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Kindesunterhalt von der Mutter nach Auszug

12.10.2015 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Nach Scheidung bezahlt der Vater Kindesunterhalt, das Kindergeld bezieht ebenfalls die Mutter.
Das volljährige Kind wohnt inzwischen in eigener Wohnung und finanziert diese mittels dem Unterhalt des Vaters und dem Kindergeld. Von der Mutter werden keine Leistungen erbracht.

Ist diese nicht ebenfalls verpflichtet, dem Kind Unterhalt zu zahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, die Mutter muss ebenfalls zum (Ausbildungs)-unterhalt der volljährigen Tochter beitragen, wenn sie dazu in der Lage ist. Das ist sie, wenn ihr bereinigtes Einkommen über 1300 Euro liegt.

Bei Volljährigkeit eines Kindes entfällt nämlich der Betreuungsunterhalt, der i.d.R durch die Mutter erbracht wurde, so dass jetzt beide Elternteile barunterhaltspflichtig werden.

Hat die Tochter einen eigenen Hausstand, so bestimmt sich ihr Bedarf nach einem festen Satz, der bei 670 Euro liegt. Das Kindergeld wird dabei voll angerechnet. Ebenso evtl. eigenes Einkommen der Tochter. Der fehlende Restbetrag ist von beiden Eltern zu decken.

Wer dafür wieviel zu zahlen hat, richtet sich nach dem jeweiligen Einkommen der Eltern. Sie haften also anteilig nach ihren Erwerbs- und Vermögensverhältnissen.

Damit Sie wissen und berechnen (lassen) können, was Sie jetzt noch Ihrer Tochter schulden, ist es erforderlich, dass die Mutter zur Offenlegung ihrer Einkünfte aufgefordert wird. Sie haben diesbezüglichen einen Auskunftsanspruch.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2015 | 20:08

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die Mutter befindet sich im Insolvenzverfahren. Habe ich Sie richtig verstanden, dass sie daher keine Leistungen erbringen muss?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2015 | 20:34

Wenn sie im Insolvenzverfahren ist, dann wird ihr ein Pfändungsfreibetrag belassen. Die Höhe richtet sich nach ihrem Einkommen und die Anzahl der Unterhaltsberechtigten.
Hat sie z.B. ein Einkommen von 1.800 Euro netto ist nur ein Betrag von 180,83 pfändbar (mit einem unterhaltsberechtigten Kind), Pfändungstabelle 2015. Somit würde sie immer noch über mehr als den Selbstbehalt von 1300 Euro verfügen und könnte Unterhaltszahlungen erbringen.
Hat sie gar kein Einkommen oder unter 1300 Euro ist sie nicht leistungsfähig.

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