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Kindesunterhalt für Studenten und Regelstudienzeit


11.04.2005 11:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Mein Sohn studiert im 10.Hochschulsemester Politische Wissenschaft und hat mir Ende März diesen Jahres erstmals, nach schriftlicher Aufforderung durch mich, mitgeteilt, dass er schon vor Jahren einen Studienfachwechsel vorgenommen hat und sein neues Studium nicht in der Regelstudienzeit beenden wird, sondern erst in ca. 2 Jahren. Über diesen Wechsel hat er mich damals nicht informiert! Gleichzeitig hat er mir vorgelegt die aktuelle Immatrikulationsbescheinigung und ein Zwischenprüfungszeugnis. Sonstige Nachweise und Informationen habe ich bisher nicht bekommen! Auch hat er keine Auskunft über seine Einkünfte (Bafög, Unterhalt der Mutter, Ferienjobs usw.) erteilt! Der Kontakt zu meinem Sohn und seiner Mutter wurde auf Verlangen der Mutter und meinem Sohn selbst, nach der Scheidung 1989 abgebrochen, beschränkte sich somit ausschließlich auf die monatliche "Geldüberweisung"!. Bezogen auf meine monatlichen Unterhaltszahlungen bitte ich Sie mir mitzuteilen, wie ich mich weiter verhalten soll.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich hat ein volljähriges Kind Anspruch auf Unterhalt während einer Berufsausbildung. Der Bedarfssatz liegt derzeit grundsätzlich bei 600 EUR monatlich während eines Hochschulstudiums, wenn das Kind nicht mehr bei den Eltern lebt.

Zunächst zu dem Studienwechsel: Grundsätzlich ist vom Unterhaltspflichtigen eine Studienwechsel hinzunehmen, wenn dieser innerhalb einer Orientierungsphase erfolgt. Als Orientierungsphase gelten die ersten zwei Semester. Erfolgt danach ein Wechsel, erlischt die Unterhaltsplficht, wenn nicht nachweislich schwerwiegende Gründe für den Wechsel vorliegen.

Zur Ausbildungsdauer ist zu sagen, dass die Ausbildung ernsthaft und zielstrebig betrieben werden muss. Sie haben das Recht, sich dies durch Vorlage von Belegen (Scheine, Zwischenprüfungszeugnisse) nachweisen zu lassen. Kommt Ihr Sohn dieser Obliegenheit nicht nach, hat dies den vorübergehenden Wegfall seines Unterhaltsanspruches zur Folge.

Ein "Bummelstudium" brauchen Sie nicht zu finanzieren. Anhaltspunkt für die angemessene Studiendauer ist die Regelstudienzeit. Wenn Ihr Sohn diese nicht einhalten kann, so muss er auf Ihre Aufforderung darlegen und beweisen, dass vernünftige Gründe (wie Krankheit und ähnlich Schwerwiegendes) für die Überschreitung der Regelstudienzeit bestehen. Kann er dies nicht darlegen, brauchen Sie nur für die Dauer der Regelstudienzeit zu zahlen.

Wegen möglicher Nebenjobs, Bafög etc. haben Sie einen Auskunftsanspruch gegen Ihren Sohn. Dieser steht Ihnen zu, da Sie nur dann und nur insoweit Unterhalt zu leisten brauchen, als Ihr Sohn bedürftig ist. Den Auskunftsanspruch können Sie notfalls sogar einklagen.

Weiter ist natürlich auch die Mutter unterhaltspflichtig. Dabei bemisst sich der Anteil der jeweiligen Elternteile grundsätzlich nach dem Grad ihrer Leistungsfähigkeit. Insofern haben Sie wiederum einen Auskunftsanspruch gegen die Mutter.

Sie sollten nunmehr zunächst Ihre Auskunftsansprüche geltend machen. Weiter sollten Sie Ihren Sohn auffordern, Ihnen die voraussichtliche Dauer für das Studium und die Gründe für die Zeitüberschreitung mitzuteilen. Außerdem soll er Ihnen mitteilen, wann und warum er den Studiengang gewechselt hat.

Mit diesen Informationen können Sie dann beurteilen, ob überhaupt und wenn ja wie lange und in welcher Höhe Sie noch Unterhalt zahlen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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