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Kindesunterhalt minderjährig Bundesfreiwilligendienst

08.09.2016 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Anrechnung von im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes erworbenen Taschengeldes auf den Kindesunterhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine 16 jährige Tochter hat nach Abschluss der Realschule ab Mitte 2015 die Fachoberschule für Gesundheits- und Sozailwesen besucht. Diese dauert zwei Jahre (Klasse 11 und 12). Nun hat meine Tochter das Glück, zum 1.4.2017 einen Ausbildungsplatz im Krankenhaus als Gesundheits- und Krankenpflegerin bekommen zu haben. Somit kann Sie die Klasse 12 nicht abschließen. Deshalb hat Sie sich zur Vorbereitung auf die Ausbildung dazu entschlossen, in einem Krankenhaus seit dem 1.8.2016 bis zum Beginn der Ausbildung einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren. Der Bfd steht somit im direkten Zusammenhang mit ihrer Ausbildung. Da sie noch schulpflichtig ist, wurde sie im Rahmen des Bfd von der Schulpflicht befreit. Sie bekommt dafür ein Taschengeld in Höhe von 440 Euro.

Muss das Taschengeld auf den zu zahlenden Unterhaltsbetrag des Vaters in Höhe von 378 Euro angerechnet werden? Also, kann der Vater den Unterhalt kürzen?

Haben Sie vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Höhe des Unterhalts richtet sich nach dem tatsächlichen Bedarf. <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/1602.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 1602 BGB: Bedürftigkeit">§ 1602 Absatz 2 BGB</a> sagt: "Ein minderjähriges unverheiratetes Kind kann von seinen Eltern, auch wenn es Vermögen hat, die Gewährung des Unterhalts insoweit verlangen, als die Einkünfte seines Vermögens und der Ertrag seiner Arbeit zum Unterhalt nicht ausreichen."
Das Taschengeld wird demnach grundsätzlich auf den Unterhalt angerechnet. Wird der Bedarf aber nicht durch das Taschengeld gedeckt, so hat das minderjährige Kind einen Unterhaltsanspruch bezüglich des restlichen Bedarfs.
Der Vater könnte also den Unterhalt kürzen. Wenn der gekürzte Betrag aber nicht ausreicht, um den Bedarf des Kindes zu decken, sollte das Kind einen höheren Unterhaltsbetrag, der sein bedarf deckt, vom Vater verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
<!--dejureok-->

Rückfrage vom Fragesteller 08.09.2016 | 21:15

Vielen Dank.
Der tatsächliche Bedarf meiner Tochter ist natürlich durch mich abgedeckt, da ich für alle Kosten wie u.a. Miete aufkomme. Somit steht mir weniger Geld zur Verfügung und der Vater muss nichts mehr zahlen. Ist das so richtig?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.09.2016 | 23:19

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich ihre Nachfrage wie folgt:

Grundsätzlich schulden beide Eltern den Unterhalt anteilig. Gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/1606.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 1606 BGB: Rangverhältnisse mehrerer Pflichtiger">§ 1606 Absatz 3 Satz 1 BGB</a> haften mehrere gleich nahe Verwandte (also die Eltern) anteilig nach ihren Erwerbs- und Vermögensverhältnissen. Ob Sie dadurch, dass Sie für alle Kosten aufkommen, Ihre Unterhaltspflicht erfüllen, müsste man unter zugrundelegung aller relevanten Umstände prüfen. Es könnte auch sein, dass der Vater Ihrer Tochter trotz des Taschengeldes einen höheren Anteil übernehmen muss. Hierzukann ich allerdings mangels Kenntnis der genauen Umstände keine genaue Aussage treffen.

Sie können mich aber gerne mit einer genauen Prüfung des Falles direkt beauftragen, meine Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil.

Ich hoffe Ihre Nachfrage beantwortet zu haben, ansonsten können Sie gerne nochmal nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen

Ruben Hoffmann<!--dejureok-->

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