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Kindesunterhalt für Kind in neuer Ehe


28.08.2007 18:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Hallo,
hier erst mal die Eckpunkte: Ich bin in zweiter Ehe verheiratet und wir erwarten unser gemeinsames Kind. Ich zahle Unterhalt für zwei Kinder (14/17)aus erster Ehe nach der DDT-Ost(ges. 568,-€), meine Ex erhält keinen Unterhalt (wegen Verzicht).
Meine jetzige Frau ist erwerbstätig, wird aber die Elternzeit in Anspruch nehmen und demzufolge kein Einkommen erhalten.
Ich gehe davon aus, dass ich mit der Geburt unseres Kindes für 3 Kinder und meine Frau unterhaltspflichtig bin.
Ich habe ein mtl. Einkommen von 2000,- €. Wir planen für die Elternzeit einen Wechsel der Steuerklasse zu III/V.

Hier meine Frage: Auf welchen Betrag kann ich den Unterhalt für die Kinder aus erster Ehe reduzieren,(ggf.liegt ein Mangelfall vor) und welche Aiuswirkungen hat der geplante Steuerklassenwechesel?
28.08.2007 | 20:36

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Anders als beim Ehegattenunterhalt ist beim Kindesunterhalt immer die tatsächlich zu zahlende Steuer maßgeblich, Splittingvorteile durch eine neue Ehe werden beim Kindesunterhalt also voll berücksichtigt. Das hängt aber letztlich nicht von der Wahl der Steuerklasse ab, sondern vom jährlichen Gesamteinkommen und der darauf tatsächlich anfallenden Steuer. Denn die Steuerklasse hat ja keinen Einfluss auf die Höhe der Steuer, sondern nur auf die Höhe der Vorauszahlung. Wählen Sie eine ungünstige Steuerklasse, zahlen Sie zu viel voraus und bekommen dann eine Rückerstattung, die auch wieder in die Unterhaltsberechnung einfließt. Durch die Geburt eines weiteren Kindes und den Wegfall des Einkommens Ihrer Frau wird sich aber sicherlich eine geringere Steuerbelastung und damit ein höheres Nettoeinkommen ergeben.

Der Unterhaltsanspruch Ihrer Frau liegt bei monatlich 520 EUR, eigene Einkünfte wie z.B. Elterngeld sind hiervon abzuziehen. Der Anspruch des Babys liegt bei 262 EUR, Ihr Selbstbehalt bei 820 EUR. Ein Mangelfall liegt dann vor, wenn Sie diesen Unterhaltsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, ohne dass Ihr Selbstbehalt gefährdet ist. Ob das der Fall ist und ob eine Reduzierung des bisherigen Kindesunterhalts in Betracht kommt, kann erst nach Ermittlung des „neuen“ Nettoeinkommens erfolgen.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


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