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Kindesunterhalt für 17-jährigen mit eigener Wohnung?

| 02.11.2013 18:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung:

Auch bei einem Minderjährigen haften beide Eltern für den Barunterhalt, wenn das Kind auswärtig untergebracht ist und daher nicht mehr bei einem Elternteil lebt.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin geschieden und Vater von 2 Kindern:
Tochter, 20 Jahre, Studentin, eigene Wohnung, Barunterhaltsregelung.
Sohn, 17 Jahre, Schüler, ebenfalls eigene Wohnung.
Er wohnte bis Juli bei seiner Mutter, nach mehreren schwerwiegenden "Fluchtversuchen" und massiven Erziehungsproblemen mit Aufenthalt im Übergangsheim unter Betreuung des Jugendamtes und weiterer Begleitung durch das Jugendamt wohnt er seit August diesen Jahres in einer eigenen Wohnung, die über seine Mutter gemietet ist und bezahlt wird. Nachdem auch weiter kein pädagogisch erfolgreiches Verfahren mit ihm gefunden wurde, hat nun seit 1.11. das Jugendamt auch die finanzielle Verwaltung seines Geldes treuhänderisch übernommen. Das ist keine offizielle Maßnahme im Sinne des Sorgerechts o.ä., sondern ein zwischen allen Beteiligten einvernehmlich abgestimmtes Vorgehen.
Bisher habe ich Kindesunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle gezahlt.
Nun meine ich, dass die Mutter keinen Kinderbetreuungsunterhalt mehr erhalten sollte, sondern ein Anspruch im Sinne der Barunterhaltsregelung besteht, obwohl mein Sohn noch keine 18 Jahre alt ist.
Da der Betrag den die Mutter für Miete, Nebenkosten und Bahnticket mit 390€ und der Treuhänderbetrag an des Jugendamt mit 290€ feststeht (zusammen 680€) und wir angewiesen wurden keine zusätzlichen Zahlungen über den treuhänderischen Betrag hinaus vorzunehmen, ist meines Erachtens angemessen, diese Kosten gem. der Barunterhaltsregelung zwischen Mutter und Vater aufzuteilen.
Ist das korrekt, oder hat die Mutter bis zum 18. Geburtstag meines Sohnes weiter Anspruch auf Kindesunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Da Ihr Sohn nun in einer eigenen Wohnung lebt, könnte man davon ausgehen, dass die Mutter ihre Unterhaltspflicht nicht mehr durch die Betreuung erbringt und sich daher an dem Barunterhalt beteiligen müsste. Dies ergibt sich auch aus Punkt 12.3 der Leitlinien des OLG Düsseldorf zur Düsseldorfer Tabelle. Dort heißt es: "Sind, z.B. bei auswärtiger Unterbringung des Kindes, beide Eltern zum Barunterhalt verpflichtet, haften sie anteilig nach Nr. 13.3 für den Gesamtbedarf." Etwas anderes könnte aber gelten, wenn die Mutter trotz der auswärtigen Unterbringung aufgrund der Schwierigkeiten noch in erheblichem Maße in die Erziehung und Betreuung Ihres Sohnes involviert wäre. Nach der geschilderten Sachlage gehe ich aber davon aus, dass dies nun das Jugendamt übernommen hat.

Die Mutter müsste sich daher anteilig nach ihrem Einkommen an dem Unterhalt beteiligen. Wenn man von einem Bedarf Ihres Sohnes von 680,- € ausgeht, wäre hiervon zunächst das Kindergeld von 184,- € in Abzug zu bringen. Der Restbedarf wäre dann anteilig nach den jeweiligen Einkommensverhältnissen zwischen Ihnen aufzuteilen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 04.11.2013 | 11:16

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