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Kindesunterhalt nach Trennung

| 25.06.2020 11:28 |
Preis: 68,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau hat mich vor 20 Monaten, nach 25 Jahren Ehe verlassen. Wir lebten in einer
"klassischen Zugewinngemeinschaft!.

Sie wohnt seit dem 1. Tag der Trennung mit dem "neuen Lebenspartner" zusammen
und hat nach Ablauf des Trennungsjahres die Scheidung beantragt.

Unser Jüngster Sohn wohnt bei mir und der Älteste studiert.

Das gemeinsame Haus bewohne ich und wir versuchen gerade das Eigentum
zu regeln. Rest ist schon geregelt.

Jetzt stellt sich mir die Frage ob meine Frau Kindesunterhalt zahlen muss und ob meine Frau gegen mich Ansprüche stellen kann (bis auf Eigentumstrennung)

Unsere Kinder:
1. Kind: 23 Jahre alt, Student (auswärts studierend, auswärts wohnend)noch ca. 2 Jahre (Erststudium) mit Minijob 400 €
2. Kind: 17 Jahre alt (bald 18) Schüler noch ein Jahr, keine Einkünfte, vermutlich danach Studium oder Ausbildung

Kind 2 lebt bei mir.
Für Kind 1 und 2 zahle ich bisher Alles.(Unterstützung Studium, Auto)
Kindergeld bekommen die Kinder und wird von mir nicht angerührt.

Ich arbeite Vollzeit und verdiene 2.700 € netto
Meine Frau arbeitet Teilzeit (ca. 20 Stunden) und verdient 1.030 € netto

Können Sie mir auf dieser Basis eine Einschätzung über Unterhaltsanspruch und Zahlung geben.

Mir freundlichem Gruß

25.06.2020 | 12:54

Antwort

von


(575)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Zunächst einmal die Frage grundsätzlich beantwortet:
Der Unterhalt für Kind 1 (23 J.) ist von den Eltern gemeinsam nach dem Verhältnis ihrer Einkünfte zu zahlen. Der Unterhalt für Kind 2 (17 J.) ist von demjenigen Elternteil zu zahlen der nicht mit dem Kind zusammenwohnt.

Ihre Frau verdient unterhalb des Selbstbehalts, kann also für Unterhaltszahlungen nicht in Anspruch genommen werden. Die Unterhaltsansprüche bleiben also voll bei Ihnen hängen.

Wenn keine weiteren Umstände hinzutreten, kann von Ihrer Frau aber erwartet werden, dass Sie sich eine Vollzeitstelle sucht. Weigert sich Ihre Frau grundlos, wäre ihr das möglicherweise zu erzielende Gehalt voll anzurechnen. Wir müssen also von einem Gehalt von ca. 2.000 € ausgehen. Damit liegt Ihre Frau über dem Selbstbehalt und kann für Zahlungen herangezogen werden.

Für Kind 2 (17 J.) müsste Ihre Frau 395 € Unterhalt zahlen.
Für Kind 1 (23 J.) müsste Ihre Frau 239 € Unterhalt zahlen, Sie müssten 322 € zahlen.
Dies gilt aber nur, wenn Ihrer Frau eine Vollzeitstelle zuzumuten ist. Grundsätzlich wird bei einer langen Ehezeit davon ausgegangen, dass auch eine längere Zeit ab Trennung vergehen darf bevor eine Vollzeitbeschäftigung aufgenommen werden muss. Meines Erachtens haben Sie gute Chancen
hier eine Unterhaltsforderung durchzusetzen. Ob diese von Anfang an in dieser Höhe besteht, muss aber bezweifelt werden. Ab Volljährigkeit muss der Unterhaltsanspruch durch den Berechtigten selbst geltend gemacht werden. Angesichts der Unwägbarkeit des Anspruchs und der nur kurzen Dauer, sollten Sie genau überlegen ob Sie nicht lieber keine Ansprüche geltend machen sondern Ihre Kinder ermutigen dies in eigenem Namen zu tun.

Ihre Frau hat auch einen Anspruch auf Aufstockungsunterhalt Ihnen gegenüber. Dieser würde aktuell bei etwa 750 € monatlich liegen. Allerdings kann hier auch bereits eine Unterhaltsverwirkung in Betracht gezogen werden. Wenn eine neue Beziehung seit 2 Jahren verfestigt besteht kann davon ausgegangen werden, dass eine Verwirkung vorliegt. Auch dies mag ein Grund sein, sich aktuell mit Unterhaltsforderungen zurückzuhalten da derzeit noch mit einer hohen Gegenforderung zu rechnen ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 29.06.2020 | 09:14

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Alles Prima und auch verständlich!
Auch wenn mir manche Antwort nicht so gefällt ist es
gut das Thema aus fachlicher Sicht betrachtet zu haben.

Preis/Leistung passt auf jeden Fall und auf der Basis dieser
vom Anwalt gemachten Angaben oder Fakten kann ich weiter
planen und mein Vorgehen in diesem doch sehr speziellen
Fall genau überdenken.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.06.2020
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Auch wenn mir manche Antwort nicht so gefällt ist es
gut das Thema aus fachlicher Sicht betrachtet zu haben.

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Fall genau überdenken.


ANTWORT VON

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