Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kindesunterhalt für ein 18jähriges Kind im Internat

| 06.05.2014 18:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


19:47

Guten Tag,

Folgende Fakten:

Mein Sohn 18 Jahre, lernbehindert macht in einer Ausbildungsstätte mit angeschlossenen Internat eine Ausbildung zum Schlosser seit letztem August.

Wie sieht es jetzt mit dem Unterhalt aus?

Ich habe ca. 2500€ Netto und meine Exfrau, so schätze ich ca. 2000€ netto.

In der Düsseldorfer Tabelle habe ich gelesen, das angemessene Unterhalt eines Studierenden bei 670€ liegt wo schon 280€ Miete enthalten sind.

Wenn ich jetzt mal von den 670€ ausgehe, die 280€ Miete abziehe da er ja im Internat kostenlos wohnt, blieben somit 390€, wenn ich dann das Kindergeld (190€)was er allein erhält abziehe bleiben meiner Meinung nach noch 200€. Angenommen, ich setze für die Verpflegung (erhält er auch kostenlos im Internat) für den Monat 150€ an, so bleibt doch ein Bedarf von 50€, die sich Mutter und Vater im Verhältniss teilen müssten.
Mein Sohn erhält noch eine Ausbildungsvergütung von ca. 150€ im Monat und Fahrtkostenerstattung für den Zug von ca. 100€ für Heimfahrten

Zur Zeit zahle ich unter Vorbehalt 200€ freiwillig an meinen Sohn. Da er meint sich jetzt nur noch daneben nehmen zu müssen und nur Kontakt will wenn er etwas(geld) braucht, habe ich nicht unbedingt Lust überhaupt etwas zu bezahlen. Seine Mutter zahlt ihm nur das Kindergeld aus und sonst nichts, da sie und auch meine Sohn der Meinung sind, er hätte 12 Jahre bei der Muter gelebt und jetzt sei ich mal "dran" mit zahlen. Ich habe aber immer fein meinen Unterhalt gezahlt wie im Gerichtsvergleich vereinbart wurde.

Er hatte mich vor 2 Monaen von einem Anwalt anschreiben lassen um Auskunft über meine Finanzen zu erhalten. Das hat er erst mal zurückgenommen da ich im Moment die 200€ zahle.

Ps. Das Arbeitsamt, das die Maßnahme bezahlt, will evtl. auch noch Geld von mir haben. Die Unterlagen hierzu habe ich schon letztes Jahr dem Amt zur verfügung gestellt.

Wie ist die Rechtslage?

06.05.2014 | 19:15

Antwort

von


(407)
Otto-von-Guericke-Str. 53
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Richtig ist, dass ein volljähriges Kind mit eigenem Hausstand einen Unterhaltsbedarf in Höhe von 670 € hat, wovon zunächst bedarfsdeckend das vollständige Kindergeld mit 184 € und die Ausbildungsvergütung, in Ihrem Fall 150 € in Abzug gebracht wird.

Normalerweise wird die Ausbildungsvergütung um maximal 90 € ausbildungsbedingten Aufwand bereinigt. Ihr Sohn erhält hier aber auch noch eine Fahrtkostenerstattung, so dass nur konkrete ausbildungsbedingte Aufwendungen hier abgezogen werden können, die er dann auch nachweisen müsste.

Es verbleibt nunmehr ein ungedeckter Unterhaltsbedarf von 336 € verbleibt. Ihr Sohn lebt kostenfrei im Internat und wird dort auch verpflegt, so dass der Restbedarf durch diese kostenfreie Leistung gedeckt sein wird. Wenn hier eine Eingliederungshilfe nach dem SGB VIII oder XII geleistet wird für die Ausbildung, geht im übrigen der Unterhaltsanspruch gänzlich auf den Leistungsträger über, so dass Ihr Sohn selbst keine Unterhaltsansprüche mehr gegenüber den Eltern hat.

Ein volljähriges Kind muss gegenüber beiden Eltern seinen Unterhaltsbedarf nachweisen. Insoweit können Sie Auskunft darüber einfordern, über welche Maßnahme das Internat und die Verpflegung gefördert wird. Diese Leistungen hat sich Ihr Sohn naturgemäß auf seinen Unterhaltsanspruch anrechnen zu lassen.

Darüber hinaus sind ab Volljährigkeit beide Elternteile entsprechend dem Einkommen zum Barunterhalt verpflichtet. Ihr Sohn muss Ihnen daher auch die konkreten Einkommensverhältnisse der Kindesmutter darlegen, um seinen Unterhaltsbedarf zu begründen.

Ein Unterhaltsbetrag in Höhe von 200 € Ihnen alleine gegenüber, halte ich für nicht begründet.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 06.05.2014 | 19:26

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

erst einmal Danke für die schnelle Antwort, einmal muss ich doch noch nachfragen.

Was ist, wenn mein Sohn keinen Nachweis über die Einkünfte der Mutter gibt, er hat mich ja schon einmal über einen Anwalt anschreiben lassen (erwähnte ich schon in meiner Fragestellung) und wollte meine Finanzen offenlegen lassen, muss ich dem Anwalt antworten falls er mich wider anschreibt?

MFG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.05.2014 | 19:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Sollten Sie erneut zur Unterhaltszahlung aufgefordert werden, bzw. die bisherige Zahlung einstellen und sich daraus eine erneute Aufforderung ergeben, dann haben Sie Anspruch auf die Darlegung der Einkommensverhältnisse der Kindesmutter.

Dies sollten Sie dann schriftlich gegenüber dem Anwalt einwenden und diesen auffordern, den Bedarf Ihres Sohnes durch Vorlage der Einkommensverhältnisse der Kindesmutter darzulegen. Denn nur so kann der Unterhaltsanspruch eines volljährigen Kindes überhaupt berechnet werden. Ohne das Einkommen der Mutter wäre ein ggf. gegebener Haftungsanteil Ihrerseits am Unterhalt überhaupt nicht berechenbar.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 06.05.2014 | 20:00

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Schnelle Antwort, ausführlich und gewissenhaft

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Tobias Rösemeier »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 06.05.2014
5/5,0

Schnelle Antwort, ausführlich und gewissenhaft


ANTWORT VON

(407)

Otto-von-Guericke-Str. 53
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Familienrecht, Erbrecht