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Kindesunterhalt steuerlich geltend machen - Kind in eigener Wohnung

07.03.2012 12:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,

ich bin 26 und Studentin. Ich haber bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung (Bankkauffrau), 4 Semester studiert, danach den Studiengang gewechselt und studiere jetzt Volkswirtschaftslehre. Ich wohne nicht im Haushalt meiner geschiedenen Eltern. Ich ziehe jetzt aus einer WG mit meinem Freund zusammen (der bereits arbeitet) und wir stehen beide als Mieter im Mietvertrag.
Mein Vater hat nun Sorge, dass er die Unterhaltszahlungen an mich nur noch zur Hälfte steuerlich geltend machen kann und fordert die Umschreibung des Mietvertrages auf meinen Freund als alleinigen Mieter und einen Untermietvertrag zwischen mir und meinem Freund.

Meine Frage nun: Ist es nötig, mich als Mieter aus dem Mietvertrag raus zu nehmen und einen gesonderten Untermietvertrag zwischen meinem Freund und mir aufzusetzen, oder sieht das Finanzamt das Mietverhältnis immer noch als WG an, bzw. gibt es eine weitere Möglichkeit, den Unterhalt meiner Eltern an mich, steuerlich geltend zu machen?

Vielen Dank für Ihre Antwort, mfG

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass Ihre Eltern den an Sie gezahlten Unterhalt als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

Unterhaltsleistungen können als außergewöhnliche Belastung bis maximal 7.680 EUR geltend gemacht werden, worauf aber Einkünfte die Sie erzielen und die 624 EUR übersteigen, anzurechnen sind (§ 33a EStG: Außergewöhnliche Belastung in besonderen Fällen ).

Für die steuerliche Geltendmachung des an Sie gezahlten Unterhalts macht es keinen Unterschied ob Sie als Mietmieter oder als Untermieter im Mietvertrag auftauchen.

In beiden Fällen schulden Sie Miete.

Im Falle des gemeinsamen Mietvertrages schulden Sie die Miete im Wege des Gesamtschuldnerausgleichs gegenüber dem Mietmieter und im zweiten Falle schulden Sie die Miete aufgrund des Untermietvertrages.

Ein gesonderter Untermietvertrag ist also nicht erforderlich.

Ausschlaggebend ist vielmehr, dass Ihre Eltern die tatsächliche Zahlung des Unterhalts durch Vorlage von Überweisungsbelegen in Nachweis bringen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
 

Rückfrage vom Fragesteller 07.03.2012 | 14:19

Hallo Herr Schiessl,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich verstehe das also richtig; die Unterhaltsleistung meiner Eltern an mich wird steuerlich gesehen also nicht auf die mit mir im Haushalt lebenden Personen aufgeteilt?
Wenn mein Vater mir z.B. 500 EUR Unterhalt im Monat bezahlt und ich in einem Haushalt mit meinem Freund lebe, kann er trotzdem 500 EUR geltend machen und nicht nur 250 EUR? Unabhängig davon, ob wir beide im Mietvertrag stehen, oder nur mein Freund und ich mit ihm einen Untermietvertrag habe? Als kleine Anmerkung: ich bin nicht mehr Kindergeldberechtigt.

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.03.2012 | 14:25

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ja, das sehen Sie richtig. Die Unterhaltsleistung fließt allein Ihnen zu. Eine Aufteilung der Unterhaltsleistung Ihres Vaters ist nicht vorzunehmen.

Es spielt daher keine Rolle ob Sie zur Untermiete wohnen oder Mitmieterin sind. In beiden Fällen ist Ihr Vater Ihnen unterhaltspflichtig und kann den Unterhalt als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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