken möchte, aber es muss doch auch möglich sein, dass ich mit meiner jetzigen Familie um die Runden komme. Denn zuzeit ist das kaum möglich.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönes Wochenende...

freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2005 | 19:42

Demnächst wird es seitens des Gesetzgebers wohl zu einer Neuregelung des Unterhaltsrechtes kommen. Es bleibt nur zu hoffen, dass dann derartige Ungerechtigkeiten nicht mehr an der Tagesordnung sind und auch Unterhaltsschuldner ihre Existenzgundlage sichern können.

Bewertung des Fragestellers |


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