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Kindesunterhalt über 18, Wartezeit zum Studium


| 18.01.2005 22:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe eine 22jährige Tochter die ihr Abitur 2003 mit einem Durchschnitt von 1.9 abschloss. Sie möchte Medizin studieren. Dafür hat sie bis jetzt 3 Bewerbungen (in jedem Semester eine) eingereicht. In der zentralen Vergabestelle lehnte man Sie zum Studium mit diesem Durchschnitt ab und teilte ihr mit, dass sie mit mindestens 4 Wartesemestern rechnen muss, um einen Studienplatz für dieses Fach zu bekommen. Während der Wartezeit
auf das Studium bemüht sie sich um keine andere Tätigkeit wie zum Beispiel Jobben oder ein soziales Jahr. Muss ich für die "Wartezeit" bis zum Studienbeginn auch Unterhalt zahlen?

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Guten Abend,

Sie schulden grundsätzlich den Kindesunterhalt bis zum Abschluß einer angemessenen Ausbildung. Da in diesem Fall der Kindesunterhalt in der Regel über die Volljährigkeit hinausreicht, wird im Gegenzug von Ihrem Kind erwartet, daß es eine fähigkeitsorientierte Berufsausbildung zielstrebig angeht und abschließt.

Hierbei handelt es sich natürlich um abstrakte Kriterien, die jeweils auf den Einzelfall angewandt werden müssen. Es ist auf der anderen Seite auch nicht die Aufgabe der Eltern, eine aussichtslose Selbstverwirklichung des Kindes zu finanzieren. Bezogen auf Ihren Fall halte ich den Unterhaltsanspruch für problematisch, da bereits jetzt absehbar ist, daß mindestens vier Wartesemester vergehen werden, bevor Ihre Tochter überhaupt die Berufsausbildung beginnt. Ich halte deshalb den Unterhaltsanspruch nicht mehr für gegeben.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßén

Michael Weiß
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2005 | 19:34

Danke erst einmal für Ihre Anwort.
Mich würde noch interssieren, was als angemessener Zeitraum im rechtlichen Sinne für die Berufsfindung angesehen wird.

Danke im voraus für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.01.2005 | 13:45

Guten Tag,

entschuldigen Sie bitte vorab, daß ich erst heute auf Ihre Anfrage zurückkomme. Ich war zuvor ortsabwesend.

Die Rechtsprechung schwankt zum Teil, welcher Zeitraum angemessen ist. Einheitlich wird von einer angemessenen Überbrückungszeit gesprochen, wobei die veröffentlichten Entscheidungen hier stets nur wenige Monate (etwa bis zum Semesterbeginn) im Auge haben. Einheitlich werden Wartezeiten bis zur Erlangung eines Studiumplatzes, insbesondere wenn sie mehrsemestrig sind, als unzumutbar angesehen.

Gehen Sie davon aus, daß ein Unterhaltsanspruch seitens Ihrer Tochter nicht mehr besteht.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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"Vielen Dank für die prompte Antwort. Als Ergebnis werde ich einen Brief an meine Tochter schreiben und ihr die Einstellung der Unterhaltszahlung mitteilen."
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