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Kindesunterhalt mit 18/ Ehegattenunterhalt


| 30.10.2007 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe verschiedene Fragen:

1. Mein Kind (Schülerin) wohnt bei ihrem Vater, ich bezahle 400€ unterhalt pro Monat (nicht getitelt) an den Vater. Mein kind wird in ein paar Wochen 18. Steht meinem Kind ab dem 18. Geb. der unterhalt direkt zu, d.h. kann ich den Unterhalt auf das Konto meines Kindes überweisen?

2. ich bezahle an meinen Exmann 350€ Ehegattenunterhalt pro monat. jetzt ist mir bekannt geworden, das er eine neue Arbeitsstelle antritt. die höhe seines neuen Einkommens ist mir nicht bekannt. Kann ich die Offenlegung seines neuen Einkommens verlangen, um den Unterhalt neu berechnen zu lassen?

3. mein kind ist bei mir privat kranken versichert. nun gibt es auch bei der privaten Kosten, die nicht duch die Versicherung vollständig abgedeckt sind (z. b. Brille, Kontaktlinsen, Pille...) Kann ich die zusätzlichen Mehrausgaben zum Teil von meinem Exmann zurück verlangen?

Ich bedanke mich im voraus für die Beantwortung meiner Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,

1.
Ja.
Ihre Tochter ist ab Ihrem 18. Geburtstag voll geschäftsfähig nach den §§ a href="http://bundesrecht.juris.de/bgb/__104.html" target="_blank">104a ff. BGB und untersteht dann auch nicht mehr der elterlichen Sorge (§§ a href="http://bundesrecht.juris.de/bgb/__1626.html" target="_blank">1626 ff. BGB), die ja auch die Vermögenssorge umfasst.

Somit ist sie berechtigt, ihre Unterhaltsforderung im eigenen Namen geltend zu machen und Sie sind berechtigt, an die Unterhaltsberechtigte mit schuldbefreiender Wirkung zu zahlen.

2.
Sie haben einen Auskunftsanspruch gegenüber dem von Ihnen getrennt lebenden Ehemann gemäß § 1605 Abs. 1 in Verbindung mit § 1361 Abs. 4 Satz 4 BGB.
Diese Vorschriften verpflichten Ihren Ehemann zu einer systematischen Aufstellung von Einkünften und Vermögen, aus der sich zusammen mit Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen der Unterhaltsanspruch genau berechnen lässt.
Sie können die Auskunft in der Regel aller zwei Jahre verlangen (§ 1605 Abs. 2 BGB), gegebenenfalls auch früher, wenn z.B. - wie hier nach Ihren Angaben - Anhaltspunkte für eine Veränderung vorhanden sind.

3.
Mehr- und Sonderbedarf, den Sie für Ihre Tochter zusätzlich bezahlt haben, werden Sie nicht mehr zurückbekommen, denn insoweit waren Sie bislang ja allein barunterhaltspflichtig, siehe § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB.

Ob und inwieweit Sie insbesondere nach der Vollendung des 18. Lebensjahres eine Beteiligung von Ihrem Ehemann verlangen können, hängt wiederum von seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen ab.

Denn ab dieser Zeit müssen beide Elternteile anteilig nach Ihrem Einkommen den Unterhalt bezahlen, nach dem Verhältnis ihrer anrechenbaren Einkünfte abzüglich des jeweiligen Eigenbedarfs und abzüglich der Unterhaltsleistungen und tatsächlichen Aufwendungen für vorrangig Berechtigte.


Ich hoffe, die Beantwortung Ihrer Fragen hilft Ihnen weiter. Sollte noch Etwas unklar geblieben sein und unvollständig erscheinen, können Sie gerne rückfragen.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 30.10.2007 | 22:14

Sehr geehrte Ratsuchende,

zur besseren Lesbarkeit übermittle ich Ihnen den ersten Absatz meiner Antwort noch einmal korrekt:

Ihre Tochter ist ab Ihrem 18. Geburtstag voll geschäftsfähig nach den §§ 104a ff. BGB und untersteht dann auch nicht mehr der elterlichen Sorge (§§ 1626 ff. BGB), die ja auch die Vermögenssorge umfasst.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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