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Kindesunterhalt von der Mutter


19.03.2005 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,


ich bin seit 3 Jahren geschieden, habe auf meinen eigenen Ehegattenunterhalt verzichtet und habe für meine beiden Söhne Kindesunterhalt gemäß Düsseldirfer Tabelle bezogen.

Nunmehr wohnt der ältere Sohn bei meinen geschiedenen Mann. Dieser ist der Meinung, dass er weiterhin für den jüngeren Sohn Unterhalt an mich zahlt, ich aber nun Unterhalt für den älteren Sohn an ihn zu zahlen habe.

Ich bin z.t. arbeitslos, habe aber keinen Anspruch auf Hartz 4, da ich im Februar geheiratet habe. Mein Ehemann ist berufstätig. Können diese Gelder mir als Einkommen (sei es auch nur ansatzweise) angerechnet werden?
Laut Aussagen meines Mannes kann mir ein fiktives Einkommen in Höhe von € 400,00 angerechnet werden, allein dadurch, dass ich eine häusliche Gemeinschaft mit meinem jetzigen Mann habe. Dadurch habe ich Vorteile was Miete, Nebenkosten, Einkauf usw. angeht.
Außerdem will mein geschiedenen Mann mir einen Wohnvorteil aus meiner Eigentumswohnung anrechnen, die ich aber z.zt nicht mehr bewohne (nach dem Zuzug zu meinem jetzigen Mann) und die ich gerne verkaufen möchte. Wie sieht es dann mit der Verkaufssumme aus. Nach Rückzahlung der Finanzierung verbleiben noch Gelder. Werden diese einkommensrechtlich verwertet?

Ich habe eigentlich ein gutes Verhältnis zu meinem Exgatten und möchte dieses nicht mit Rechtsanwälten vergiften lassen. Ich bin gern bereit Zahlungen zu leisten, die gesetzlich vertretbar sind..... aber auch nicht mehr!!!!!

Viele Fragen und hoffentlich viele Antworten!

Ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützng.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Ihr älterer Sohn nicht mehr von Ihnen betreut wird, dann sind Sie ihm gegenüber zur Zahlung von Barunterhalt verpflichtet, sofern Sie leistungsfähig sind, also ein Einkommen über der Selbstbehaltsgrenze haben. Als "Einkommen" gilt dabei auch das Geld, was Sie aus dem Verkauf Ihrer Eigentumswohnung erzielen.

Aus der Tatsache Ihrer Wiederheirat folgen aber keine unterhaltsrechtlichen Konsequenzen. Da Ihr "neuer" Ehemann zu Ihrem ältesten Sohn keinerlei verwandtschaftliche Beziehung hat, darf sein Einkommen nicht zur Deckung seines Unterhaltsbegehrens verwendet werden, auch nicht auf irgendwelchen rechnerischen Umwegen über Sie. Allenfalls dann, wenn Ihr neuer Ehemann so gut verdienen sollte, dass er Ihnen ein Taschengeld in erheblicher Höhe schulden würde, wäre dieses Taschengeld "Einkommen" im unterhaltsrechtlichen Sinne.

Hinweisen möchte ich Sie allerdings noch auf das Problem, dass Ihr ältester Sohn möglicherweise Unterhalt von Ihnen verlangen könnte mit der Begründung, dass Sie ja arbeiten gehen und somit ein eigenes Einkommen erzielen könnten. Sie sollten daher einmal überprüfen, ob Ihnen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit möglich und zumutbar ist. Dabei dürfen Sie sich nicht allein darauf zurückziehen, dass Ihnen eine Arbeitsaufnahme schon deshalb nicht zumutbar sei, weil Sie ja noch ein Kind zu betreuen hätten. Denn Sie müssen Ihre Kinder in Bezug auf den Unterhalt schon gleich behandeln: Die Unterhaltsleistung für das eine Kind, die Sie in Form von Betreuung erbringen, darf nicht völlig auf Kosten des anderen Kindes, das Sie nicht betreuen, gehen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Frü Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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