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Kindesunterhalt für fast erwachsene Tochter


12.10.2005 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Ehemann hat aus der vorhergehenden Ehe eine 17jährige Tochter. Meine beiden Kinder ( 17 und 16 ) adoptierte er vor ca. 3 Jahren.
Sein Verdienst liegt bei ca. 1600€. Haben die Lohnsteuerklassen 3 und 5. Er muss monatlich ( mit Titel ) an seine Tochter aus 1. Ehe 267€ bezahlen.
Ich bin seine jetzige Ehefrau und selbstständig, was seit fast einem Jahr sehr schlecht läuft und kein Gewinn entsteht.
Nun meine Frage, seine beiden neuen Kinder, werden sie in der Unterhaltsrechnung berücksichtigt? wie hoch ist sein Selbstbehalt? Ist er mir auch unterhaltsverpflichtet?
Des weiteren, seine Tochter aus 1. Ehe hätte im vorigem Jahr eine Ausbildung beginnen müssen, fand nichts, ( sie suchte auch nicht)und absolvierte dann das berufsvorbereitende Jahr. Mein Mann zahlte weiter Unterhalt. Nun forderten wir sie zur Auskunft auf, welche Lehre sie nun beginnt. Bekamen keine Antwort und schalteten einen Anwalt ein. Dieser versuchte es dann nochmals, ohne Erfolg. Auf sein Anraten hin, stellten wir dann die Zahlung ein, da sie sich nicht bemühte und heute bekamen wir ein Schreiben, sie hätte vom 17.8.05-30.09.05 nochmals an einer Berufsausbildungsvorbereitung teilgenommen und beginnt am 01.10.05 eine überbetriebliche Ausbildung als Koch ( auch dafür gibt es keine Bescheinigungen). Die Kindesmutter droht nun bereits, dass ab dem 18. Lebenjahr ( am 13.02.2006 wird sie volljährig ) ein noch höherer Unterhalt zu zahlen ist.
Wir wissen nicht mehr weiter.
Mit freundlichen Grüßen R.
12.10.2005 | 17:02

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Online-Anfrage bedanke ich mich und beantworte sie unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt:

1.
Minderjährige unverheiratete Kinder und der Ehegatte sind unterhaltsrechtlich gleichrangig berechtigt. Ebenso stehen alle minderjährigen unverheirateten Kinder einander gleich, unabhängig davon, ob sie ehelich, nichtehelich oder adoptiert sind und aus welcher Ehe sie stammen.

2.
Der Selbstbehalt gegenüber minderjährigen Kindern beträgt derzeit 890,--

3.
Freilich schuldet der Mann auch Ihnen Familienunterhalt, dieser ist allerdings (bzgl. Barunterhalt, Taschengeld etc.) Tatfrage (soweit Sie insbesondere selbst auch berufstätig sind). Leider kann aufgrund des gemeinsamen Zusammenlebens auch eine Absenkung des notwendigen Selbstbehaltes erfolgen. Diese schwankt bei den OLGs und kann durchaus im Einzelfall bis zu 250,-- ausmachen.

4.
Der Unterhaltsverpflichtete schuldet generell nur die Erstausbildung, darunter fallen regelmäßig aber auch Berufsvorbereitungszeiten. Wird im Anschluss daran, nicht zielstrebig die Ausbildung begonnen, kann kein Unterhalt mehr beansprucht werden. Dies könnte hier der Fall sein, allerdings müssten dafür die Zeitläufe (insbesondere die Zeiten wo das Kind nichts getan hat) bzw. nähere Informationen zu den Erwerbsbemühungen der Tochter (ggf. auch Hilfsarbeit) gemacht werden.

5.
Da gegen Sie ein Titel vorliegt, müssen Sie eine Abänderung desselben anstreben. Ansonsten könnte der Titel vollstreckt werden! Voraussichtlich wird dann eine Mangelfallberechnung ergeben, dass die Kindesansprüche reduziert werden müssen. Dafür kann ich Ihnen nur dringend raten, einen Anwalt Ihres Vertrauens mit der Geltendmachung Ihrer Rechte zu beauftragen. Dies kann dieses Forum nicht ersetzen (s. Hilfe-Button), da insoweit ein persönliches Beratungsgespräch unter Berücksichtigung aller genauen Umstände nur Klarheit schaffen kann!


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

<A href="http://www.anwaltskanzlei-hellmann.de">www.anwaltskanzlei-hellmann.de</A>
<A href="mailto:mail@anwaltskanzlei-hellmann.de">E-Mail an Rechtsanwalt Hellmann</A>


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 13.10.2005 | 09:00

Sehr geehrter Herr RA,

vielen Dank für Ihre Antwort. Meine Nachfrage, liegt dem Fall Bedeutung bei, wenn mein Mann die niedrigste Lohnsteuerklasse hat und für seine jetzigen Kinder der Sozialzuschlag in Höhe ca. 300€ mit auf dem Gehalt steht. Kann denn diese Summe dann tatsächlich für die Unterhaltsberechnung mit verwendet werde, er soll doch eigentlich für seine jetzigen Kinder sein? Mein Mann arbeitet im öffentlichen Dienst.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.10.2005 | 14:04

Sehr geehrter Ratsuchender,
leider stellt der Sozialzuschuss eine unterhaltsrechtliche relevante Einkommensposition dar, sodass dieser bei der Ermittlung des Unterhalts leider berücksichtigt werden muss. Tut mir leid, dass ich insoweit keinen besseren Bescheid geben kann.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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