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Kindesunterhalt während Studium?

| 25.09.2018 09:44 |
Preis: 70,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Hallo,

ich habe aus erster Ehe drei Kinder im Alter von 21, 18 und 15 Jahren. Das älteste Kind ist berufstätig, für die beiden jüngeren Kinder zahle ich je einen monatlichen Unterhalt in Höhe von 398,- Euro.

Das 18jährige Kind beginnt nun ab Oktober ein Studium im gehobenen Dienst des Landes BW (Steuerverwaltung) und bekommt Anwärterbezüge in Höhe von mindestens 1.250,- Euro (https://lbv.landbw.de/-/anwarterbezuge).

Frage: Muss ich in diesem Fall für dieses Kind weiterhin den Unterhalt in Höhe von 398,- Euro zahlen?

Vielen Dank für Ihre Informationen im Voraus!

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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Bei volljährigen Kindern werden deren eigene Einkünfte voll auf den Unterhaltsbedarf angerechnet, allerdings nach Abzug einer Pauschale von üblicherweise 90 €.

Wenn Ihr Kind eine eigene Wohnung bewohnt, liegt der derzeitige Bedarf bei 735 €, bei Kindern, die im Haushalt eines Elternteils leben, bei maximal 844 € (je nach Einkommen beider Elternteile).

Bei 1250 € brutto sollten Ihrem Kind zumindest 960 € netto verbleiben, so dass kein ungedeckter Unterhaltsbedarf mehr besteht.

Wenn es einen Unterhaltstitel gibt, also z. B. ein Urteil oder eine Jugendamtsurkunde, müssen Sie Ihr Kind auffordern, auf die Rechte aus dem Titel zu verzichten. Andernfalls kann die Vollstreckung betrieben werden, wenn kein Verzicht erfolgt. In diesem Fall müsste eine gerichtliche Abänderung eingeleitet werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2018 | 10:50

Sehr geehrte Frau Holzapfel,

erst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ja, für die Kinder existieren Jugendamtsurkunden. Aktuell wohnt das betroffene Kind noch im Haushalt der Mutter.

Nach Ihren Auskünften muss ich somit zunächst den "ersten" Lohnbescheid" meines Kindes einfordern. Ist das Einkommen unter 960,- Euro netto muss ich demnach weiter zahlen. Ist das Einkommen darüber, muss das Kind entweder auf die Rechte des Titels verzichten oder ich muss bei einer "Weigerung" rechtliche Schritte einleiten. Korrekt?

Können Sie mir bitte vielleicht abschließend noch die entsprechenden Paragraphen mitteilen, damit ich mir das auch noch einmal anlesen kann?

Vielen Dank im Voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2018 | 11:27

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Sie können sich auch den Arbeitsvertrag geben lassen und per Brutto-Netto-Lohn-Rechner im Internet das Nettoeinkommen ermitteln.

Der Satz von 844 € als Bedarf gilt nur, wenn das Nettoeinkommen der Eltern insgesamt über 5100 € liegt. Andernfalls ist der Bedarf geringer. Im Ergebnis gehe ich davon aus, dass kein Unterhaltsanspruch mehr bestehen dürfte. Fordern Sie den Verzicht auf die Rechte aus dem Titel und lassen Sie sich die vollstreckbare Ausfertigung des Titels aushändigen. Bei einer Weigerung sollten Sie einen Anwalt vor Ort aufsuchen, der sich mit Familienrecht beschäftigt.

Die Rechtsgrundlage für den Bedarf und die Unterhaltsberechnung findet sich im Wesentlichen in der Düsseldorfer Tabelle einschließlich der Anmerkungen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 25.09.2018 | 11:42

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