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Kindesunterhalt was muß ich zahlen

30.11.2015 18:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Nach den unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Oberlandesgerichte hat ein volljähriges Kind mit eigenem Haushalt während einer Berufsausbildung einen Unterhaltsanspruch von 670 Euro (sogenannter fester Bedarfssatz).

Hallo,
folgender Sachverhalt: 23 jähriger Junge, in eigenem Haushalt lebend und im zweitem Ausbildungsjahr (ca 850€ netto Lehrgeld Plus komplett das Kindergeld) verlangt in der zweiten Ausbildung, erste abgebrochen, nun wieder Unterhalt von mir. Ich verdiene im Schnitt 2600 € netto. Wir zahlen im Moment 200 € Unterhalt im Monat. Was die von mir geschiedene Kindsmutter bezahlt ist unbekannt.
Jetzt die Frage, was müßten wir bezahlen und wie lange noch?

30.11.2015 | 18:47

Antwort

von


(407)
Ernst-Reuter-Allee 16
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach den unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Oberlandesgerichte hat ein volljähriges Kind mit eigenem Haushalt während einer Berufsausbildung einen Unterhaltsanspruch von 670 Euro (sogenannter fester Bedarfssatz).

Eigenes Einkommen abzüglich ausbildungsbedingter Aufwendungen und das staatliche Kindergeld sind in voller Höhe als bedarfsdeckend anzurechnen und mindern dementsprechend den Unterhaltsanspruch.

Bei einem eigenen Nettoeinkommen des Sohnes von 850 Euro zzgl. 188 Euro Kindergeld besteht wohl kein Unterhaltsanspruch mehr. Sie müssen also keine Zahlungen mehr erbringen.

Im Übrigen ist der Sohn für einen möglicherweise dennoch bestehenden Unterhaltsanspruch darlegungs- und beweispflichtig, müsste also nachweisen, ob und in welcher Höhe insbesondere etwaige berufsbedingte Aufwendungen dennoch einen Unterhaltsanspruch rechtfertigen.

Im Übrigen besteht ein Unterhaltsanspruch bis zum Abschluss der Ausbildung und endet dann. Ein einmaliger Ausbildungsabbruch lässt den Unterhaltsanspruch nicht entfallen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

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