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Kindesunterhalt nach Heirat; Entscheidung welche Steuerklasse

| 02.11.2010 16:27 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


23:13

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben folgende Situation: Mein Mann hat ein Kind aus einer früheren Beziehung (und den halben Kinderfreibetrag) und zahlt laut Düsseldorfer Tabelle deutlich mehr als den Regelsatz Kindesunterhalt (es gibt eine Jugendamtsurkunde, die nach zähestem Ringen wegen langer Weigerung und ständig neuer Auskunftsforderungen der KM endlich aufgesetzt wurde). Mittlerweile haben wir geheiratet und mein Mann wird den Job wechseln. Bei dem Jobwechsel wird er nach Ablauf der Probezeit mehr Geld verdienen.
Da die Kindesmutter echt super anstrengend ist, wollen wir eine nervenaufreibende Neuberechnung des Kindesunterhaltes vermeiden. (Es geht nicht darum, dass das Kind nicht versorgt wird, sondern darum, dieser Frau mit ihrer Rumzickerei nicht ausgesetzt zu werden.)
Jetzt ist die Überlegung, es bei der Wahl der Steuerklassen 3/5 bzw. 4/4 so einzurichten, dass mein Mann trotz Gehaltserhöhung nicht mehr Netto hat als vorher. Damit müsste er auch gegenüber der Kindesmutter keine neuen Angaben machen und der Kindesunterhalt muss nicht neu berechnet werden.
Wäre das legal?

Herzlichen Dank im Voraus.

02.11.2010 | 16:53

Antwort

von


(721)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
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Sehr geehrte Fragende,

ein "Taktieren" mit den Steuerklassen mag sich zwar auf den Unterhalt auswirken, bzw. ihn gleich lassen, jedoch wäre Ihr Mann grds. verpflichtet, alle Steuervorteile zu nutzen, sodass eine bewusste Veränderung als missbräuchlich angesehen würde, sodass stattdessen ein sog. "fiktives Einkommen" angesetzt würde. Daher würde dieses Taktieren dann letztendlich keinen Nutzen bringen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfn zu haben und verbleibe


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 02.11.2010 | 20:50

Sehr geehrter Frau Seiter,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Bedeutet die Pflicht, "alle Steuervorteile zu nutzen" etwa auch, dass im Zweifel ich eine schlechtere Steuerklasse nehmen muss, damit durch unsere Heirat das Kind von einer besseren Steuerklasse seines Vaters profitieren kann? Das fände ich doch reichlich ungerecht, da es sich bei uns ja nicht um die Frage des Regelunterhaltes geht.

Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.11.2010 | 23:13

Ihr Mann muss mindestens Steuerklasse IV wählen, bei Steuerklasse V wird das Nettoeinkommen so berechnet, als habe er Steuerklasse IV, so sinngemäß OLG Hamm, 26.5.1999, 12 UF 88/98

"Wenn ein wiederverheirateter Elternteil, der seinen minderjährigen Kindern aus geschiedener Ehe unterhaltspflichtig ist, für die neue Ehe eine ungünstige Steuerklasse wählt, kann er die dadurch entstehende Steuerbelastung den Unterhaltsberechtigten nicht entgegenhalten"

Die Grenze ist jedoch die Unbilligkeit der neuen Frau gegenüber.

Letztendlich kommt es stets auf den Einzelfall an. Ohne Ihre konkreten Zahlen zu kennen, kann schlecht beurteilt werden, ob die Steuerklassenveränderung noch gerade der Billigkeit entspricht oder eben nicht.

Ich rate Ihnen daher unter Vorlage der konkreten Zahlen eine steuerliche Beratung. Gerne helfen wir Ihnen im Rahmen eines gesonderten Auftrages weiter.

Mit freundlichen Grüßen Dr. C: Seiter



Bewertung des Fragestellers 06.11.2010 | 16:26

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