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Kindesunterhalt nach erneuter Heirat


| 10.08.2006 11:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Einen schönen guten Tag!

Ich habe folgenes Problem:

Ich bin zum zweiten mal verheiratet. Aus meiner ersten Ehe habe ich zwei Kinder (12 Jahre und 10 Jahre alt) für die ich Unterhalt zahle.
12 Jahre - 291 €
10 Jahre - 247 €
Für meine Ex-Frau zahle ich keinen Unterhalt mehr, da sie über eigenes Einkommen verfügt.
Zu der Zahlung des Kindesunterhaltes habe ich mich im Jahr 2001 mit der Ausstellung eines "Titel" verpflichtet.

Im Jahr 2003 haben meine jetzige Frau und ich ein gemeinsames Kind bekommen. Den Unterhalt für meine Kinder aus erster Ehe habe ich wärend des Erziehungurlaubes meiner Frau aus Ersparnissen bestritten.

Meine Frau ist wieder berufstätig und wir sind beide in der Steuerklasse vier.

Mein Nettoeinkommen beträgt ca. 1.565 € (incl. VL, umgerechnet
Weihnachtsgeld und ggf. Steuererstattung)

Ich wohne im Raum Münster/Westf.

Meine Fragen:
1. Inwieweit wird mein Kind aus zweiter Ehe bei der Unterhaltsberechnung mitgerechnet?

2. Bei der Erstellung des Titels war mein Kind noch nicht geboren. Kann man einen Titel wieder aufheben lassen, wenn sich herausstellt, daß man einen geringeren Unterhalt zu zahlen hat?

3. Wie sieht meine Unterhaltsverpflichtung im einzelnen aus?

Ich danke Ihnen für Ihre Antwort schon mal im vorraus.

Mit freundlichem Gruß

-- Einsatz geändert am 10.08.2006 11:41:50
10.08.2006 | 12:51

Antwort

von


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Saaläckerstr.2a
63801 Kleinostheim
Tel: 06027-990650
Web: www.kanzlei-wollinger.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Situation nennt man familienrechtlich gesehen eine
" Mangelfallsituation".
Das ist der Fall, wenn das zu verteilende Einkommen nicht für alle ausreicht.
Grundsätzlich ist es so, daß Ihnen von Ihrem bereinigten Nettoeinkommen ein Selbstbehalt( der Betrag der Ihnen für Ihre Lebenshaltungskosten zugebilligt wird) zusteht. Dieser beträgt in der Regel 890 EUR( eventuell wird dieser bei Ihnen gekürzt, da Ihre Frau arbeitet und sich somit an den Lebensunterhaltskosten beteiligen kann). Ihr Nettoeinkommen von 1.565 EUR abzüglich 890 EUR ergibt einen Betrag von 675 EUR. Diese 675 EUR sind zu verteilen an Ihre zwei Kinder aus erster Ehe sowie an Ihr Kind aus zweiter Ehe ( eigentlich wird auch ein gewisser Betrag für Ihre neue Ehefrau eingerechnet, da aber diese nach Ihrer Auskunft selbst arbeitet, dürfte dieser Betrag wegfallen bzw. es nur ein sehr geringer Betrag sein). Ihrem Kind aus zweiter Ehe steht mindestens ein Unterhaltsbetrag von 233 EUR zu.Die Unterhaltsansprüche zusammengerechnet ergeben einen Betrag von 771 EUR ( 291 + 247+ 233).Verteilt werden kann aber nur ein Betrag von 675 EUR, der nun im Verhältnis des Existenzminimums zu berechnen ist.
Sie können auf jeden Fall eine Aufhebung des alten Titels verlangen. Dies kann mittels einer Abänderungsklage erfolgen.
Hierzu benötigen Sie einen Anwalt/Anwältin.
Wie Ihre Unterhaltsverpflichtungen im einzelnen aussehen, kann ich Ihnen nicht mit "100%Garantie" berechnen, da mir hierzu noch Ergänzungsdatendaten fehlen. Ich möchte Ihnen aber eine grobe Orientierung geben.
Nach der neuen Berechnung unter Berücksichtigung des Existenzminimums und Ihres Selbstbehaltes müßten Sie für Ihr 10jähriges Kind ca. 224 EUR, für Ihr 12jähriges Kind ca. 264 EUR und für Ihr 3jähriges Kind ca. 185 EUR zahlen.
Diese Berechnung kann nur unverbindlich sein, da wie bereits gesagt auch Ihre zweite Ehefrau miteinzurechnen ist bzw. Ihr Selbstbehalt gekürzt werden könnte etc.

Ich hoffe Ihnen soweit weitergeholfen zu haben. Für eine weitergehende Beratung stehe ich Ihnen auch gerne außerhalb diese Forums zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2006 | 13:14

Sehr geehrte Frau Wollinger,

bedanke mich sehr herzlich für ihre schnelle Antwort.
Werde noch diese Woche einen Anwalt aufsuchen.
Schade ist nur, das ich die zuviel gezahlten Unterhaltzahlungen nicht erstattet bekomme.

Meine Ex-Frau hat im Monat ein Nettoeinkommen von 1500,- Euro + Kindergeld + Kindesunterhalt. Sie zahlt keine Miete, da sie ein Eigentum (Haus) besitzt. Dies spielt leider keine Rolle bei der Berechnung des Unterhaltes für die Kinder.

Noch eine Frage:
Kann ich auch berufsbedingte Kosten (z.B. Fahrtkosten zur Arbeitstätte) von meinem Nettogehalt abziehen?

Vielen Dank für ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2006 | 13:25

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können selbstverständlich berufsbedingte Aufwendungen abziehen. In der Regel werden 5 % abgezogen, auf besonderen Nachweis auch unter Umständen etwas mehr, maximal dürfen aber nur 150 EUR abgezogen werden.

Viele Grüße

Diana Wollinger
Rechtsanwältin

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Bin sehr zufreiden! DANKE!!! "
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Super schnelle Antwort. Sehr verständich geschreiben.
Bin sehr zufreiden! DANKE!!!


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