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Kindesunterhalt für schwangere minderjährige Tochter bei Auszug

| 15.02.2014 23:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:40

Zusammenfassung: Es handelte sich um Unterhaltsrecht und konkret um Kindesunterhalt bei Auszug des Kindes.

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit gut einem Jahr bezahle ich für meine beiden Töchter an den Vater Unterhalt da sie sich entschieden haben bei ihm zu leben. Bis dato hatten wir uns die Erziehung geteilt.

Nun ist meine 15 jährige Tochter von ihrem 17 jährigen Freund schwanger. Das Kind soll Mitte April zur Welt kommen.
Meine Tochter besucht zur Zeit die 9. Klasse eines Gymnasiums und der Freund wird dieses Jahr im Herbst seine mittlere Reife ablegen.

Nun hat mir mein Exmann berichtet daß die Tochter, sobald das Kind da sei und sie mit ihrem Freund eine eigene Wohnung bezieht, keinen Anspruch mehr auf Unterhalt uns gegenüber hätte da sie dann auf ALG II Anspruch hätte.
Da aber mein Exmann ein volles Gehalt bezieht und ich ein dreiviertel Gehalt kann ich das nicht glauben.
Daher meine Fragen:
1. Wer bezahlt meiner Tochter nachdem das Kind auf der Welt ist und sie mit ihrem Freund einen eigenen Hausstand gründet den Unterhalt?

2. An wen müsste sich meine Tochter wenden um den ihr zustehenden Unterhalt einzufordern falls ihr Vater nicht bezahlen möchte?

3. Ab wann kann ich die Unterhalszahlung an den Vater einstellen?

4. Wieviel Anspruch auf Unterhalt hätte meine jüngere Tochter (12 Jahre) dann noch bzw. werden die Töchter gleichgestellt bei der Unterhaltsberechnung?

Für die größere Tochter hat das Jugendamt den Unterhalt auf 233 Euro berechnet. Für die jüngere Tochter haben wir uns durch eine Mediation darauf geeinigt daß ich dem Vater insgesamt für beide 358 Euros monatlich bezahle.
Ich verdiene 1400 netto , der Vater hat 2000 netto (falls das wichtig sein sollte.)
Für die Beantwortung möchte ich mich sehr herzlich bedanken!
16.02.2014 | 00:43

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Zu Ihrer 1. Frage:

Ihre Tochter hat weiterhin Anspruch auf Unterhalt gegenüber ihren Eltern. Der Umstand, dass Ihre Tochter möglicherweise Anspruch auf ALG 2 - Leistungen hätte, ändert schließlich nichts an Ihrer Unterhaltspflicht und an der Unterhaltspflicht des Ex-Mannes. Ich gehe ohnehin davon aus, dass Ihre Tochter zunächst Unterhaltsvorschuss-berechtigt wäre, bevor überhaupt ein ALG 2-Anspruch in Betracht käme. Schließlich sind sowohl Ihr Ex-Mann als auch Sie leistungsfähig, so dass der Lebensunterhalt Ihrer Tochter durch den durch Sie geleisteten Unterhalt sichergestellt wäre und dann ggf. lediglich ein Aufstockungsanspruch bzgl. ALG 2 in Betracht käme.
Das Jugendamt wird Unterhaltsvorschuss leisten und sodann versuchen, gegenüber Ihrer Tochter erbrachte Leistungen im Rahmen Ihrer Unterhaltspflicht von Ihnen bzw. Ihrem Ex-Mann zurückzufordern. Ihre Vermutung, dass die Einschätzung Ihres Ex-Mannes zu diesem Thema falsch ist, ist somit korrekt.

Zu Ihrer 2. Frage:

Ihre Tochter sollte sich zunächst an das Jugendamt ihres Wohnsitzes wenden.

Zu Ihrer 3. Frage:

Sie werden in jedem Fall weiterhin zum Unterhalt verpflichtet sein. Die Frage, ob Sie nun weiter an den Exmann oder aufgrund eines eventuellen Unterhaltsvorschusses an das Jugendamt zahlen, sollten Sie sinnvollerweise direkt mit dem Jugendamt abklären.

Zu Ihrer 4. Frage:

Hinsichtlich einer genaueren Unterhaltsberechnung müssten zunächst noch einige Unterlagen vorgelegt werden. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich der Unterhaltsanspruch Ihrer jüngeren Tochter aufgrund der neuen Situation der Höhe nach nicht ändern wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte. Wichtig zu wissen ist, dass Sie weiterhin unterhaltsverpflichtet bleiben, egal ob Ihre Tochter bei dem Exmann lebt oder in einer eigenen Wohnung. Ihre Tochter hätte in Bezug auf Ihr Enkelkind selbstverständlich mit Sicherheit ebenfalls einen Anspruch auf Kindeunterhalt gegenüber ihrem Freund.

Ich hoffe, Ihre Frage in Ihrem Sinne beantwortet zu haben und wünsche Ihnen Alles Gute in dieser Angelegenheit.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sofern hier relevante Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sind, kann die rechtliche Einschätzung auch völlig anders aussehen. Den Gang zu einem Berufskollegen vor Ort kann und will diese Plattform nicht ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

www.zimmlinghaus.de


Nachfrage vom Fragesteller 16.02.2014 | 01:03

Vielen Dank für die flotte Beantwortung!

Wäre meine Tochter vorerst Unterhalsvorschußberechtigt weil der korrekte Unterhalt erst berechnet werden müsste?
An wen müsste sie sich wenden - die Dame vom Jugendamt sagt sie müsste sich ans Sozialamt wenden da durch den Umzug die Beistandschaft beendet würde, ist das korrekt?
Kann der Unterhalt dann auch direkt an meine Tochter überwiesen werden?
Danke für Ihre Mühe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.02.2014 | 20:40

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Ihre Tochter bekommt dann Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt, wenn sie angibt, dass sie von Ihnen bzw. Ihrem Ex-Mann keinen Unterhalt erhält.

Ihre Tochter sollte sich in diesem Fall erst einmal an das zuständige Sozialamt wenden.

Meiner Einschätzung nach wäre es möglich, den Unterhalt auch direkt an Ihre Tochter zu überweisen, sofern dies mit allen Beteiligten abgesprochen worden ist. Halten Sie hierzu aber bitte dringend Rücksprache mit Sozial- und Jugendamt.


Ich hoffe, Ihnen abscließend weitergeholfen zu haben und wünsche alles Gute in der Angelegenheit!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

www.zimmlinghaus.de

Bewertung des Fragestellers 16.02.2014 | 23:46

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"Soweit ich es beurteilen kann wurden meine Fragen korrekt, vollständig und zügig beantwortet. Vielen Dank!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.02.2014
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