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Kindesunterhalt trotz Heirat

02.05.2011 12:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:45

Hallo, ich plage mich mit folgender Frage rum. Ist es rechtlich wirklich so ungerecht, das ich für meinen 7 jährigen Sohn aus einer ehelosen Beziehung Unterhalt zahlen muss, obwohl die Mutter nun geheiratet hat und mein Sohn sogar den NAmen des MAnnes angenommen hat. Sollte eine Heirat nicht genau solche Fälle ausschließen? Des Weiteren frage ich mich, wie ich laut Düsseldorfer Tabelle, aus einem Nettoverdienst von 1148€, berufsbedingterm Aufwand von über 400 Euro/Monat noch 272 Euro zahlen soll? Interessiert es nicht, das ich auch Miete zahlen muss, Versicherungen, Lebensmittel? Ich muss täglich 89 km zum Arbeitsort fahren (eine Strecke), aber laut Aussage Jugendamt, sind nur 40km anrechenbar, was dann einen berufsbedingten Aufwand von 252 Euro ausmachen würde. Was stimmt denn da nicht? Was ist ein realistischer Betrag, mit dem ich rechnen muss? Danke für die schnelle Antwort.

02.05.2011 | 12:34

Antwort

von


(94)
Stettiner Str. 106
40595 Düsseldorf
Tel: 0176-43025411
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

die Heirat der Kindesmutter hat zunächst einmal keinen Einfluss auf Ihre Unterhaltsverpflichtung als leiblicher Vater des Kindes, gleiches gilt für die Namensänderung. Nur wenn Ihr Sohn vom Ehemann der Mutter adoptiert würde, könnte die Unterhaltsverpflichtung entfallen.

272,00 EUR beträgt der gesetzliche Mindestunterhalt für ein 7-jähriges Kind unter Anrechnung des hälftigen Kindergeldes. Der Unterhalt ist zu berechnen aus dem Jahresnettoeinkommen inklusive (z.B. durch Werbungskosten) entstehender Steuererstattungen. Vom Nettoeinkommen sind pauschal 5% als berufsbedingte Aufwendungen in Abzug zu bringen. Sofern Sie höhere Aufwendungen haben, sind diese explizit zu belegen. Es ist richtig, dass die meisten Oberlandesgerichte bei pauschaler Berechnung der Fahrtkosten maximal eine Entfernung von 40 km akzeptieren. Ist die Entfernung größer, wären auch hier die Fahrten im Detail zu belegen. Im Hinblick auf die gesteigerte Unterhaltsverpflichtung minderjährigen Kindern gegenüber ist daneben zu berücksichtigen, dass durch die Gerichte durchaus auch ein Verweis auf möglicherweise kostengünstigere öffentliche Verkehrsmittel erfolgt und - sofern der Arbeitsplatz damit erreicht werden kann - nur dieser Betrag in Abzug gebracht wird.

Der notwendige Selbstbehalt gegenüber minderjährigen Kindern liegt bei 770,00 EUR - ausgehend von dem von Ihnen genannten Nettoeinkommen in Höhe von 1148,00 EUR und einem pauschalen Abzug in Höhe von 5% verbleibt ein Betrag von 1090,60 EUR, aus dem der Mindestunterhalt in Höhe von 272,00 EUR zu zahlen wäre. Es verbleibt dann ein Betrag von 818,60 EUR, der Selbstbehalt wird also nicht unterschritten.

Dies betrifft wie gesagt die pauschale Abrechnung der berufsbedingten Aufwendungen. Da Sie höhere Aufwendungen haben und geltend machen wollen bedarf es eines detaillierten Nachweises und der Prüfung, ob diese Kosten in voller Höhe anerkannt werden müssen oder ein Verweis z.B. auf öffentliche Verkehrsmittel erfolgen kann oder der Kostenabzug in anderer Form zu begrenzen ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hier einen ersten Überblick verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen
Lausch
- Rechtsanwältin -




Rückfrage vom Fragesteller 02.05.2011 | 14:44

Danke für die Information. das halbiert ja fast den Anspruch. Damit kann ich durchaus leben. Vielen Dank für die rasche und kompetente Hilfe.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.05.2011 | 14:45

Sehr geehrter Fragesteller,

ich freue mich, wenn ich Ihnen eine erste Hilfestellung geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen
Lausch
- Rechtsanwältin -

Ergänzung vom Anwalt 02.05.2011 | 13:43

Sehr geehrter Fragesteller,

bei Beantwortung Ihrer Frage habe ich versehentlich den Mindestselbstbehalt eines nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen zugrunde gelegt. Ich bitte, dies zu entschuldigen.

Der Selbstbehalt eines Erwerbstätigen beträgt 950,00 EUR. Unter Berücksichtigung Ihres genannten Einkommens und eines pauschalen Abzuges in Höhe von 5% ergibt sich somit eine Unterhaltsverpflichtung in Höhe von ca. 140,00 EUR monatlich.

Mit freundlichen Grüßen
Lausch
- Rechtsanwältin -

ANTWORT VON

(94)

Stettiner Str. 106
40595 Düsseldorf
Tel: 0176-43025411
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