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Kindesunterhalt und Mehraufwendungen für die Kindesbetreuung


| 13.09.2017 10:56 |
Preis: 58,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Guten Tag.

Ich habe Fragen zum Themenbereich Kindesunterhalt und Mehraufwendungen für die Kindesbetreuung.

Folgende Lebenssituation:

Gemeinsames Kind (Sohn, 6 Jahre), Gemeinsames Sorgerecht

Kindesmutter und ich waren nicht verheiratet.
Mutter und Kind (6 Jahre) leben in Essen im ehemalig gemeinsamen Haus, jetzt alleiniges Eigentum der Kindesmutter.

Ich lebe in Braunschweig (Entfernung Braunschweig-Essen ca. 340 km)

Mutter unbefristete Forschungsprofessur und Klinikleitung an Universitätsklinikum .
Sehr flexible, selbst bestimme Wochenarbeitszeiten und Anwesenheit in der Klink (Arbeitsstätte)
Arbeiten werden von der Kindesmutter auch von Zuhause ausgeführt.

Konferenzen und Tagungen teilweise unterwöchentlich am Abend und am WE, sowie mehrtägige Auslandstermine (ca. 6/Jahr) . Aus meiner Beurteilung aber alles freiwillig und motiviert durch Kariere-Bestrebung und eigenes Engagement. Die Wahrnehmung dieser Termine ließe sich auf ein Minimum reduzieren und/oder an ihre Mitarbeiter delegieren.

Fragestellungen:

Unser Kind geht nun in die Grundschule, die eine offenen Ganztagesbetreuung anbietet.
D.h., die Betreuung ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 bis 16:00 gewährleistet und nach Absprache in der Zeit von 07:00 bis 17:00.
Diese Ganztagesbetreuung kostet 170€

Für die Zeit von 16:00 bis 17:30 (Mo.-Fr.) plant die Kindesmutter eine Person zur Kindesbetreuung mit 15€/Stunde ein.
Daraus leitet die Kindesmutter folgenden Mehrbedarf pro Monat ab:
170€/2+1,5 Std.* 15€/Std.*20 Tage/2=310€/Monat

Frage 1:
Ist dieser Mehrbedarf rechtens, besonders der Bedarf für die Person zur Kindesbetreuung?
Die Kindesmutter hat meiner Meinung nach die Möglichkeit ihre Arbeit so zu organisieren, dass eine zusätzliche Person zur Kindesbetreuung nicht zwingend notwendig ist.

Frage 2:

Ich zahle die private Krankenversicherung unseres Kindes i.H.v. 170€.
Muss ich das? Ist eine Aufteilung der PKV Kosten gesetzlich geregelt?


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Frage 1:
Ist dieser Mehrbedarf rechtens, besonders der Bedarf für die Person zur Kindesbetreuung?
Die Kindesmutter hat meiner Meinung nach die Möglichkeit ihre Arbeit so zu organisieren, dass eine zusätzliche Person zur Kindesbetreuung nicht zwingend notwendig ist.

Die Kindesmutter ist in ihrer beruflichen Gestaltung frei. Wenn sich eben solch ein Betreuungsmehrbedarf ergibt, müssen sich beide Elternteile daran beteiligen.

Wenn die Schule aber bis 17 Uhr Betreuung anbietet, muss die Kindesmutter dieses Angebot auch nutzen, um die Kosten der zusätzlichen Betreuung zu minimieren.

Frage 2:

Ich zahle die private Krankenversicherung unseres Kindes i.H.v. 170€.
Muss ich das? Ist eine Aufteilung der PKV Kosten gesetzlich geregelt?

Die Kosten der PKV für das Kind sind auch Mehrbedarf, welchen beide Elternteile anteilig zahlen müssen.

Geht man davon aus, dass Beide in etwa den gleichen Verdienst haben, zahlt jeder 50 % der Kosten für die PKV.

Weigert sich die Kindesmutter hier so können Sie die Hälfte der Kosten vom Unterhalt abziehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 13.09.2017 | 14:17

Sie schrieben: "Die Kindesmutter ist in ihrer beruflichen Gestaltung frei. Wenn sich eben solch ein Betreuungsmehrbedarf ergibt, müssen sich beide Elternteile daran beteiligen."
Meine Verständnisfrage: Wer entscheidet, dass sich ein solcher "Betreuungsbedarf" ergibt? Wie von mir geschrieben, auf Grund der beruflichen Flexibilität zweifele ich diesen Bedarf an. Die Kindesmutter kann auch ihre Arbeit so gestalten, dass Sie um 16:00 Uhr zu Hause ist.
Die 15€ /Std. für die Betreuungsperson ist gewiss nicht das günstigste Angebot. Muss ich die 15€ akzeptieren.

Aufteilung der PKV kosten; sind Sie sich da sicher? Wäre ja schön....



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.09.2017 | 14:21

Die Kosten der PKV für das Kind sind nicht im Regelunterhalt enthalten und daher Mehrbedarf.

Die Kosten des Mehrbedarfs teilen sich die Eltern anteilig nach dem Einkommen.

Geht man davon aus, dass Beide in etwa den gleichen Verdienst haben, zahlt jeder 50 % der Kosten für die PKV.

Weigert sich die Kindesmutter hier so können Sie die Hälfte der Kosten vom Unterhalt abziehen.

Fordern Sie diese Kostenteilung konkret ein.


Wenn die Kindesmutter nachweisen kann, dass Sie beruflich auf die zusätzliche Betreuung angewiesen ist, fallen die Kosten an.

Zum einen muss die Kindesmutter aber eben nachweisen, dass es beruflich nicht anders geht.

Zum anderen muss sie auch das Angebot der Schule nutzen, das Kind dort auch bis 17 Uhr betreuen zu lassen.

Bewertung des Fragestellers 15.09.2017 | 10:49


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FRAGESTELLER 15.09.2017 4,2/5.0
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